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Nemo's Garden: beliebt bei Kraken
Nemo's Garden: beliebt bei Kraken (Bild: Ocean Reef Group)

Nemo's Garden: Erdbeeren und Basilikum wachsen im Meer

Nemo's Garden: beliebt bei Kraken
Nemo's Garden: beliebt bei Kraken (Bild: Ocean Reef Group)

Diese Erdbeeren kommen aus einem besonderen Gewächshaus: Es schwebt in einigen Metern Tiefe im Mittelmeer. Auch Kraken haben ihre Freude an ihnen, lassen aber die Tentakel von den Früchten.

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In einen Garten im Meer wünschte sich 1969 Ringo Starr, der Schlagzeuger der Beatles. Das italienische Unternehmen Ocean Reef Group kann ihm einen bieten. Allerdings wird der nicht von einem Oktopus gehütet.

Nemo's Garden heißt das Projekt vor der Küste von Noli, etwa 70 Kilometer westlich der italienischen Hafenstadt Genua. Ziel ist es, auf dem Meeresgrund Gemüse oder Obst zu züchten - in Ballon-förmigen und länglichen Gewächshäusern, die in etwa acht Metern Tiefe auf dem Meeresboden verankert sind. Die Idee dazu hatte Sergio Gamberini, Chef der Ocean Reef Group, vor rund drei Jahren.

Unter Wasser ist es hell und warm

Er hätte es warm unter dem Sturm in dem Meeresgarten, sang Starr. Eine gar nicht so unähnliche Überlegung stellte Gamberini an: Pflanzen brauchen zum Wachsen Wärme, Licht und Wasser. Praktisch ist zudem der Schutz vor meteorologischen Ereignissen wie Sturm oder starkem Regen sowie vor Schädlingen. In der Tiefe, in der die Ballons verankert sind, gibt es noch genug Licht. Das Wasser des Mittelmeers ist warm, die Temperaturen schwanken nur wenig.

Mit Wasser werden die Pflanzen vom Meer versorgt: Die Ballons sind unten offen. Das Meerwasser verdunstet, kondensiert am Dach des Ballons und tropft - als Süßwasser - in die Pflanzen. Vor Schädlingen sind sie in der Tiefe ebenso geschützt wie vor Sturm und Wellen.

Erdbeeren wachsen im Meer

Seit zwei Jahren experimentiert Gamberini mit den unterseeischen Gewächshäusern. Derzeit bewirtschaften die Italiener sieben. Darin bauen sie unter anderem Basilikum, Kopfsalat, Bohnen und Erdbeeren an. Weitere Pflanzen sowie Pilze sollen folgen. Eines haben sie mit Sensoren ausgestattet - die Werte können über die Website der Ocean Reef Group abgerufen werden.

Allerdings musste Gamberini auch schon Rückschläge hinnehmen: Vier Mal hätten sie die komplette Ernte verloren, sagte sein Sohn Luca der US-Tageszeitung Washington Post. Da die Pflanzen in der Umgebung sehr schnell wüchsen, sei das aber zu verschmerzen gewesen. Das Untersee-Basilikum erfreute als Pesto schon die Gäste der Gamberinis.

Nemo's Garden ist Teil der Expo 2015

Das Projekt ist Teil der Weltausstellung 2015, die gegenwärtig in Milano stattfindet. Die Expo 2015 steht unter dem Motto "Den Planeten ernähren, Energie für das Leben". Für die Zeit der Messe - von Mai bis September - haben die Behörden Gamberini die Erlaubnis für den Betrieb des Unterwassergartens erteilt. Um die Gewächshäuser zu einem Serienprodukt weiterzuentwickeln, hat die Ocean Reef Group eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter eingerichtet.

Nemo's Garden könnte nach den Vorstellungen der Gamberinis ein Beispiel für die Nahrungsmittelproduktion der Zukunft sein: Die unterseeischen Gewächshäuser benötigen - anders als die an Land - kaum externe Energiezufuhr. Außerdem sollen sie Landwirtschaft in Küstenregionen ermöglichen, wo es an Land oft keine geeigneten Anbauflächen gibt.

Ringo Starr könnte in Nemo's Garden sogar mit einem Oktopus kuscheln: Die Kopffüßler mögen Höhlen und suchen deshalb gern Schutz unter den Ballons. Auch Krabben sind sogar schon in die Ballons hineingekrabbelt. Die Pflanzen lassen sie aber in Ruhe.


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johnsonmonsen 17. Jul 2015

Hallo Ach und Eheran, Habe es nur erwähnt, weil es sich angeboten hat ;-). Viele Grüße...

ThadMiller 16. Jul 2015

Ein bisschen praller könnten sie schon werden.

ThadMiller 16. Jul 2015

Das mit der Weltbevölkerung erledigt sich von selbst.

mgh 16. Jul 2015

Congratulations! Du hast somit die Menschheit gerettet. Kühe sind ja angeblich soo...

Icestorm 16. Jul 2015

Kraken und Krabben und Garnelen sind keine Lungenatmer. Sie mögen zwar den Schutz nach...

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