Nexus 4 im Test: Schickes Smartphone, schwacher Akku
Googles Nexus 4 ist diesmal von LG. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)

Kräftige Kerne und schwacher Akku

Anzeige

Die Krait-Kerne von Qualcomm sind eine eigene Erweiterung des Cortex-A9 von ARM. Sie arbeiten beispielsweise mit elf statt acht Pipeline-Stufen und haben einen L0-Cache, der dem A9 fehlt. Der Quadcore-Variante des Snapdragon S4 hat Qualcomm außerdem 2 MByte L2-Cache spendiert, das Cortex-A9 hat nur 1 MByte. Die Krait-CPUs werden in der 28-Nanometer-Technik gefertigt. Insgesamt sollen die Krait-Kerne damit eine höhere Leistung bringen als herkömmliche Cortex-A9-Kerne.

Das zeigen auch unsere Benchmarks mit Geekbench. Mit einem Durchschnittswert von 2.009 Punkten liegt das Nexus 4 weit vor dem iPhone 5 mit 1.645 und dem HTC One X Plus mit durchschnittlich 1.551 Punkten.

Schlechte Akkulaufzeit

Allerdings nehmen die Krait-Kerne auch mehr Leistung auf. Ein Akku-Laufzeittest mit der Applikation Antutu-Tester bei voller Last aller vier Kerne ergab eine Betriebsdauer von etwa 1,5 Stunden. Zum Vergleich: Das HTC One X Plus mit seinem Tegra-3-SoC mit vier Kernen und einem Akku mit der gleichen Nennladung hielt bei dem Test 2,5 Stunden durch. Außerdem bemerkten wir eine deutliche, aber nicht unangenehme Wärmeentwicklung auf der rückseitigen Glasabdeckung des Nexus 4. Die Temperaturmessung im Antutu-Tester zeigt bisweilen über 60 Grad Celsius an.

Weitere Tests ergaben, dass die Laufzeit des Nexus 4 bei intensiver Nutzung unterdurchschnittlich ist. Mit aktivem WLAN und UMTS sowie maximaler Bildschirmhelligkeit und aktiven E-Mail-, Facebook und Twitter-Accounts sank die Ladung des Akkus bereits nach etwa 1,5 Stunden um ein Drittel. Die Herstellerangaben, wonach die Sprechzeit bei mehr als 15 Stunden liegt, dürfen demnach angezweifelt werden, auch wenn der Bildschirm abgedunkelt wird. Um diesen Wert annähernd zu erreichen, müsste das Smartphone im reinen GSM-Betrieb laufen, was im Alltag unrealistisch ist.

Kaum Energiesparoptionen

Jelly Bean hat auch in Version 4.2 kaum Einstellungen zur Begrenzung des Energieverbrauchs, etwa zur Drosselung der CPUs, wie sie beispielsweise Samsung mit seinen Touchwiz-Erweiterungen bietet. Immerhin kann der Bildschirm abgedunkelt werden und damit auch die Hardware, die im Normalbetrieb die höchste Leistung aufnimmt. Darüber hinaus bleibt dem Anwender nur noch die Option, einzelne Netzwerkmodule auszuschalten. Wer also die durchaus gute Grafikleistung des Nexus 4 zum Spielen nutzen will, sollte das neben einer Steckdose tun.

Als GPU kommt nämlich ein Adreno 320 zum Einsatz, der für eine fast durchweg flüssige Bedienung und ruckelfreie Darstellung auf dem 4,7-Zoll-Bildschirm sorgt. Selbst grafiklastige 3D-Spiele laufen flüssig. Die Auflösung beträgt 1.280 x 768 Bildpunkte, die Pixeldichte beträgt etwa 320 dpi. Die Navigationstasten sind als Softwaretasten umgesetzt und nehmen einen Teil des Bildschirms auf. Die Farben auf dem IPS-Display wirken im Vergleich zum Galaxy Nexus natürlicher, sind aber flau und kontrastarm und vor allem dunkler als beim iPhone 5. Verändert sich der Blickwinkel auf das Gerät, lässt sich zumindest bei Grautönen eine leichte Invertierung erkennen. Die Messungen in GLBenchmarks Egypt HD sind mit 35 fps deutlich über dem Durchschnitt. Das HTC One X Plus mit dem aktuellen Tegra-3-SoC schaffte nur die Hälfte.

