Der scheidende Telekom-Chef René Obermann im Mai 2013
Der scheidende Telekom-Chef René Obermann im Mai 2013 (Bild: Ina Fassbender/Reuters)

NSA-Skandal Telekom setzt intern auf "sehr viel mehr Sicherheit"

Die Telekom beklagt, dass der Vertrauensverlust durch den NSA-Skandal Prism schlecht fürs Geschäft sei. Unternehmensintern sei die Telekom "natürlich mit sehr viel sichereren Methoden unterwegs" als ein Privatmensch mit seinem E-Mail-Account sein könne.

Anzeige

Der Chef der Deutschen Telekom, René Obermann, sprach mit dem Deutschlandradio über die Folgen des NSA-Datenskandals. Obermann forderte Aufklärung über den "Verdacht, dass im großen Rahmen und ohne Anlass durch Geheimdienste massenhaft Daten abgezogen und analysiert werden." Alleine dieser Verdacht erschütterte das Vertrauen. Vertrauen sei aber die Grundlage für Cloud-basierte Dienste und Kommunikationsservices. "Und insofern ist Vertrauensverlust sehr schlecht", sagte Obermann.

Auch wenn die Telekom ihr Bestes tue, um die Sicherheit zu gewährleisten, räumte der Konzernchef ein: "Hundertprozentigen Schutz kann Ihnen kein Unternehmen geben."

Konzernintern setzt die Telekom auf ein höheres Sicherheitsniveau. "Wir sind intern natürlich im Unternehmen mit sehr viel sichereren Methoden unterwegs als man das als Privatmensch mit persönlichen privaten E-Mail-Accounts ist und sein kann. Und insofern haben wir intern schon ein deutlich höheres Vertrauen in die Sicherheit als mit privaten Mail-Accounts."

Auf die Frage: "Kooperiert die Deutsche Telekom mit Geheimdiensten?", sagte Obermann: "Nein - also Moment, stopp! Wir kooperieren nicht mit ausländischen Geheimdiensten, wir kooperieren im Rahmen des G 10, also der gesetzlichen Grundlagen in Deutschland mit unseren Diensten." Wenn die entsprechenden Rechtsgrundlagen und Formalvoraussetzungen gegeben seien, "dann müssen wir und sollten wir auch kooperieren."

"Tempora? Wo soll das passiert sein?"

Darüber, dass sich der britische Geheimdienst GCHQ über das Programm Tempora Zugang zu Daten aus dem Seekabel TAT-14 verschafft, das die Telekom mitbetreibt, gab sich Obermann uninformiert. Über das Seekabel, das Nordamerika mit Europa verbindet, läuft ein großer Teil der deutschen Überseekommunikation.

"Wo soll das geschehen sein?", sagte Obermann, auf den Skandal angesprochen. Er könne nur über Bereiche etwas sagen, die die Telekom kontrolliert und über die sie die physische Hoheit habe und die sie managen könne. "Und da sind mir keine Zugriffe bekannt", erklärte er.


dura 18. Jul 2013

Öhm, das ist aber nicht die Regel. In Abteilungen der T-Systems und der Konzernzentrale...

developer 09. Jul 2013

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Mail-Adressen-bei-T-Online-lassen-sich-kapern...

Kabelsalat 09. Jul 2013

Der kann doch inzwischen sowieso äußern was er will, er hat die Telekom die letzten Jahre...

SaSi 09. Jul 2013

wären viele Probleme gelöst? einfach für alles eine hystorie in das dokument oder E-mail...

Nebucatnetzer 08. Jul 2013

Das kommt mir iwie sehr bekannt vor.

Kommentieren



Anzeige

  1. Entwickler (m/w)
    Reply GmbH & Co. KG, Düsseldorf, Gütersloh und München
  2. Anwendungs- / Softwareberater/in Business Intelligence (BI)
    Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  3. C-Experten als Software-Entwickler (m/w)
    MVTec Software GmbH, München
  4. IT-Ingenieurinnen/IT-Ingenie- ure
    Landeshauptstadt München, München

 

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. TV-Serien auf Blu-ray bis zu 40% reduziert
    (u. a. Banshee S. 1 14,90€, Da Vincis Demons S. 1 12,97€, Shameless S. 2 18,97€)
  2. NUR BIS SONNTAG: Band of Brothers - Box Set [Blu-ray]
    17,97€
  3. VORBESTELLBAR: Jurassic World - Steelbook [Blu-ray] [Limited Edition]
    26,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Die Woche im Video

    Apple Music gestartet, Netzneutralität bedroht, NSA geleakt

  2. Internet.org

    Mark Zuckerberg will Daten per Laser auf die Erde übertragen

  3. TLC-Flash

    Samsung plant SSDs mit 2 und 4 TByte

  4. Liske

    Bitkom schließt Vorstandsmitglied im Streit aus

  5. Surfen im Ausland

    Apple SIM in Deutschland erhältlich

  6. Haushaltshilfe

    Rockets Helpling kauft Hassle.com

  7. Zynq Ultra Scale Plus

    Xilinx lässt erste 16-nm-Chips fertigen

  8. Apple

    iOS 8.4 soll Akku stärker belasten

  9. Soziale Netzwerke

    Reddit-Moderatoren streiken gegen Entlassung

  10. Worldwide Telescope

    Microsoft legt virtuellen Weltraum offen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Intel Compute Stick im Test: Der mit dem Lüfter streamt
Intel Compute Stick im Test
Der mit dem Lüfter streamt
  1. Management Intel-Präsidentin tritt zurück und Mobile-Chef muss gehen
  2. FPGAs Intel wird Kauf von Altera heute ankündigen
  3. FPGAs Intel will FPGA-Experten Altera doch noch kaufen

Hanson Robotics: Technik, die dir zuzwinkert
Hanson Robotics
Technik, die dir zuzwinkert
  1. VW Tödlicher Arbeitsunfall mit einem Roboter
  2. Biomimetik Gepanzerter Roboter kriecht durch Ritzen wie eine Kakerlake
  3. Darpa Robotics Challenge Hubo ist der beste Roboter für den Katastrophenfall

Batman Arkham Knight im Test: Es ist kompliziert ...
Batman Arkham Knight im Test
Es ist kompliziert ...
  1. Arkham Knight Erster PC-Patch für Batman
  2. Technische Probleme Batman Arkham Knight nicht mehr auf Steam erhältlich

  1. Re: Zu leise ...

    Ach | 10:22

  2. DLR hat das auch schon gemacht

    georg l | 10:19

  3. Re: Stramplerkarte und Pedale?

    Lasse Bierstrom | 10:18

  4. Re: Ein Jahr kostenlos?

    violator | 10:15

  5. Re: Die batman Spiele sind einfach super

    Zeitvertreib | 10:02


  1. 09:33

  2. 16:52

  3. 16:29

  4. 16:25

  5. 15:52

  6. 14:39

  7. 14:35

  8. 14:25


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel