NSA-Skandal Telekom setzt intern auf "sehr viel mehr Sicherheit"

Die Telekom beklagt, dass der Vertrauensverlust durch den NSA-Skandal Prism schlecht fürs Geschäft sei. Unternehmensintern sei die Telekom "natürlich mit sehr viel sichereren Methoden unterwegs" als ein Privatmensch mit seinem E-Mail-Account sein könne.

Anzeige

Der Chef der Deutschen Telekom, René Obermann, sprach mit dem Deutschlandradio über die Folgen des NSA-Datenskandals. Obermann forderte Aufklärung über den "Verdacht, dass im großen Rahmen und ohne Anlass durch Geheimdienste massenhaft Daten abgezogen und analysiert werden." Alleine dieser Verdacht erschütterte das Vertrauen. Vertrauen sei aber die Grundlage für Cloud-basierte Dienste und Kommunikationsservices. "Und insofern ist Vertrauensverlust sehr schlecht", sagte Obermann.

Auch wenn die Telekom ihr Bestes tue, um die Sicherheit zu gewährleisten, räumte der Konzernchef ein: "Hundertprozentigen Schutz kann Ihnen kein Unternehmen geben."

Konzernintern setzt die Telekom auf ein höheres Sicherheitsniveau. "Wir sind intern natürlich im Unternehmen mit sehr viel sichereren Methoden unterwegs als man das als Privatmensch mit persönlichen privaten E-Mail-Accounts ist und sein kann. Und insofern haben wir intern schon ein deutlich höheres Vertrauen in die Sicherheit als mit privaten Mail-Accounts."

Auf die Frage: "Kooperiert die Deutsche Telekom mit Geheimdiensten?", sagte Obermann: "Nein - also Moment, stopp! Wir kooperieren nicht mit ausländischen Geheimdiensten, wir kooperieren im Rahmen des G 10, also der gesetzlichen Grundlagen in Deutschland mit unseren Diensten." Wenn die entsprechenden Rechtsgrundlagen und Formalvoraussetzungen gegeben seien, "dann müssen wir und sollten wir auch kooperieren."

"Tempora? Wo soll das passiert sein?"

Darüber, dass sich der britische Geheimdienst GCHQ über das Programm Tempora Zugang zu Daten aus dem Seekabel TAT-14 verschafft, das die Telekom mitbetreibt, gab sich Obermann uninformiert. Über das Seekabel, das Nordamerika mit Europa verbindet, läuft ein großer Teil der deutschen Überseekommunikation.

"Wo soll das geschehen sein?", sagte Obermann, auf den Skandal angesprochen. Er könne nur über Bereiche etwas sagen, die die Telekom kontrolliert und über die sie die physische Hoheit habe und die sie managen könne. "Und da sind mir keine Zugriffe bekannt", erklärte er.


dura 18. Jul 2013

Öhm, das ist aber nicht die Regel. In Abteilungen der T-Systems und der Konzernzentrale...

developer 09. Jul 2013

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Mail-Adressen-bei-T-Online-lassen-sich-kapern...

Kabelsalat 09. Jul 2013

Der kann doch inzwischen sowieso äußern was er will, er hat die Telekom die letzten Jahre...

SaSi 09. Jul 2013

wären viele Probleme gelöst? einfach für alles eine hystorie in das dokument oder E-mail...

Nebucatnetzer 08. Jul 2013

Das kommt mir iwie sehr bekannt vor.

Kommentieren



Anzeige

  1. Junior Process Consultant MES (m/w)
    Fresenius Kabi Deutschland GmbH, Oberursel
  2. Anwendungsbetreuer / Administrator (m/w) für Medizinische Informationssysteme
    Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg
  3. Entwic­kler Con­trol­ling­sys­teme (m/w)
    Bitburger Braugruppe GmbH, Bitburg
  4. IT-Projektmanager (m/w) Systemgestaltung im Arbeitsgebiet Fahrzeugeinplanung / Programmplanung
    Daimler AG, Sindelfingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. IBM Power8

    Mit 96 Threads pro Sockel gegen Intels Übermacht

  2. Printoo

    Arduino kannste jetzt knicken

  3. Cloud-Dienste

    Streem verspricht unbegrenzten Speicherplatz

  4. Streaming

    HBO-Serien für US-Kunden von Amazon Prime

  5. Theo de Raadt

    OpenSSL ist nicht reparierbar

  6. Xplore XC6 DMSR

    Blendend hell und hart im Nehmen

  7. Programmiersprache

    Go 1.3 kommt für Solaris, Plan 9 und NaCL

  8. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende

  9. Flappy 48

    Zahlen statt Vögel

  10. Port 32764

    Netgear will angebliche Router-Lücke schließen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Ubuntu 14.04 LTS im Test: Canonical in der Konvergenz-Falle
Ubuntu 14.04 LTS im Test
Canonical in der Konvergenz-Falle

Ubuntu soll künftig auch auf Tablets und PCs laufen, weshalb die Entwicklung des Unity-Desktops derzeit offenbar feststeckt. Die wenigen neuen Funktionen könnten gut für die lange Support-Dauer sein, zeigen aber auch einige interne Probleme auf.

  1. Canonical Ubuntu One wird beendet
  2. Canonical Mir in Ubuntu abermals verschoben
  3. Trusty Tahr Erste Beta der Ubuntu-Derivate verfügbar

25 Jahre Gameboy: Nintendos kultisch verehrte Daddelkiste
25 Jahre Gameboy
Nintendos kultisch verehrte Daddelkiste

Der Gameboy ist gut gealtert - heute wird mit der Konsole Musik gemacht, und selbst Spieleprogrammierer werden beim Anblick des grauen 8-Bit-Klotzes nostalgisch.

  1. Satoru Iwata Nintendo will Handhelds und stationäre Konsolen vereinen
  2. Nintendo Yamauchi-Clan will Anteile abstoßen
  3. Mario Nintendo macht Apps und gesund

OpenSSL: Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed
OpenSSL
Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed

Der Heartbleed-Bug in OpenSSL dürfte wohl als eine der gravierendsten Sicherheitslücken aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.

  1. Libressl OpenBSD startet offiziell OpenSSL-Fork
  2. OpenSSL OpenBSD mistet Code aus
  3. OpenSSL-Lücke Programmierer bezeichnet Heartbleed als Versehen

    •  / 
    Zum Artikel