Netzkinder gegen Offliner "Wir sind die Zauberer des 21. Jahrhunderts"

Wir lachen nicht, wir lollen. Wir haben unsere eigene Sprache und unsere eigene Kultur. Wir Netzkinder müssen das Internet retten, bevor es die Offliner kaputtmachen, schreibt der Blogger Alexander Fuchs in seinem Buch "Netzkinder gegen Offliner".

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Der Text für Golem.de ist aus Auszügen des Buchs Netzkinder gegen Offliner von Alexander Fuchs entstanden. In seinem Buch schreibt der 23-jährige Nerd und Blogger über seine Internetgeneration und ihre Kultur. Er erzählt von seinem ganz persönlichen Verhältnis zum Netz; von Wissen, von Killerspielen, von Anonymous, Lulzsec und anderen Hackern, von Acta und der Urbeherrechtsdebatte - und rechnet vor allem mit der Bevölkerungsgruppe ab, vor der er das Netz retten will: den Offlinern.

Wir kennen keine Religion, nur Fakten. Wir teilen unser Wissen und unsere Daten. Wir lesen alles, was interessiert. Wir verteidigen gemeinsam unsere Freiheit. Wir arbeiten gerne zusammen. Wir wollen alles direkt und hassen Warten. Wir unterstützen den, der Hilfe braucht. Wir füttern keine Trolle, sondern trollen zurück. Wir vergessen nicht und vergeben nur, wenn es nicht ganz so schlimm war. Wir sind Netzkinder.

Es wird häufig von ganzen Generationen gesprochen, die mit dem Internet aufwachsen. Mit? Ich bin im Internet aufgewachsen. Das heißt, das meiste, was ich weiß und kann, habe ich mir mit dem Netz beigebracht. Das Internet hat mich gelehrt, meinen Verstand zu benutzen.

Ich bin ein Nerd

"Ich heiße Alex und bin 23 Jahre alt. Seit neun Jahren benutze ich das Internet. Durchschnittlich bin ich zwölf Stunden am Tag am PC und im Internet, grob geschätzt in meinem Leben bisher 40.000 Stunden." So müsste ich mich bei einer Selbsthilfegruppe zur Internetsucht vorstellen. Aber das wäre völliger Quatsch, denn süchtig bin ich überhaupt nicht! Ich bin ein Nerd, aber jetzt ist es wesentlich angesagter als früher. Das Internet ist heute ein Alltagsgegenstand. Wer sich damit auskennt, ist gefragt. Wir sind die Zauberer des 21. Jahrhunderts.

Ich bin fast jemand, den man "Digital Native" nennt, digitaler Ureinwohner. Ganz knapp, sozusagen. Digital Native bedeutet, dass ein Mensch von klein auf mit digitaler Technologie wie Computer, Internet, Smartphone und MP3s aufwächst. Jeder ist froh, wenn er Digital Native hört, weil die scheinbar mit diesem Wissen aufwachsen. Das ist ein Märchen. Sie benutzen es, aber sie verstehen es nicht. Die kommenden Generationen haben keinen Plan, wo ihre Daten liegen, was man mit der Technologie machen kann und wie man im Netz gehört wird. Aber wir tun gerne so als ob. Wenn es jeder automatisch lernt, dann muss man ihnen auch nichts mehr beibringen. Doch genau das müssen wir. Was muss ein Kind können, das eine Zukunft haben will? Informationen beschaffen, bewerten, sortieren. Daraus Regeln und Grundsätze ableiten. Vernetzen und zusammenarbeiten. Mit anderen Menschen umgehen können. That's it!

Real Life ist überbewertet 

ThePriest 28. Feb 2013

Sehr genial... echt wahr. Freilich kann man über eine gewisse Polarisierung streiten...

tilmank 17. Feb 2013

So in etwa würde ich meine Webseite auch ausbauen, wenn ich etwas zu schreiben hätte :D...

1337core 17. Feb 2013

Das Wort Arroganz beschreibt meinen Stil im Buch und gehst davon aus, dass es meinem...

1337core 17. Feb 2013

Ich schreibe kein Buch. Ich schreibe (noch genauer: tippe) einen Text. Klassischer "Das...

1337core 17. Feb 2013

"Die richtigen Onliner sind meiner Meinung nach diejenigen, die von Anfang an dabei waren...

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Willi´s Blog / 20. Apr 2012

Netzkinder gegen Offliner



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