Netgear Vuezone Drahtlose IP-Kameras mit Cloud-Anbindung

Der Netzwerkspezialist Netgear will groß in den Markt für IP-Kameras einsteigen. Für 300 Euro gibt es ein Set aus zwei IP-Kameras, einem 2,4-GHz-Empfänger und einem Basispaket des Cloud-Dienstes.

Anzeige

Netgear will nicht nur Router und NAS-Systeme anbieten, sondern jetzt auch im Bereich der Überwachung einen Teil des Marktes erobern. Den Anfang macht ein Set aus drahtlos arbeitenden Vuezone-Kameras mit Cloud-Anbindung. Das System soll einfach installierbar sein, es braucht nur einen Internetzugang. Dafür sieht Netgear mit Vuezone keine lokale Speicherung vor. Alles landet in der Cloud oder wird live abgerufen.

Als drahtlose Kameras arbeiten diese auf dem 2,4-GHz-Band. Das heißt aber nicht, dass es WLAN oder Bluetooth-Kameras sind. Ohne den speziellen Empfänger, der mitgeliefert wird, funktionieren die Kameras nicht. Netgear denkt darüber nach, den Empfänger auch als Dongle für die eigenen Router anzubieten, erst einmal ist das aber nicht vorgesehen. Die Reichweite soll im besten Fall bei 80 bis 90 Metern liegen. Das heißt, Kamera und Empfänger sind auf einer Sichtlinie ohne Hindernisse. Netgear geht davon aus, dass die Reichweite ausreichend ist, um eine 235 qm große Wohnung abzudecken. Die Kameras selbst werden auf einer runden Magnethalterung oder in einem Outdoor-Gehäuse eingesetzt.

Hohe Auflösung nur mit wenigen Bildern pro Sekunde

Die Bildaufzeichnungsraten sind stark von der Aufnahmeauflösung der Kameras abhängig. Wer beispielsweise Videobilder in 720p haben will, kann nur ein Bild pro Sekunde aufnehmen. In der geringsten Auflösung von 380p sind es immerhin 8 Bilder pro Sekunde, die zum Empfänger transportiert werden.

Die Kameras arbeiten leider mit nicht so geläufigen CR123-Batterien, die vor allem im Fotobereich Verwendung finden. Der Nutzer muss also erst eine günstige Quelle finden, da dieser Batterietyp von einzelnen Händlern sehr teuer verkauft wird. Netgear braucht diese Batterien eigenen Angaben zufolge wegen der höheren Stromstärke. Die Batterielaufzeit gibt Netgear mit sechs Monaten an, allerdings unter der Voraussetzung, dass die Kameras pro Tag nur fünf Minuten Material liefern.

Der kostenlose Cloud-Dienst kann wohl nur als Schnupperdienst betrachtet werden. Maximal zwei Kameras lassen sich einsetzen, und statt Videos senden sie nur vereinzelt Fotos. Video gibt es erst ab 50 Euro extra pro Jahr. Dann dürfen auch fünf Kameras angeschlossen werden. Außerdem gibt es genug Speicherplatz für 100 Minuten Video insgesamt. Wer fünf Kameras einsetzt, hat also nur 20 Minuten Aufzeichnungsdauer je Kamera. Für die dauerhafte Aufzeichnung ist das System also nicht geeignet. Die doppelte Datenmenge ist für 80 Euro pro Jahr möglich. Dann können bis zu drei Basisstationen und 15 Kameras gesteuert werden.

Das Set bestehend aus zwei Kameras, einem Outdoor-Gehäuse und dem Empfänger verkauft Netgear ab Oktober 2012 für rund 300 Euro. Eine einzelne Kamera mit Bewegungsmelder kostet 100 Euro. Für die Nachtsichtvariante mit Infrarotlicht müssen 130 Euro bezahlt werden.


Flasher 07. Sep 2012

+1 antike, proprietäre Technik mit mieser Online-Unterstützung für solche Preise zu...

Ysa 07. Sep 2012

http://i1.theportalwiki.net/img/thumb/3/3e/Turret_Boxed.png/200px-Turret_Boxed.png

Kommentieren




Anzeige
  1. Projektmanager (m/w) Regional Finance
    Fresenius Kabi Deutschland GmbH, Bad Homburg
  2. Softwareentwickler/in
    Mönkemöller & Co. Ingenieurbüro GmbH, Stuttgart
  3. Projektleiter (m/w)
    Outcome Unternehmensberatung GmbH, Köln
  4. Softwareentwickler .NET (m/w)
    Nobilia Werke J. Stickling GmbH & Co., Verl

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Microsoft

    Kein Onlinezwang für Xbox One

  2. Streaming-Video

    Appwork wehrt sich gegen Verbot von JDownloader-Funktion

  3. Kim Dotcom

    Alle Megaupload-Daten beim Hoster Leaseweb gelöscht

  4. Prism-Skandal

    Edward Snowden will Asyl in Island

  5. ICS

    Kaspersky will sicheres eigenes OS für Industrieanlagen

  6. Neuland Internet

    Merkel macht sich zum Gespött der Netzgemeinde

  7. Satoru Iwata

    Nintendo schließt Preissenkung für Wii U aus

  8. Video

    John McAfee ruft zum Deinstallieren der McAfee-Software auf

  9. Merkel zu Prism

    "Das Internet ist für uns alle Neuland"

  10. Flutkatastrophe

    Ein Spendenkonzert, die Gema und das Prinzip



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Flugdrohne: GPS für AR.Drone 2.0 ermöglicht autonome Flüge
Flugdrohne
GPS für AR.Drone 2.0 ermöglicht autonome Flüge

Parrot hat für die AR.Drone 2.0 ein GPS-Modul zum Nachrüsten vorgestellt, mit dem der Kurs des Quadcopters über eine Karte vorgegeben werden kann. Die Drohne fliegt diesen dann filmend ab.

  1. Netzwerkanalyse Wireshark 1.10 verbessert Windows-Support

In eigener Sache: Was auf unseren Adblocker-Aufruf folgte
In eigener Sache
Was auf unseren Adblocker-Aufruf folgte

Zusammen mit einigen anderen Websites haben wir vor rund einem Monat unsere Leser gebeten, ihren Adblocker auf unseren Seiten abzuschalten. Ein Resümee.

  1. In eigener Sache Bitte schalte deinen Adblocker aus!

Watch Dogs: Der Sysadmin-Alptraum
Watch Dogs
Der Sysadmin-Alptraum

E3 2013 Er hackt Stadtnetze, kapert vom Smartphone bis zum Rechenzentrum jedes fremde System in Sekundenbruchteilen - aber der Held in Watch Dogs kann auch jederzeit zum Opfer anderer Spieler werden. Golem.de hat mit den Entwicklern über Hacker, die Technik und über das Überwachungsprogramm Prism gesprochen.

  1. Ubisoft Gitarrenriffs, Hacker und infiziertes Geld
  2. Playstation 4 400 Euro und keine Gebrauchtspielsperren
  3. Xbox One Hauseigene Halo-Konkurrenz und neues Altes von Rage

Zum Artikel