Abo
  • Services:
Anzeige
NSA-Affäre: Bundesregierung beendet Vertrag mit Verizon
(Bild: Tobias Schwarz/Reuters)

NSA-Affäre: Bundesregierung beendet Vertrag mit Verizon

Nach Medienberichten über eine Internetversorgung im Bundestag durch Verizon aus den USA hat die Bundesregierung reagiert. Der Vertrag mit dem US-Telekommunikationskonzern für das IVBV/BVN werde wegen NSA-Verbindungen gekündigt, so die Bundesregierung.

Anzeige

Die Bundesregierung hat ihren Vertrag mit dem US-Telekommunikationskonzern Verizon für die Internetversorgung beendet. Das gab das Bundesinnenministerium am 26. Juni 2014 bekannt. Grund seien die Bedrohung durch Trojaner und "die im Zuge der NSA-Affäre aufgezeigten Beziehungen von fremden Nachrichtendiensten und Firmen".

Den IP-Adressen zufolge gingen einige Internet-Anschlüsse im Bundestag offenbar über die Verizon-Tochter MCI Communications Services, hatte Netzpolitik.org unter Berufung auf den Journalisten Daniel Lücking berichtet. Aus den Unterlagen Edward Snowdens und einem Bericht des Wall Street Journal geht hervor, dass Daten bei Verizon von der NSA abgegriffen werden. Für diesen Zugang, der ohne Durchsuchungsbefehl möglich ist, zahlt die NSA demnach.

Laut Bundesinnenministerium läuft die Regierungskommunikation im Wesentlichen über die beiden Netzinfrastrukturen IVBB (Informationsverbund Berlin-Bonn) und IVBV/BVN (Informationsverbund der Bundesverwaltung/Bundesverwaltungsnetz) sowie das Bund-Länder-Verbindungsnetz (Deutschland-Online-Infrastruktur - DOI). Die Netzdienstleistung für den für die Kommunikation der Ministerien verwendeten IVBB wird durch die Deutsche Telekom bereitgestellt.

Für die Kommunikation der Abgeordneten untereinander, mit Ministerien, dem Bundesverfassungsgericht oder obersten Behörden wie der Bundesbank wird das Netz des Bundes genutzt, das die Regierungsnetze IVBB und IVBV/BVN in einer gemeinsamen Netzinfrastruktur zusammenfasst.

Ziel sei es, über eine Infrastruktur mit erhöhtem Sicherheitsniveau zu verfügen, auf die die drei vom Bundesinnenministerium verantworteten Netze vollständig überführt werden sollen. "Diese Infrastruktur soll einheitlich durch einen Partner bereitgestellt werden, bei dem auch Krisenregelungen und Eingriffsmöglichkeiten durch den Bund bestehen", erklärte das Ministerium.

Der bisher durch Verizon gehaltene Vertrag über IVBV/BVN sei im Jahr 2010 "angepasst worden". Verizon sei darüber informiert worden, dass die Bundesregierung die Leistungen aus dem Vertrag schrittweise nicht mehr in Anspruch nehmen werde.

"Die Mitteilung an Verizon, dass es nicht weitergeht, datiert vom 23. Juni 2014", sagte ein Sprecher des Bundesministeriums Golem.de auf Anfrage.


eye home zur Startseite
azeu 27. Jun 2014

Ein Staat der sich über die Gesetze anderer Staaten hinwegsetzt ist für mich schon eine...

mushid0 26. Jun 2014

das ging ja schnell. wieso ist sofort die telekom als neuer anbieter genannt worden? muss...

quadronom 26. Jun 2014

Ja natürlich. In welcher Zeit und Welt lebst du denn? Knallharte Fakten sind doch soooo...

c3rl 26. Jun 2014

Ich dachte, Edward Snowden solle endlich die originalen Dokumente vorlegen und sich nicht...

Sharkuu 26. Jun 2014

dann hattest du noch mit sehr wenigen technikern / supportern zu tuen. z.b zertifizierter...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Pixelgenau Consulting GmbH, Frankfurt am Main
  2. Planet Sports GmbH, München
  3. Zürich Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Bonn
  4. ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. KG, München


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 139,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 149,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. 22,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Hello Games

    No Man's Sky braucht kein Plus und keine Superformel

  2. Master Key

    Hacker gelangen per Reverse Engineering an Gepäckschlüssel

  3. 3D-Druck

    Polizei will Smartphone mit nachgemachtem Finger entsperren

  4. Modesetting

    Debian und Ubuntu verzichten auf Intels X11-Treiber

  5. Elementary OS Loki im Test

    Hübsch und einfach kann auch kompliziert sein

  6. Mobilfunkausrüster

    Ericsson feuert seinen Konzernchef

  7. Neuer Algorithmus

    Google verkleinert App-Downloads aus dem Play Store

  8. Brennstoffzelle

    Hazer will Wasserstoff günstiger machen

  9. Netze

    Huawei steigert Umsatz stark

  10. Gears of War 4

    Erstes PC-Spiel unterstützt dynamische Render-Auflösung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Axon 7 vs Oneplus Three im Test: 7 ist besser als 1+3
Axon 7 vs Oneplus Three im Test
7 ist besser als 1+3
  1. Axon 7 im Hands on Oneplus bekommt starke Konkurrenz
  2. Axon 7 ZTEs Topsmartphone kommt für 450 Euro nach Deutschland

Besuch beim HAX Accelerator: Made in Shenzhen
Besuch beim HAX Accelerator
Made in Shenzhen
  1. Leistungsschutzrecht Kollateralschäden eines unsinnigen Gesetzes
  2. Surround-Video Nico360 filmt 360-Grad-Videos zwischen Fingerspitzen
  3. Superbook Neues Laptop-Dock für Smartphones soll 100 US-Dollar kosten

Die erste Ransomware: Der Virus des wunderlichen Dr. Popp
Die erste Ransomware
Der Virus des wunderlichen Dr. Popp
  1. Erpressungstrojaner Locky kann jetzt auch offline
  2. Ransomware Ranscam schickt Dateien unwiederbringlich ins Nirwana
  3. Botnet Necurs kommt zurück und bringt Locky millionenfach mit

  1. Re: Durchschnitt?

    der_wahre_hannes | 15:48

  2. Re: Ist das Spiel so einfach wie gezeigt?

    DieSchlange | 15:48

  3. Re: Der Innenminister hat Recht

    theonlyone | 15:47

  4. Re: Nebelkerzen

    plutoniumsulfat | 15:46

  5. Re: CH4 zu H2 ohne CO2

    Apollo13 | 15:45


  1. 15:58

  2. 15:15

  3. 14:56

  4. 12:32

  5. 12:05

  6. 12:04

  7. 11:33

  8. 11:22


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel