Nokia Digia kauft den Rest von Qt

Nokia will seine verbleibenden Anteile des Qt-Frameworks an Digia verkaufen. Digia will das Framework künftig auf Android und Windows 8 portieren und übernimmt 125 Entwickler in Oslo und Berlin.

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Digia übernimmt auch die verbleibenden Anteile des Qt-Frameworks von Nokia. Bislang verwaltete Digia lediglich die kommerziellen Lizenzen für das Programmiergerüst für Benutzeroberflächen. Nokia veräußert damit die Entwicklung, die Vergabe von kommerziellen und Open-Source-Lizenzen sowie den Support.

Digia will eigenen Angaben zufolge das Framework zügig weiterentwickeln. Qt soll dabei auf Android, iOS und Windows 8 portiert werden. Die Infrastruktur des Frameworks soll durch die Plattformerweiterung, aber auch durch die Aufstockung der Entwicklungsumgebung für Qt ausgebaut werden. Auch an der Fertigstellung von Qt5 will Digia weiterarbeiten. Der künftige Eigner von Qt appelliert an die Entwickler, weiterhin mit und an Qt zu arbeiten.

125 Mitarbeiter werden übernommen

Insgesamt 125 Entwickler will Digia bei der Übernahme mitnehmen. Sie sollen mehrheitlich aus den Qt-Büros in Oslo in Norwegen und in Berlin-Adlershof übernommen werden. Nokia hatte weitere Qt-Standorte in München, Helsinki und Tampere in Finnland sowie in Peking, China und in Redwood City in Kalifornien. Die Büros in Brisbane, Australien, sind bereits aufgelöst und 50 Mitarbeiter entlassen worden.

An der gegenwärtigen Lizenzierung von Qt soll sich laut dem Unternehmen nichts ändern. Es soll weiterhin sowohl kommerzielle als auch Open-Source-Lizenzen geben.

Dass die Zukunft Qts bei Nokia nach der Koalition mit Microsoft ungewiss ist, war schon länger bekannt. Zahlreiche Qt-Entwickler sehen die Zukunft von Qt ohne Nokia aber weiterhin gelassen. Denn bereits nach der Gründung des Qt-Projekts im Herbst 2011 hatte sich Nokia nach und nach aus der Entwicklung zurückgezogen und externen Entwicklern und Firmen die Möglichkeit gegeben, Code beizutragen. Firmen wie RIM oder Adobe nutzen Qt bereits.


xeniac.at 13. Aug 2012

Verwenden wir die klassische Methode um dem DAU (Zitat) seinen Fehler zu erklären...

Amüsierter Leser 09. Aug 2012

Das könnte auch daran liegen, dass Golem nicht zu viele News für Entwickler macht. ;-)

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