WLAN im 5-GHz-Bereich

Ein Einschub an der linken Längsseite nimmt eine Micro-SIM-Karte auf. Das Smartphone verbindet sich über Quadband-GSM und mit den UMTS-Frequenzen 850/900/1.700/1.900/2.100 MHz. Ein LTE-Modul gibt es nicht. WLAN beherrscht das Nexus 4 nach 802.11 b/g/n und a/n. Googles Angaben zu den Spezifikationen stimmen nicht ganz, denn das Smartphone funkt auch im 5-GHz-Bereich. Bluetooth beherrscht das Nexus 4 in Version 4.0. Ein NFC- und ein GPS-Modul sind ebenfalls vorhanden.

 Nexus 4 im Test: Schickes Smartphone, schwacher AkkuNoch mehr Geleebohnen 

DerSucher 31. Okt 2013

Wenn Google schon eigene "Referenz-Handys" anbietet, dann doch wohl mal aus der eigenen...

Anonymer Nutzer 19. Nov 2012

verwaschene farben, schlechte akkulaufzeit, verhältnismässig schwer, kein wort über...

kabauterman 19. Nov 2012

Achtung Gefährliches Halbwissen! Der LTE-Chip ist nur verbaut weil wohl das selbe Board...

Ben Dover 17. Nov 2012

Die haben ja auch nur auf fullspeed getestet und keine normale Nutzung. Und wie ist der...

ocm 16. Nov 2012

Du willst es doch eh nicht kaufen, so what??

Kommentieren


Antary / 10. Nov 2012

Nexus 4 Review Roundup



Anzeige

  1. Entwicklungsingenieur/-in für Software Qualitätssicherung
    Ford-Werke GmbH, Köln
  2. (Junior) Softwareentwickler/-in .NET
    FORUM MEDIA GROUP GMBH, Merching
  3. Softwareentwickler (m/w)
    Elanders Germany GmbH, Waiblingen
  4. Web Entwickler/in Java/C#
    comspace GmbH & Co. KG, Bielefeld

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Probleme mit der Haltbarkeit

    Wearables gehen zu schnell kaputt

  2. Nachfolger von Brendan Eich

    Chris Beard ist neuer Mozilla-Chef

  3. E-Plus

    Berliner U-Bahn bis Jahresende mit UMTS und LTE ausgerüstet

  4. 100 MBit/s

    Telekom will 38.000 Kabelverzweiger für Vectoring

  5. Regierungsrazzia

    Chinesische Büros von Microsoft durchsucht

  6. Sebastian Kügler

    Pläne für Wayland-Unterstützung in KDE Plasma 5

  7. Dieselstörmers

    Modemarke gegen Actionspiel

  8. Wearable

    Swatch will eigene Smartwatch bauen

  9. DPT Board

    Selbstbau-WLAN-Modul mit OpenWRT für 35 US-Dollar

  10. Telltale Games

    The Walking Dead geht in die dritte Adventure-Staffel



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Samsung Galaxy Tab S im Test: Flaches, poppig buntes Leichtgewicht
Samsung Galaxy Tab S im Test
Flaches, poppig buntes Leichtgewicht
  1. Samsung Neue Galaxy Tabs ab 200 Euro erhältlich

IMHO: Share Economy regulieren, nicht verbieten
IMHO
Share Economy regulieren, nicht verbieten
  1. NSA-Affäre Macht euch wichtig!
  2. IMHO Und wir sind selber schuld!
  3. Head Mounted Display Valve zeigt neue Version seiner VR-Brille

Oneplus One im Test: Unerreichbar gut
Oneplus One im Test
Unerreichbar gut
  1. Oneplus One Eigenes ROM mit Stock Android 4.4.4 vorgestellt
  2. Oneplus One-Update macht verkürzte Akkulaufzeit rückgängig
  3. Oneplus One könnte ab dem dritten Quartal vorbestellbar sein

    •  / 
    Zum Artikel