Abo
  • Services:
Anzeige
Der neue GCHQ-Direktor Robert Hannigan
Der neue GCHQ-Direktor Robert Hannigan (Bild: gchq.gov.uk)

Neuer GCHQ-Chef: "IT-Konzerne sind Kommandonetzwerke für Terroristen"

Der neue GCHQ-Direktor Robert Hannigan
Der neue GCHQ-Direktor Robert Hannigan (Bild: gchq.gov.uk)

Der neue Chef des britischen Geheimdienstes GCHQ greift die amerikanischen IT-Konzerne scharf an. Um Terrorismus bekämpfen zu können, müssten sie Ermittlern besseren Zugang erlauben.

Anzeige

Der neue Direktor des britischen Geheimdienstes GCHQ, Robert Hannigan, fordert einen besseren Zugang zu den Daten der großen IT-Konzerne. In einem Gastbeitrag für die Financial Times kritisierte Hannigan die "größten US-Technologiefirmen" scharf: "Ihre Dienste beherbergen zunehmend nicht nur gewalttätigen Extremismus und Kindesmissbrauch, sondern sind auch Wege, um Kriminalität und Terrorismus zu erleichtern." Die Firmen seien zum "Kommandonetzwerk der Wahl" für Terroristen geworden, "die die Dienste ebenso umwälzend finden wie wir selbst", schrieb Hannigan. Wenn die Firmen diese Herausforderung annehmen wollten, müsse ein besserer Zugang von Geheimdiensten und Ermittlern zu deren Daten vereinbart werden.

Seit Beginn der Enthüllungen von US-Whistleblower Edward Snowden haben US-Firmen wie Google, Microsoft, Yahoo und Apple ihre Bemühungen verstärkt, mit Hilfe von Verschlüsselungstechniken die Daten ihrer Kunden besser zu schützen. So war im vergangenen Oktober bekanntgeworden, dass sich der US-Geheimdienst NSA und das GCHQ direkten Zugang zu den internen Clouds von Google und Yahoo verschafft hatten. Inzwischen ist Google beispielsweise dazu übergegangen, sämtliche Gmail-Konten auf HTTPS umzustellen und den Gmail-Verkehr innerhalb seiner Server zu verschlüsseln. Auf Kritik des FBI stieß bereits Apples Verschlüsselungssystem für das neue iOS 8.

Hannigan verwies auf die Aktivitäten der islamistischen Terrorgruppe Islamischer Staat (IS), deren Mitglieder mit dem Netz aufgewachsen seien und das Internet hervorragend für Propaganda und sichere Kommunikation zu nutzen wüssten. "Terroristen haben immer Wege gefunden, ihre Aktionen zu verbergen. Aber die mobilen Techniken und Smartphones haben die Möglichkeiten dazu exponentiell erweitert", schrieb der GCHQ-Direktor. Verschlüsselungstechniken, die früher den fortschrittlichsten Kriminellen und Staaten vorbehalten gewesen seien, seien nun zum Standard geworden. "Es gibt keinen Zweifel, dass die jungen ausländischen Kämpfer von den Enthüllungen der vergangenen zwei Jahre gelernt haben und diese zu nutzen wissen", schrieb Hannigan.

Seiner Ansicht nach gibt es einige Technikfirmen, die den Missbrauch des Internets leugneten. Die meisten normalen Nutzer wollten hingegen nicht, dass die Social-Media-Plattformen dazu genutzt würden, um Mord und Kindesmissbrauch zu erleichtern. Diese Kunden hätten sicher nichts dagegen, wenn es eine "nachhaltigere Verbindung" zwischen den Geheimdiensten und den IT-Firmen gebe. Es sei besser, eine solche Vereinbarung jetzt zu treffen als in den Nachwehen größerer Gewalttaten.


eye home zur Startseite
Anonymer Nutzer 05. Nov 2014

Ausnahmen gibt es bei allem. Dennoch bedeutet es mehr Kontrolle - solange Ausnahmen nicht...

Force8 04. Nov 2014

Ich stelle mir die Reaktionen unserer Politiker vor, wenn sich obige Meldung auf Russland...

Anonymer Nutzer 04. Nov 2014

Weißt du auch, wie radikal die IS-Leute hierzulande sind und ob sie gegebenenfalls...

MikeMan 04. Nov 2014

Es wird ALLES potentiell gefährlich erklärt, außer das was explizit erlaubt ist. Da geht...

plutoniumsulfat 04. Nov 2014

Klingt wie der Plot von Fahrenheit 451 :D



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Tappenbeck
  2. BUYIN GmbH, Bonn
  3. Deutsche Telekom AG, Bonn
  4. T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen, Bonn, Bremen, Hamburg, München


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 209,99€/219,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 69,99€/149,99€/79,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. 59,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie) - Release 02.08.

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Tipps für IT-Engagement in Fernost
  2. Mehr dazu im aktuellen Whitepaper von IBM
  3. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing


  1. Künstliche Intelligenz

    Softbank und Honda wollen sprechendes Auto bauen

  2. Alternatives Android

    Cyanogen soll zahlreiche Mitarbeiter entlassen

  3. Update

    Onedrive erstellt automatisierte Alben und erkennt Pokémon

  4. Die Woche im Video

    Ausgesperrt, ausprobiert, ausgetüftelt

  5. 100 MBit/s

    Zusagen der Bundesnetzagentur drücken Preis für Vectoring

  6. Insolvenz

    Unister Holding mit 39 Millionen Euro verschuldet

  7. Radeons RX 480

    Die Designs von AMDs Partnern takten höher - und konstanter

  8. Koelnmesse

    Tagestickets für Gamescom ausverkauft

  9. Kluge Uhren

    Weltweiter Smartwatch-Markt bricht um ein Drittel ein

  10. Linux

    Nvidia ist bereit für einheitliche Wayland-Unterstützung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nintendo auf dem Smartphone: Pokémon Go Out!
Nintendo auf dem Smartphone
Pokémon Go Out!
  1. Pokémon Go Monsterjagd im Heimatland
  2. Pokémon Go Verbraucherschützer reichen Abmahnung gegen Niantic ein
  3. Wearable Pokémon Go Plus grundsätzlich vorbestellbar

Miniscooter: E-Floater, der Elektroroller für die letzte Meile
Miniscooter
E-Floater, der Elektroroller für die letzte Meile
  1. Relativity Space Raketenbau ohne Menschen
  2. Surround-Video Nico360 filmt 360-Grad-Videos zwischen Fingerspitzen
  3. Besuch bei Senic Das Kreuzberger Shenzhen

Pokémon Go im Test: Hype in der Großstadt, Flaute auf dem Land
Pokémon Go im Test
Hype in der Großstadt, Flaute auf dem Land
  1. T-Mobile US Telekom-Tochter bietet freien Datenverkehr für Pokémon Go an
  2. Pokémon Go und Nutzerrechte Gotta catch 'em all!
  3. Nintendo und Niantic Pokémon Go in den USA erhältlich

  1. Re: WinZip?

    deadeye | 12:46

  2. Re: Weil Datenschutz in Frankreich so gro...

    Ach | 12:39

  3. Re: Mich würde mal Wundern, wann sie Kaffee als...

    it-boy | 12:28

  4. Re: Wäre cool...

    wiesi200 | 12:25

  5. Re: Gut so, hoffentlich bald alle arbeitslos

    Akhelos | 12:24


  1. 15:17

  2. 14:19

  3. 13:08

  4. 09:01

  5. 18:26

  6. 18:00

  7. 17:00

  8. 16:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel