Abo
  • Services:
Anzeige
Proband mit Neurolife-System: Hinrnsignale sollen künftig drahtlos übertragen werden.
Proband mit Neurolife-System: Hinrnsignale sollen künftig drahtlos übertragen werden. (Bild: Ohio State University/Batelle)

Neurolife: Querschnittsgelähmter kann wieder greifen

Er spielt Guitar Hero, obwohl er seine Hände nicht bewegen kann. Ein spezielles System ermöglicht es einem querschnittsgelähmten US-Bürger, dennoch zu greifen.

Die Finger zu bewegen ist für Ian Burkhart ein großer Fortschritt: Er ist querschnittsgelähmt. Mit Hilfe eines Computers kann er seine Hand und seine Finger wieder benutzen: Er kann ein Glas füllen, einen Löffel greifen und damit umrühren und für ein Computerspiel ähnlich wie Guitar Hero auf der Gitarre spielen.

Um das zu ermöglichen, überbrücken Forscher der Universität von Ohio in Columbus die Verletzung in Burkharts Rückenmark: Sie nehmen die Signale im Bewegungszentrum seines Gehirns, dem Motorcortex, ab und leiten sie an die Muskeln weiter. Neurolife heißt das System, das von dem US-Unternehmen Battelle entwickelt wurde.

Anzeige

Der Computer entschlüsselt Hirnsignale

Dazu wurde Burkhart zunächst eine Anordnung aus Mikroelektroden implantiert, die die Ströme des Motorcortex erfassen. Die Daten werden an einen Computer weitergeleitet, der sie entschlüsselt und in Signale für die Unterarmmuskulatur wandelt. Am Unterarm trägt Burkhart ein Armband mit 130 Elektroden, über die die Muskeln stimuliert werden.

Es sei ihre Wissens nach das erste Mal, dass Muskeln durch Signale gesteuert werden, die im Cortex abgenommen werden, schreiben die Forscher aus Ohio in der Fachzeitschrift Nature. Das System ermögliche isolierte Fingerbewegungen, der Proband könne sechs verschiedene Bewegungen von Handgelenk und Hand kontrollieren. "Außerdem konnte er mit dem System funktionale Aufgaben des täglichen Lebens erledigen."

Die Auflösung muss verbessert werden

Bis Burkhart greifen konnte, musste er stundenlang trainieren. Jetzt hofft er, die volle Funktion seiner beiden Hände wiederzuerlangen. Seine Bewegungen sind derzeit aber noch nicht so flüssig wie natürliche Bewegungen. Das liegt auch an der Auflösung der Elektrode im Gehirn, die nur die Signale von wenigen Hundert Nervenzellen erfasst. Fortschritte in der Technik sollen hier in Zukunft Verbesserungen bringen.

Burkharts Fortschritt freue sie, sagte Ali Rezai, der Neurochirurg, der dem Probanden den Chip implantierte. Richtig alltagstauglich ist das System jedoch noch nicht: Es benötigt einen großen, leistungsfähigen Computer, der die Hirnsignale entschlüsselt. Proband und Computer sind mit diversen Kabeln verbunden. Das soll sich ändern: Er hoffe, dass Battelle Neurolife so weiterentwickele, dass die Signale aus dem Gehirn drahtlos übertragen werden.


eye home zur Startseite
Mithrandir 17. Apr 2016

Nein, in diesem Fall handelt es sich um einen realen Angriffsvektor, den man im...

der_wahre_hannes 15. Apr 2016

Gegenbeweis: Ich wäre beim Bäcker nur komisch angeschaut, wenn ich Wecken, Semmel oder...

TrollNo1 15. Apr 2016

Zumindest im eigenen Zuhause kann man per WLAN ordentlich Bandbreite zur Verfügung...

Moe479 14. Apr 2016

erst einmal schön, dass der mensch wieder an lebensqualität gewonnen hat. aber wenn...

Menplant 14. Apr 2016

this "Mindgames" gibt es schon eine ganze Weile. Das älteste was mir in den Sinn kommt...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Pixelpark Bielefeld GmbH, verschiedene Standorte
  2. Paul events GmbH, Holzgerlingen
  3. T-Systems International GmbH, Wolfsburg
  4. B/E Aerospace Fischer GmbH, Landshut


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (täglich neue Deals)
  2. bei Caseking

Folgen Sie uns
       


  1. Fabric

    Google kauft Twitters App-Werkzeuge mit Milliarden Nutzern

  2. D-Link

    Büro-Switch mit PoE-Passthrough - aber wenig Anschlüssen

  3. Flash und Reader

    Adobe liefert XSS-Lücke als Sicherheitsupdate

  4. GW4 und Mont-Blanc-Projekt

    In Europa entstehen zwei ARM-Supercomputer

  5. Kabelnetz

    Vodafone stellt Bayern auf 1 GBit/s um

  6. Freies Wissen

    Mozilla bekommt neues Logo mit Nerd-Faktor

  7. Android

    Google-App liefert Suchergebnisse bei schlechter Verbindung

  8. Arms angespielt

    Besser boxen ohne echte Arme

  9. Anschlüsse

    Wi-Fi im Nahverkehr wichtiger als im ICE

  10. NSA-Ausschuss

    SPD empört über "Schweigekartell" der US-Konzerne



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nintendo Switch im Hands on: Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
Nintendo Switch im Hands on
Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
  1. Nintendo Switch Eltern bekommen totale Kontrolle per App
  2. Nintendo Switch erscheint am 3. März
  3. Nintendo Switch Drei Stunden Mobilnutzung und 32 GByte interner Speicher

Autonomes Fahren: Laserscanner für den Massenmarkt kommen
Autonomes Fahren
Laserscanner für den Massenmarkt kommen
  1. BMW Autonome Autos sollen mehr miteinander quatschen
  2. Nissan Leaf Autonome Elektroautos rollen ab Februar auf Londons Straßen
  3. Autonomes Fahren Neodriven fährt autonom wie Geohot

Reverse Engineering: Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button
Reverse Engineering
Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button

  1. Re: Welch ein Glück

    schily | 15:57

  2. Re: das muss man allerdings vervollständigen

    bjs | 15:57

  3. Re: Vorprogrammierter Ladenhüter

    Trollversteher | 15:57

  4. Re: Ein vom Provider gemanagter Router hat mehr...

    ohinrichs | 15:55

  5. Re: Ausgerechnet im Winter?

    David64Bit | 15:52


  1. 15:57

  2. 15:31

  3. 15:21

  4. 15:02

  5. 14:47

  6. 14:38

  7. 14:18

  8. 14:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel