Gema bekommt den Hals nicht voll

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Veranstalter, Clubbetreiber, Eventagenturen, DJs, Musiker, Tanzschulen, Verbände und Musikliebhaber, die sich für Kultur-retten.de zusammengetan haben, fordern Politik und Aufsichtsgremien auf, die geplanten Gema-Tarife zu verhindern. "Die Tariferhöhung darf den angemessenen Inflationsausgleich in Bezug auf die aktuellen Tarife nicht überschreiten", schreiben die Aktivisten auf ihrer Homepage. Die neuen Berechnungsgrundlagen der Gema seien unseriös und führten eine Preisgestaltung, bei der es darum gehe, möglichst vielen Menschen den Zugang zu Kulturveranstaltungen zu ermöglichen, "ad absurdum".

Musikliebhaber und Clubgänger aus dem ganzen Bundesgebiet sind gleicher Meinung. Zigfach haben sie die Onlinepetition nicht nur unterschrieben, sondern auch kommentiert: "Durch diese Reform wird die gesamte Geschäftsstruktur der Diskotheken zerstört. Gewinn macht nur die Gema", ärgert sich ein Unterzeichner. "Die Gema ist genauso wie die GEZ eine Organisation, die den Hals nicht vollkriegen können", schimpft ein anderer.

Dass nicht nur Diskotheken von der Gebührenerhöhung betroffen wären, verdeutlicht der Besitzer einer Tanzschule: "Viele Tanzschulen werden geschlossen, weil die horrenden Gebühren nicht mehr umgelegt werden können!" Auch er habe sehr zu kämpfen und werde "alles unterstützen, um eine positive Lösung zu finden".

Die Initiative Fairplay - Gemeinsam gegen GEMAinheiten der Berliner Clubszene ruft derweil in einem Vimeo-Clip und bei Facebook zu einer zentralen Demonstration in Berlin auf: Am kommenden Montag, dem 25. Juni, soll ab 18 Uhr vor der Kulturbrauerei protestiert werden. Dort findet nach Angaben des Aktionsbündnisses gleichzeitig das Gema-Mitgliederfest statt.

Unterstützung kommt unter anderem von der Piratenpartei, die die Tarife für Clubs und Diskotheken scharf kritisiert hatte. Und wer weiß - vielleicht postet das Pacha bald wieder etwas Ernsthaftes: "Reformpläne aus der Welt", zum Beispiel.

 Neue Gebührenpolitik: Das Netz protestiert gegen die "Gema-Lügen"

eldorim 03. Jul 2012

Ich bin auch dafür! Damit möglichst viele Diskotheken schließen müssen und es in jeder...

eldorim 03. Jul 2012

Weil der Künstler auch von etwas leben muss. Sie haben nicht die Musik erworben, sondern...

Chevarez 27. Jun 2012

... Es wird einem als Konsumenten vielleicht bewusst, dass man auf Musik, Filme oder...

Chevarez 27. Jun 2012

Und da könnte man es sogar noch nachvollziehen, weil bei diesen Gütern Ressourcen...

lottikarotti 26. Jun 2012

Na ja, bestimmte Musik wird nach einem bestimmten Schema produziert und vermarktet, mit...

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