Notfallpatch: Java-Update wegen Exploit-Verbreitung vorgezogen
Zahlreiche Sicherheitslücken werden mit Java 7 Update 13 geschlossen. (Bild: Andreas Donath/Golem.de)

Notfallpatch Java-Update wegen Exploit-Verbreitung vorgezogen

50 Sicherheitsprobleme listet Oracle für Java 7 Update 11, Java 6 Update 38 und ältere Java-Versionen auf. Da sich bereits Exploits im Umlauf befinden, hat Oracle nun mehrere Wochen früher als geplant Updates veröffentlicht. Java-Anwender sollten diese bald installieren.

Anzeige

Oracle hat überraschend einen Notfallpatch für zwei Java-Versionen veröffentlicht. Eigentlich sollte das Sicherheitsupdate erst am 19. Februar 2013 erscheinen. Nachdem allerdings Exploits bereits im Umlauf sind, die sogar Apple dazu zwangen, Java 7 Update 11 grundsätzlich abzuschalten, hat sich Oracle dazu entschieden, den Patch fast drei Wochen vorher herauszubringen.

Java 7 Update 13 beseitigt mehr als zwei Dutzend Sicherheitsprobleme, die von Oracle mit zehn Punkten bewertet werden, der Höchstpunktzahl. Sie sind für Anwender, die eine alte Java-Version installiert haben, also besonders gefährlich. Nahezu noch einmal so viele Sicherheitsprobleme haben eine niedrigere Punktwertung bekommen. Insgesamt beseitigt Oracle die stolze Anzahl von 50 Sicherheitsproblemen für die Laufzeitumgebung.

Dass Java 7 Update 11 mehrere Sicherheitsprobleme hat, überrascht nicht. Bereits kurz nach der Veröffentlichung vom Update 11 wurden neue Exploits unter Kriminellen gehandelt. Kurz darauf wurde bekannt, dass die Version mindestens zwei Sicherheitsprobleme hat, die es erlauben, einen Rechner zu übernehmen. Dabei hatte Oracle mit dem Update 11 bereits einen Zero-Day-Exploit vor zwei Wochen unschädlich gemacht. Wer sich wundert, wo das Update 12 bleibt, sollte wissen, dass Oracle eigentlich Pläne für eine Version 8 hatte, die erst kürzlich in Preview 12 umbenannt wurde. Möglicherweise werden diese Neuerungen nun als Version 14 später nachgereicht, da zahlreiche Versionsnummern für Sicherheitspatches gebraucht wurden.

Java ist eine beliebte Plattform für Angreifer geworden. Dieses Problems ist sich Oracle mittlerweile bewusst. In einer Telefonkonferenz gab die Firma vor wenigen Tagen zu: 'Wir müssen Java fixen.' Das jetzt vorgezogene Update zeigt, dass es der Firma damit ernst ist und die eigenen langfristigen Pläne dafür verändert wurden.

Oracle hat nicht nur Java 7 aktualisiert. Auch Java 6 bekam ein Update auf die Version 39. Sowohl Java 7 als auch Java 6 stehen zum Download bereit. Für Java 6 dürfte es das letzte Update sein. Die Version wird diesen Monat offiziell als End of Life eingestuft. Wer Java 7 oder Java 6 für Webanwendungen braucht, sollte schleunigst die alten Versionen ersetzen, wie Oracle empfiehlt. Zahlreiche Sicherheitsprobleme, die nun behoben wurden, betreffen übrigens auch Java 4 und 5. Diese alten Versionen sollten nicht mehr für Webanwendungen eingesetzt werden.


chrulri 04. Feb 2013

Nutz entweder eine andere JVM oder entfern deinem Vater die Adminrechte, da er scheinbar...

Knarzling 03. Feb 2013

Wenn ich wirklich Java benoetige, starte ich die Jar ueber dieses portable App - bei mir...

robinx999 03. Feb 2013

Die Webseite listet noch ein paar andere Dinge auf: http://de.libreoffice.org/hilfe...

msdong71 03. Feb 2013

Also gewöhnlich geht man nach Java.com klickt auf den get Java Knopf, wählt alle...

Th3Dan 03. Feb 2013

http://u-hacks.net/security-177/warnung-kinox-verteilt-java-drive-schadsoftware-15362...

Kommentieren


Giga Tags / 02. Feb 2013

#Netznews im Überblick – Teil 5



Anzeige

  1. Mitarbeiter/in Hotline
    SOMACOS GmbH & Co. KG, Dresden
  2. Spezialist (m/w) für klinische Postprocessing Applikationen und Algorithmen
    Siemens AG, Forchheim
  3. Produktmanager (m/w) für "Analyzer System Manager (ASM)"
    Siemens AG, Karlsruhe
  4. Softwareentwickler / Software-Developer (m/w)
    acar software GmbH, Essen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Android

    Zertifikatskette wird nicht geprüft

  2. Spielemesse

    Gamescom fast ausverkauft

  3. Secusmart

    Blackberry übernimmt Merkel-Handy-Hersteller

  4. NSA-Affäre

    Bundesjustizminister wegen Empfehlung an Snowden kritisiert

  5. Playstation 4

    Firmware-Update ermöglicht 3D-Blu-ray

  6. Terraform

    Infrastruktur über Code verwalten

  7. Test The Last of Us Remastered

    Endzeit in 60 fps

  8. Security

    Antivirenscanner machen Rechner unsicher

  9. Samsung

    Update für Galaxy Note 3 erreicht Geräte in Deutschland

  10. Tracking.js

    Maschinelles Sehen mit Javascript im Browser



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
LG 34UM95 im Test: Ultra-Widescreen-Monitor für 3K-Gaming
LG 34UM95 im Test
Ultra-Widescreen-Monitor für 3K-Gaming
  1. Free-Form Display Sharp zeigt LCD mit kurvigem Rahmen
  2. Eizo Foris FS2434 IPS-Display mit schmalem Rahmen für Spieler
  3. Philips 19DP6QJNS Klappmonitor mit zwei IPS-Displays

Privacy: Unsichtbares Tracking mit Bildern statt Cookies
Privacy
Unsichtbares Tracking mit Bildern statt Cookies
  1. Passenger Name Record Journalist findet seine Kreditkartendaten beim US-Zoll
  2. Android Zurücksetzen löscht Daten nur unvollständig
  3. Privatsphäre Bundesminister verlangt Datenschutz beim vernetzten Auto

PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K: "Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K
"Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
  1. Transformers Ära des Untergangs - gefilmt mit Sensoren im Imax-Format
  2. Intel-Partnerschaft mit Samsung 4K-Monitore sollen unter 400 US-Dollar gedrückt werden
  3. Asus ROG Kleine Gaming-PCs im Konsolendesign mit Desktophardware

    •  / 
    Zum Artikel