Anzeige
Apple-Chef Tim Cook bei der Vorstellung von Apple Pay
Apple-Chef Tim Cook bei der Vorstellung von Apple Pay (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

NFC: Apple Pay könnte sich auszahlen

Hat die Geldbörse ausgedient? Wenn es nach Apple ginge, bräuchten zumindest iPhone-Besitzer künftig weder Bargeld noch Kreditkarten zum Einkaufen. Mit Apple Pay will das Unternehmen sein Smartphone zum Portemonnaie machen - mit Aussicht auf Erfolg.

Anzeige

Es gibt bereits eine Vielzahl mobiler Zahlungsdienste (Mobile Payment). Eines der Systeme ist NFC (Near Field Communication), das weltweit zum Einsatz kommt und kontaktlose Zahlungen ermöglicht. Bisher brachte NFC dem Mobile Payment nicht den erwünschten Erfolg. Das könnte sich jetzt ändern: mit Apples Zahlungsdienst Apple Pay.

Denn Apple Pay ist nicht nur ein mobiles Bezahlverfahren, sondern ein Ökosystem. Es ist nicht auf den stationären Handel beschränkt, sondern kann auch für Zahlungen im E-Commerce genutzt werden. Nutzer von Apple Pay können überall - online und offline - mit dem iPhone 6 bezahlen.

Außerdem gibt es bei Apple Pay keine aufwendige Registrierung. Ein iTunes-Konto reicht aus. Davon gibt es mehr, als es Paypal-Konten gibt: 800 Millionen iTunes-Nutzer können theoretisch von Anfang an mit dem iPhone 6 an über 220.000 Kassenterminals in den USA bezahlen.

Zwei wesentliche Faktoren sprechen für den Erfolg von Apple Pay: die Anzahl der Nutzer, die vom Start weg den Dienst nutzen können, und die nahtlose Integration in das iPhone.

NFC: Bisher ein mühsames Verfahren

Dabei setzt Apple auf die Funktechnik NFC, mit der über kurze Distanzen Daten kontaktlos ausgetauscht werden. Damit der Zahlungsvorgang über NFC abgewickelt werden kann, muss auch das EC- oder Kreditkartenterminal mit NFC ausgestattet sein. Für den Händler spielt es dann keine Rolle, ob ein Kunde mit EC-Karte, Kreditkarte oder kontaktlos mit dem Smartphone über NFC bezahlt. Der Prozess an der Kasse ist der gleiche, und den Rest übernimmt das Terminal.

Damit ein Kunde zum Beispiel mit einem Android-Smartphone an der Kasse zahlen konnte, mussten bisher große Hürden genommen werden. Eine aufwendige Registrierung bei einem Zahlungsanbieter war nötig. Zudem waren nur bestimmte Geräte für die NFC-Zahlung geeignet, und bei diesen musste zunächst die SIM-Karte ausgetauscht werden, da in der Regel die Zahlungsanbieter das für die Bezahlung notwendige Secure Element auf die SIM-Karte legen. Mit dem Austausch der SIM-Karte beziehungsweise Registrierung bei einem der Zahlungsanbieter wurde gleichzeitig eine neue Kreditkarte ausgegeben, meist im Prepaid-Verfahren. Wer sich bis zum Schluss durch diesen Prozess gequält hatte, musste den erstellten Account schließlich noch befüllen oder aufladen.

Für das iPhone gab es bisher kein NFC-basiertes Konzept, hier musste der Kunde sich einen NFC-Aufkleber auf das Gerät kleben, eine kontaktlose-Mini-Kreditkarte, die nichts mit dem Smartphone zu tun hatte.

Secure Element direkt verbaut

Apple nutzt mit der Einführung von NFC beim iPhone 6 und beim Phone 6 Plus nun ebenfalls das Secure Element. Es spielt beim Bezahlen über NFC eine wesentliche Rolle, denn in diesem geschützten Speicherbereich werden alle für die Bezahlung notwendigen Daten hinterlegt, wie zum Beispiel Teile der Kreditkarteninformationen. Das auch bei Apple Pay notwendige Secure Element liegt jedoch nicht auf der SIM-Karte, sondern ist direkt im iPhone 6 verbaut.

