Kostenloskultur?

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Einer der häufigsten Vorwürfe, die wir uns anhören müssen ist, dass wir alles kostenlos haben möchten. Einen Satz später fällt dann noch das Wort Raubkopie. So wie das Netz plötzlich da war, waren auch plötzlich die Filme, Musik und Fotos im Netz. Es wusste niemand, woher und ob man das darf. Es war da und man konnte herunterladen, ohne dass der andere etwas verliert. Die Industrie lebt von ihren physikalischen Kopien, doch wir kommen aus einer digitalen Welt. Hexen wurden verbrannt und jetzt sind Nerds die digitalen Zauberer. Schafft schon mal Holz bei. Gleich wird es warm.

Irgendwann muss sich jemand mit Ahnung von Technik mit denen getroffen haben. Dann gab es plötzlich DRM. Digitales Rechtemanagement. Eine technische Lösung für einen Offline-Gedanken. Es war bescheuert und das leuchtete sogar dem Otto-Normal-Nutzer ein. "Warum kann ich die Musik nicht brennen? Ich habe es doch bezahlt!" Das ist wie bei einem Staubsauger, den man nur für drei Räume benutzen darf. Dann musst du beim Hersteller anrufen und weitere Benutzung zahlen. Das kommt noch besser: Wenn die Firma pleite ist, funktioniert dein Staubsauger nicht mehr.

Der Musikanwalt schreibt dir Post, will Geld und haut dir auf die Finger. Weil es jeder macht und die Forderung völlig überhöht ist, machen die damit einiges an Schotter, ohne zu merken, dass die Downloader ihre Kunden sind beziehungsweise Kunden waren. Denn wir kaufen auch, wenn uns das Zeug gefällt.

Menschen wollen teilen

Die Menschen wollen ihre Sachen teilen. Mein Lieblingszitat zum Thema Filesharing. "Wenn ich den Ferrari von meinem Nachbarn mit einem Klick kopieren könnte, ohne dass er seinen verliert, dann würde ich es tun." Fies ist es nur, wenn man mit den Sachen von anderen Kohle verdient. Noch fieser ist es, wenn man aus diesem Grund die Volksüberwachung baut.

Offliner sind grundsätzlich zu unfähig, Onlinekonzepte vorzulegen. Die Gema bekommt es heute noch nicht gepeilt, sich mit Youtube zu einigen. Das ist so bescheuert, dass es sogar die Rechteinhaber merken. Überall kann man Einigungen erreichen, sogar die Amis. Die können Serien und Filme online schauen. Die dürfen über "Fair Use" Inhalte remixen, wie sie lustig sind, ohne dass jemand mit der Abmahnkeule kommt.

Das reicht denen aber aus, um die Überwachung ins Internet zu holen. Da kommen Vorschläge auf EU-Ebene, da flattern dir die Ohren. Eine Whiteliste (Liste mit "guten" Webseiten) für das Internet oder alle Pakete untersuchen lassen. Das ist so, als hätte man eine Behörde, die Texte auf Papier erlauben muss oder dass jeder Brief geöffnet wird, um ein "Okay" dafür zu geben. Das hört sich nicht besonders nach Freiheit an.

 Generationenprobleme?Ihr schert euch einen Dreck! 

ThePriest 28. Feb 2013

Sehr genial... echt wahr. Freilich kann man über eine gewisse Polarisierung streiten...

tilmank 17. Feb 2013

So in etwa würde ich meine Webseite auch ausbauen, wenn ich etwas zu schreiben hätte :D...

1337core 17. Feb 2013

Das Wort Arroganz beschreibt meinen Stil im Buch und gehst davon aus, dass es meinem...

1337core 17. Feb 2013

Ich schreibe kein Buch. Ich schreibe (noch genauer: tippe) einen Text. Klassischer "Das...

1337core 17. Feb 2013

"Die richtigen Onliner sind meiner Meinung nach diejenigen, die von Anfang an dabei waren...

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Willi´s Blog / 20. Apr 2012

Netzkinder gegen Offliner



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