Netzwerkvirtualisierung Juniper kündigt Umstieg auf Software Defined Networks an

Juniper Networks, einer der größten Hersteller von Netzwerkequipment, kündigt den Umstieg auf Software Defined Networks an. Kunden soll der Umstieg auf die Netzwerkvirtualisierung durch eine schrittweise Einführung der neuen Technik erleichtert werden.

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Software Defined Networks (SDN) gelten als die nächste Generation von Netzwerken: Dabei liegt die Steuerung des Netzwerks in einem zentralen Controller, der Instruktionen an Router, Switches, virtuelle Switches und Access Points verteilt. Diese Netzwerkvirtualisierung soll große Vorteile bieten, denn Netzwerke sollen sich damit ähnlich betreiben lassen wie virtuelle Server, so dass Applikationen mobiler im Netzwerk wandern können und die Auslastung der Netzwerke erhöht wird.

Juniper Networks kündigte auf seiner jährlich stattfindenden Global Partner Conference nun einen Stufenplan zur Einführung von SDN an und will dabei auf eine Standardisierung von Protokollen setzen, damit Geräte unterschiedlicher Hersteller zusammenarbeiten können. Damit dürfte das Openflow-Protokoll gemeint sein, das auch Juniper über die Open Networking Foundation unterstützt.

In der ersten Stufe sollen Kunden ihr Netzwerkmanagement sowie Funktionen zur Konfiguration und Analyse mit einem Single-Master zentralisieren. Das ist schon heute mit der Anwendung Junos Space möglich. Im zweiten Schritt sollen dann Netzwerk- und Sicherheitsdienste von der vorhandenen Hardware entkoppelt und sogenannte Service Virtual Machines (VMs) eingerichtet werden. Dabei können einfache x86-Server verwendet werden. Juniper will dazu im ersten Quartal 2013 die JunosV App Engine zur Verfügung stellen.

Erst in der dritten Stufe ist die Einführung einer zentralen Steuerung vorgesehen, mit der mehrere Netzwerk- und Sicherheitsdienste über unterschiedliche Geräte in Reihe geschaltet werden können, was als "SDN Service Chaining" bezeichnet wird. Juniper will aber erst 2014 Funktionen für SDN Service Chaining zur Verfügung stellen. Im vierten und letzten Schritt soll dann die Hardware optimiert werden, um die Netzwerkleistung deutlich zu steigern. Juniper spricht vom Faktor 10 im Vergleich zu einer reinen Softwarelösung.

Parallel kündigt Juniper unter dem Namen Software Advantage ein neues Modell zur Softwarelizenzierung und -wartung an, das die Übertragung von Softwarelizenzen zwischen Juniper-Produkten und x86-Servern erlaubt. Es soll noch in diesem Jahr eingeführt werden.


Ben Dover 17. Jan 2013

"Diese Netzwerkvirtualisierung soll große Vorteile bieten, denn Netzwerke sollen sich...

Neuro-Chef 16. Jan 2013

Das wäre natürlich ein sinnvoller Grund :-|

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