Eine Besonderheit liegt darin, wie Apple Pay konzipiert ist. Apple virtualisiert die vorhandene Kreditkarte und macht diese über das iPhone kontaktlos. Damit ist Apple Pay die technische Schnittstelle und Plattform zwischen der Kreditkarte und dem Händler. Dazu arbeitet Apple direkt mit Visa, Mastercard und American Express zusammen.

Apple setzt auf Datenschutz 

eye home zur Startseite
Muaddib 24. Sep 2014

Na ja, ich kenne persönlich immer mehr "Rückwechsler", also Leute, die von iPhone auf ein...

Lala Satalin... 13. Sep 2014

Ja. Hoffen wir mal, dass das auch alles sicher funktioniert und nicht einfach wieder ein...

9Z3R06 12. Sep 2014

Das hat mich jetzt auch mal interessiert, da ich auch ein Windows Phone besitze, der...

Marentis 12. Sep 2014

Steh wenigstens dazu, wenn Deine ursprüngliche Aussage nicht stimmt. Du hast dort...

Peter Brülls 12. Sep 2014

Was ich im Ausland direkt kaufe, gibt es hier einfach gar nicht. Oder eben nur über...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Architect Vernetzte Dienste (m/w)
    T-Systems on site services GmbH, München, Gaimersheim
  2. Ingenieur Verfahrenstechnik / Wirtschaftsingenieur / Mathematiker (m/w)
    Raffinerie Heide GmbH, Hemmingstedt
  3. Frontend-Entwickler (m/w) E-Commerce
    LIDL Stiftung & Co. KG, Neckarsulm oder Berlin
  4. IT Project Manager Microsoft SharePoint (m/w)
    Infoman AG, Stuttgart

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Axanar

    Paramount/CBS erlaubt Star-Trek-Fanfilme

  2. FTTH/FTTB

    Oberirdische Glasfaser spart 85 Prozent der Kosten

  3. Botnet

    Necurs kommt zurück und bringt Locky millionenfach mit

  4. Google

    Livestreaming direkt aus der Youtube-App

  5. Autonome Autos

    Fahrer wollen vor allem ihr eigenes Leben schützen

  6. Boston Dynamics

    Spot Mini, die Roboraffe

  7. Datenrate

    Tele Columbus versorgt fast 840.000 Haushalte mit 400 MBit/s

  8. Supercomputer

    China und Japan setzen auf ARM-Kerne für kommende Systeme

  9. Patent

    Die springenden Icons von Apple

  10. Counter-Strike

    Klage gegen Wetten mit Waffen-Skins



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
E-Mail-Verschlüsselung: EU-Kommission hat Angst vor verschlüsseltem Spam
E-Mail-Verschlüsselung
EU-Kommission hat Angst vor verschlüsseltem Spam
  1. Netflix und Co. EU schafft Geoblocking ein bisschen ab
  2. Android FTC weitet Ermittlungen gegen Google aus
  3. Pay-TV Paramount gibt im Streit um Geoblocking nach

Rust: Ist die neue Programmiersprache besser?
Rust
Ist die neue Programmiersprache besser?
  1. Oracle-Anwältin nach Niederlage "Google hat die GPL getötet"
  2. Java-Rechtsstreit Oracle verliert gegen Google
  3. Oracle vs. Google Wie man Geschworene am besten verwirrt

Telefonabzocke: Dirty Harry erklärt mein Windows für kaputt
Telefonabzocke
Dirty Harry erklärt mein Windows für kaputt
  1. Security Ransomware-Bosse verdienen 90.000 US-Dollar pro Jahr
  2. Security-Studie Mit Schokolade zum Passwort
  3. Festnahme und Razzien Koordinierte Aktion gegen Cybercrime

  1. Re: Ist doch korrekt

    M.Kessel | 02:45

  2. Re: Okay, morgen gehts los, 2019 sind wir fertig...

    jacki | 02:44

  3. Re: nein Danke

    M.Kessel | 02:32

  4. Re: Whitelisting ist nicht verboten

    M.Kessel | 02:25

  5. Re: Wieso schaffen es andere?

    glasen77 | 02:17


  1. 17:47

  2. 17:01

  3. 16:46

  4. 15:51

  5. 15:48

  6. 15:40

  7. 14:58

  8. 14:31


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel