Anzeige
Netztechnik bei Vodafone Deutschland
Netztechnik bei Vodafone Deutschland (Bild: Vodafone)

Netzneutralität Google, Microsoft und Facebook zahlen für Datentraffic

Es gibt Geheimabkommen zwischen den großen Internetkonzernen und den US-Netzbetreibern gegen die Netzneutralität. Für einige Millionen US-Dollar erhalten Google, Microsoft und Facebook eine bevorzugte Datendurchleitung.

Anzeige

Google, Microsoft und Facebook zahlen in den USA an Telekommunikationsbetreiber für die bevorzugte Durchleitung von Daten. Das berichtet das Wall Street Journal aus informierten Kreisen. Die Zahlungen sind jedoch nicht besonders hoch.

So erhält Comcast, der größte TV-Kabelnetzbetreiber der USA, jährlich 25 Millionen US-Dollar von den Internetunternehmen. Time Warner Cable generiere laut Angaben aus dem Management so einen niedrigen zweistelligen Millionen-Dollar-Betrag.

Diese Zahlungen für Datentraffic hielten die Unternehmen bisher geheim. Microsoft, Facebook, Google, Verizon Communications, AT&T und Comcast haben es abgelehnt, dem Wall Street Journal genauere Angaben zu den Vereinbarungen zu machen.

Die Internetunternehmen hätten keine Wahl, so Unternehmenskreise zu der Zeitung. Falls Microsoft die Zahlungen an Comcast plötzlich einstellte, würden die Webseiten des Konzerns sich nicht mehr so schnell laden lassen und die gesamte Performance der Angebote sinken.

Laut den Informationen des Wall Street Journals verstoßen die Vereinbarungen nicht gegen die Festlegungen zur Netzneutralität der Behörde Federal Communications Commission (FCC), weil die letzte Meile zum Nutzer ausgenommen ist. Eine Microsoft-Sprecherin sagte dem Wall Street Journal, "die Masse unseres Traffics läuft über freie Peering-Vereinbarungen" und der Konzern zahle "auf begrenzter Basis, wenn es wenige Optionen gibt."

Der französische Mobilfunk- und Festnetzbetreiber Orange bekommt von Google Zahlungen für Youtube-Datentraffic. Das hatte Stephane Richard, der Chef der France-Télécom-Tochter Orange, erklärt. Google könne den Konzern mit weltweit 230 Millionen Kunden nicht ignorieren und es wurde in Verhandlungen ein "Kräftegleichgewicht" erzielt.

Fragen zur Höhe der Zahlungen von Google beantwortete Richard nicht. Es sei nötig, als Netzbetreiber eine kritische Masse zu erreichen, um mit Google zu verhandeln. Richard sagte, dass Googles Youtube rund 50 Prozent des Datenvolumens in den Netzen des Unternehmens generiere.

Seit der Ankündigung der Drosselung bei der Deutschen Telekom hat der Konzern Zahlungen von Youtube gefordert, damit deren Datentraffic davon ausgenommen wird.

Cisco erwartet in einer Studie vom Februar 2013, dass rund 66 Prozent des gesamten mobilen Datentraffics in Deutschland 2017 Videos sein werden.


eye home zur Startseite
G-Punkt 24. Jun 2013

Doch, haben sie! Einfach nicht zahlen, und den Namen der Erpresser veröffentlichen! Als...

cyro 24. Jun 2013

Da bin ich mir sicher, dass das denen bewußt ist. Ich würde sogar noch einen Schritt...

Brooklands 23. Jun 2013

Wenn man von Netzneutralität spricht dann ist damit gemeint, dass alle contend-provider...

chrulri 21. Jun 2013

Tun sie jetzt schon. YouTube zahlt für ihren Traffic und der Endkunde zahle für seinen...

anders_anderson 21. Jun 2013

YMMD :D

Kommentieren



Anzeige

  1. Expert (m/w) Information Security
    Deutsche Post DHL Group, Bonn
  2. Development Engineer (m/w) Software IT & Tools
    Takata AG, Berlin
  3. Solution Inhouse Consultant PLM (m/w)
    Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg
  4. Statistiker (m/w)
    MDK Baden-Württemberg, Stuttgart

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Mobilfunk

    Störung zwischen E-Plus-Netz und Telekom

  2. Bug-Bounty-Programm

    Facebooks jüngster Hacker

  3. Taxidienst

    Mytaxi-Bestellungen jetzt per Whatsapp möglich

  4. Koalitionsstreit über WLAN

    Merkel drängt auf rasche Einigung zu Störerhaftung

  5. Weltraumteleskop Hitomi

    Softwarefehler zerstört japanisches Röntgenteleskop im Orbit

  6. Sailfish OS

    Jolla sichert sich Finanzierung über 12 Millionen US-Dollar

  7. Lede Project

    OpenWRT-Kernentwickler starten eigenen Fork

  8. Tim Höttges

    Telekom-Chef nennt Frage nach FTTH "sinnfrei"

  9. VR

    Wir haben eine Küche in New York

  10. Smart Home

    Devolo stellt drei neue Bausteine für Home Control vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nordrhein-Westfalen: Deutsche Telekom beginnt mit Micro-Trenching für Glasfaser
Nordrhein-Westfalen
Deutsche Telekom beginnt mit Micro-Trenching für Glasfaser
  1. DNS:NET "Nicht jeder Kabelverzweiger bekommt Glasfaser von Telekom"
  2. Glasfaser Swisscom erreicht 1,1 Millionen Haushalte mit FTTH
  3. FTTH Deutsche Glasfaser will schnell eine Million anschließen

Spielebranche: "Faule Hipster" - verzweifelt gesucht
Spielebranche
"Faule Hipster" - verzweifelt gesucht
  1. Neuronale Netze Weniger Bugs und mehr Spielspaß per Deep Learning
  2. Spielebranche "Die große Schatztruhe gibt es nicht"
  3. The Long Journey Home Überleben im prozedural generierten Universum

Privacy-Boxen im Test: Trügerische Privatheit
Privacy-Boxen im Test
Trügerische Privatheit
  1. Kaspersky-Analyse Fast jeder Geldautomat lässt sich kapern
  2. Alphabay Darknet-Marktplatz leakt Privatnachrichten durch eigene API
  3. Verteidigungsministerium Ursula von der Leyen will 13.500 Cyber-Soldaten einstellen

  1. Re: Wieso immer Telefonminuten dabei?

    DonaldDuck | 15:24

  2. Dann mal her mit'ner Liste

    DebugErr | 15:22

  3. Re: Wäre auch für DD-WRT sinnvoll [kwT]

    RaZZE | 15:21

  4. Re: Das sind 550 km

    Berner Rösti | 15:21

  5. Re: Hört auf auf die Politiker einzuhacken...

    tingelchen | 15:20


  1. 15:26

  2. 15:23

  3. 15:06

  4. 15:06

  5. 14:17

  6. 13:56

  7. 13:18

  8. 12:48


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel