Abo
  • Services:
Anzeige
Nokia-Übernahme: Microsoft schnappt sich Designpatente
(Bild: Martti Kainulainen/AFP/Getty Images)

Nokia-Übernahme Microsoft schnappt sich Designpatente

Satte 1,65 Milliarden Euro will Microsoft bei der Übernahme der Mobilgerätesparte von Nokia für Patentlizenzen ausgeben. Es handelt sich aber hauptsächlich um Designpatente.

Anzeige

Mit der geplanten Übernahme von Nokias Sparte "Devices & Services" stockt Microsoft auch sein Patentportfolio auf. Allerdings werden technische Patente von Nokia lizenziert. Microsoft will neben der kompletten Designabteilung der Mobiltelefonsparte auch 8.500 Designpatente übernehmen, außerdem die Rechte an den Markennamen Lumia und Asha. Für zehn Jahre erhält Microsoft das Nutzungsrecht an den Markennamen von Nokias Handys und sogenannten Feature Phones.

Der Besitz der fast 30.000 technischen Patente bleibt demnach bei Nokia. Microsoft zahlt lediglich für eine zehnjährige Nutzung der Patente und erhält zusätzlich eine Option, eine spätere unbegrenzte Nutzung auszuhandeln. Viele behandeln Techniken zur drahtlosen Übertragung sowohl im 3G- als auch im 4G-Bereich. Nokia hat seine Patente bislang recht erfolgreich vor Gericht verteidigt.

NSN-Patente ausgeschlossen

Die Patente aus Nokias Netzwerksparte Nokia Siemens Network bleiben von der geplanten Übernahme ausgeschlossen. Lediglich ein fünfjähriges beidseitiges Preismoratorium wurde vereinbart, das nicht nur die NSN-Patente, sondern das gesamte Patentportfolio betrifft. Nach eigenem Bekunden will Nokia sich jetzt auf die Netzwerksparte konzentrieren, für die die NSN-Patente notwendig sind.

Microsoft übernimmt auch einige Patentabkommen, die Nokia mit Drittherstellern geschlossen hat, darunter mit IBM, Motorola Mobility und Motorola Solutions. Die bereits beschlossenen Vereinbarungen ändern sich für Microsoft nicht. Besonders das Abkommen mit Qualcomm ist dabei hervorzuheben, dessen Patente essenziell im Mobilfunkmarkt sind. Microsoft betont dabei, dass die Übernahme der zusätzlichen Patente und Patentabkommen seine eigenen bisherigen nicht beeinträchtigen wird. Microsofts Lizenznehmer Samsung habe keine zusätzlichen Kosten zu erwarten. Das gelte auch für bisherige Abkommen mit Apple, LG, Nortel, Kodak und andere.

Patentverzicht wegen Bedenken der Wettbewerbshüter?

Der Verzicht auf weitere technische Patente dürfte bei Microsoft aber nicht ganz freiwillig sein. Der Verkauf von Novells Patenten an Microsoft, Apple, Oracle und EMC Anfang 2011 weckte den Argwohn der Kartellwächter. Allerdings handelte es sich dabei um Open-Source-Patente. Die Wettbewerbshüter befürchteten einen massiven Nachteil für Linux und weitere Open-Source-Projekte. Um eine mögliche Marktdominanz zu verhindern, wurde Microsoft auferlegt, seine zuvor von Novell erworbenen Patente an den neuen Eigentümer Attachmate zurückzuverkaufen. Microsoft versucht mit dem jetzt beschlossenen Abkommen möglicherweise, solche Auflagen von vornherein zu vermeiden.


eye home zur Startseite
Lapje 04. Sep 2013

Bei jedem anderen "Blog" würde ich Dir recht geben. Aber wer mit der Aufschrift "IT-News...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. MSH Medien System Haus GmbH & Co. KG, Stuttgart
  2. T-Systems International GmbH, Darmstadt, Mülheim an der Ruhr, München, Saarbrücken, Berlin
  3. TOMRA SYSTEMS GmbH, Langenfeld
  4. Wandres GmbH micro-cleaning, Buchenbach-Wagensteig


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 198,00€
  2. €205,89€ mit Gutscheincode M5IT

Folgen Sie uns
       


  1. Tinker-Board

    Asus bringt Raspberry-Pi-Klon

  2. Privatsphäre

    Verschlüsselter E-Mail-Dienst Lavabit kommt wieder

  3. Potus

    Donald Trump übernimmt präsidiales Twitter-Konto

  4. Funkchips

    Apple klagt gegen Qualcomm

  5. Die Woche im Video

    B/ow the Wh:st/e!

  6. Verbraucherzentrale

    O2-Datenautomatik dürfte vor Bundesgerichtshof gehen

  7. TLS-Zertifikate

    Symantec verpeilt es schon wieder

  8. Werbung

    Vodafone will mit DVB-T-Abschaltung einschüchtern

  9. Zaber Sentry

    Mini-ITX-Gehäuse mit 7 Litern Volumen und für 30-cm-Karten

  10. Weltraumteleskop

    Erosita soll Hinweise auf Dunkle Energie finden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Glasfaser: Nun hängt die Kabel doch endlich auf!
Glasfaser
Nun hängt die Kabel doch endlich auf!
  1. US-Präsident Zuck it, Trump!
  2. Fake News Für Facebook wird es hässlich
  3. Nach Angriff auf Telekom Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so

Western Digital Pidrive im Test: Festplatte am Raspberry Pi leicht gemacht
Western Digital Pidrive im Test
Festplatte am Raspberry Pi leicht gemacht
  1. DACBerry One Soundkarte für Raspberry Pi liefert Töne digital und analog
  2. Sopine A64 Weiterer Bastelrechner im Speicherriegel-Format erscheint
  3. Bootcode Freie Firmware für Raspberry Pi startet Linux-Kernel

Autonomes Fahren: Wenn die Strecke dem Zug ein Telegramm schickt
Autonomes Fahren
Wenn die Strecke dem Zug ein Telegramm schickt
  1. Fahrgastverband "WLAN im Zug funktioniert ordentlich"
  2. Deutsche Bahn WLAN im ICE wird kostenlos
  3. Mobilfunk Telekom baut LTE an Regionalbahnstrecken aus

  1. Re: "Wir bauen mehr Glasfaser als jeder andere...

    bombinho | 04:55

  2. Re: Manipulative Bildauswahl

    frostbitten king | 04:49

  3. Re: Was soll das mit der Auflösung

    FranzBekker | 04:41

  4. Re: Manipulative Bildauswahl

    frostbitten king | 04:38

  5. Re: Veerräter!

    FranzBekker | 04:30


  1. 16:49

  2. 14:09

  3. 12:44

  4. 11:21

  5. 09:02

  6. 19:03

  7. 18:45

  8. 18:27


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel