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Die sprechende und lauschende Barbie erhält den diesjährigen Big Brother Award im Bereich Technik.
Die sprechende und lauschende Barbie erhält den diesjährigen Big Brother Award im Bereich Technik. (Bild: Mike Licht, CC BY-2.0)

Negativauszeichnung: Lauschende Barbie erhält Big Brother Award

Die sprechende und lauschende Barbie erhält den diesjährigen Big Brother Award im Bereich Technik.
Die sprechende und lauschende Barbie erhält den diesjährigen Big Brother Award im Bereich Technik. (Bild: Mike Licht, CC BY-2.0)

Mattels sprechende Barbie, der Bundesnachrichtendienst und Amazon gleich zweimal: Sie alle erhalten den Big Brother Award 2015 für einen allzu laxen Umgang mit persönlichen Daten. Den Publikumspreis bekamen Thomas de Maizière und Hans-Peter Friedrich.

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Sie zeichnet Gespräche der Kinder auf und lässt sie in der Cloud des Herstellers analysieren, bevor sie eine passende Antwort formuliert: Die sprechende Barbie von Mattel und Toytalk erhält deshalb den Big Brother Award 2015 im Bereich Technik. Weitere Preise wurden in den Kategorien "Neusprech", "Verbraucherschutz" und "Politik" vergeben. Amazon erhielt den Preis gleich zweimal, in den Kategorien "Wirtschaft" und "Arbeitswelt". Und wenig überraschend bekommt der Bundesnachrichtendienst den Preis in der Kategorie "Behörden & Verwaltung".

Barbie zeichnet Sorgen, Träume und Geheimnisse auf

Über die lauschende Barbie würden "Träume und Sorgen" junger Konsumenten auf zentralen Servern gesammelt, sagte CCC-Sprecher Linus Neumann in seiner Laudatio. Das Spielzeug bringe eine "äußerst fragwürdige Technik" direkt in die Kinderzimmer, damit Kinder möglichst früh damit vertraut gemacht werden könnten. Damit die Puppe überhaupt sinnvolle Gespräche führen könne, würden Daten gesammelt. Eltern könnten sich tägliche oder wöchentliche Protokolle "der Sorgen, Träume und Geheimnisse" ihrer Kinder per E-Mail senden lassen, die sie eigentlich ihrer Puppe anvertraut hätten.

Amazon überwacht Heimarbeit

Für seine Crowdworking-Plattformen Mechanical Turk und Elance-oDesk erhielt Amazon den Preis im Bereich Wirtschaft. Bei Mechanical Turk handelt es sich um eine digitale Jobbörse, die kleinere Aufträge wie das Klassifizieren von Fotos oder das Übersetzen von Texten für Cent-Beträge bereitstellt, wie Laudatorin Rena Tangens sagte. Hier arbeitet im Wesentlichen "das digitale Prekariat, dessen Alternative die Arbeitslosigkeit ist." Laut einer Umfrage unter den sogenannten Turkern seien etwa 40 Prozent der dort angebotenen Jobs das Schreiben von Fake-Bewertungen für Produkte oder Fake-Kommentare für Produkte. Bei Elance-oDesk werden Aufträge wie die Gestaltung von Grafiken, das Verfassen von Werbetexten oder Übersetzungen vergeben, Arbeiten für die "digitale Bohème", wie Tangens es formuliert. Die App überwacht dabei "Tastenanschläge und Mausbewegungen auf dem Computer des Auftragnehmers und sendet regelmäßig Screenshots an die Auftraggeberin." So solle Vertrauen aufgebaut werden, sagte der Deutschland-Chef von Elance-oDesk Nicolas Dittberner.

Systematische Aushöhlung des Datenschutzes

Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Ex-Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich erhielten den Big Brother Award in der Kategorie Politik und gleichzeitig den Publikumspreis für eine "systematische und grundlegende Sabotage der geplanten Europäischen Datenschutzgrundverordnung", so Laudator Max Schrems. In enger Zusammenarbeit mit Lobbyverbänden würden sie "den europäischen Datenschutz ins Gegenteil verkehren." So sollen bisherige Errungenschaften wie die Datensparsamkeit, die informierte Zustimmung und die Zweckbindung quasi abgeschafft werden. Die in Deutschland formulierten Ausnahmen und Privilegien würden nach Brüssel getragen und die für Europa geplante Datenschutzverordnung aushöhlen.

eHealth untergräbt Vertraulichkeit zwischen Ärzten und Patienten

Wegen der Einführung einer flächendeckenden Technologie, die nicht der Gesundheit, sondern ausschließlich "den Finanzmärkten und ihren Handlangern, der IT-Industrie" dient, erhält das Bundesministerium für Gesundheit und dessen Minister Hermann Gröhe den Big Brother Award im Bereich Verbraucherschutz. "Das Ministerium hat mit seinen eHealth-Projekten die Vertraulichkeit zwischen Ärzten und Patienten massiv gefährdet und erschüttert", sagte der Netzaktivist Padeluun in seiner Laudatio.


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FreiGeistler 21. Apr 2015

Aufzeichnen der Tastaturanschläge, Mausbewegungen und Regelmässige Screenshots an den...

Salzbretzel 20. Apr 2015

Das erste war bei mir die Glücksbärchis, die Sendung mit der Maus, Löwenzahn, MacGuyver...

Prinzeumel 20. Apr 2015

Rein theoretisch ja. Allerdings praktisch nicht umsetzbar denke ich. Genau weiß ich es...

Pythonimus 19. Apr 2015

Ich glaube ich habe die Offizielle Wiki von der Barbie gefunden: http://spongebob.wikia...



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