Navigation Sensoren kartieren beim Gehen

Feuerwehrleute könnten künftig beim Begehen eines Gebäudes dieses gleich kartieren: MIT-Forscher haben ein Sensorsystem entwickelt, das Innenräume beim Laufen vermisst. Aus den Daten wird in Echtzeit eine Karte erstellt.

Anzeige

Bei einem Rettungseinsatz ist es für Helfer wichtig, einen Überblick über die Gegebenheiten vor Ort zu bekommen. Forscher vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben dafür Man Portable Mapping entwickelt. Das ist ein tragbares System, mit dem sich Innenräume, wo GPS nicht verfügbar ist, in Echtzeit kartieren lassen.

Der Nutzer trägt vor dem Bauch verschiedene Sensoren, darunter eine Kamera, Beschleunigungs- und Lagesensoren, ein Barometer und ein Lidar zur Entfernungsmessung. Das Lidar tastet die Umgebung in einem 270-Grad-Winkel ab, während der Träger durch ein Gebäude geht. Das Gerät sendet Lichtimpulse aus und misst, wann diese zurückkommen. Die Daten werden drahtlos an einen Computer geschickt, der daraus eine Karte erstellt.

Gerade ausgerichtet

Dazu muss das Lidar allerdings möglichst waagerecht ausgerichtet sein. Da das bei einem Menschen, der durch ein Gebäude läuft, kaum möglich ist, verfügt das System über Gyroskope, die erkennen, wenn sich die Lage des Lidar ändert. Das wird dann bei der Berechnung der Karte berücksichtigt.

Das System kann auch verschiedene Stockwerke kartieren - über Trägheitssensoren erkennt es, wenn der Träger mit dem Fahrstuhl oder über die Treppe das Stockwerk wechselt. Bei einem Test statteten die Forscher das System zusätzlich mit einem Barometer aus und stellten fest, dass sich über den Luftdruck ebenfalls gut erkennen lässt, wenn der Träger in eine andere Etage auf- oder absteigt.

Auffällige Merkmale

Während die Sensoren Daten sammeln, nimmt die Kamera in bestimmten Intervallen Bilder auf. Die Kartierungssoftware analysiert diese und extrahiert auffällige Merkmale. Diese werden mit dem Aufnahmeort verbunden. Kommt der Träger an diesem noch einmal vorbei, erkennt das System anhand der Fotos, dass er bereits kartiert ist.

Das System bietet zudem die Möglichkeit, wichtige Stellen zu markieren. Bei dem Prototyp sind die Möglichkeiten noch eingeschränkt. Der Nutzer kann lediglich einen Knopf drücken, und in der Karte erscheint eine Markierung. In künftige Versionen soll er zusätzlich auch eine Text- oder Sprachnotiz einfügen können. So kann ein Feuerwehrmann seine Kollegen beispielsweise auf eine Gefahrenstelle aufmerksam machen.

Künftig kleiner

Der Prototyp besteht aus einer Kunststoffplatte, die etwa so groß ist wie ein Tablet. Darauf sind die Sensoren angebracht. Bis auf das Lidar lassen sich die Sensoren aber nach Angaben der Forscher um Maurice Fallon verkleinern, so dass das fertige System nur noch die Größe eines Kaffeebechers haben könnte.

Projektleister Fallon will das System auf der Konferenz Intelligent Robots and Systems vorstellen, die vom 7. bis zum 12. Oktober in Vilamoura in Portugal stattfindet.


moppi 26. Sep 2012

ja begehen machen wir öfter, aber das problem ist, das immer wieder maschinen umgestellt...

VisitorSam 26. Sep 2012

stelle gerade Fest sieht nicht sogar nur so aus, ist auch Kinect: Hier ein Bild einer...

Guardian 26. Sep 2012

gibts deine arbeit irgendwo zum ansehen? Würde mich mal interessieren!

elgooG 26. Sep 2012

Die Dinger waren nichts Besseres als eine gute Lightshow. Nicht einmal Kameras waren...

Kommentieren




Anzeige
  1. System-Administrator Web-Applikationen (m/w)
    BrandMaker GmbH, Karlsruhe
  2. Entwickler iOS / Android (m/w)
    Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München
  3. Mitarbeiter im IT-Support (m/w)
    Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Butzbach
  4. IT Service Manager/P&I Consultant (m/w) Cash Management
    Siemens AG, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Need for Speed Rivals

    Verfolgungsjagden zwischen Cops und Rasern

  2. Digitimes

    Windows-8-Tablets sollen 8 Prozent des Marktes erreichen

  3. Doc Patch

    Das Grundgesetz wird Open Data

  4. Bibliotheca Augusta

    Bibliothek stellt Buchscans unter Creative-Commons-Lizenz

  5. 802.11ac

    Erster Chipsatz für WLAN mit 1,7 GBit/s

  6. Windenergie

    Google kauft Hersteller von Windkraftwerken

  7. Amazon

    App-Shop für Android als Browser-Version gestartet

  8. Atari

    Rollercoaster Tycoon ab 3,5 Millionen US-Dollar im Angebot

  9. Legale Privatkopien

    "EU-Vorschlag würde freies Kopieren erlauben"

  10. Ausprobiert

    Das neue Google Maps ist beeindruckend schnell



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Datenschutz-Grundverordnung: Chaos Computer Club fürchtet Datenschutzauflösung durch EU
Datenschutz-Grundverordnung
Chaos Computer Club fürchtet Datenschutzauflösung durch EU

In einem offenen Brief an Innenminister Friedrich wird kritisiert, dass Deutschland sich in der EU dafür einsetzt, das heutige Datenschutzniveau weiter abzusenken.

  1. PNR Europaparlament stimmt gegen Flugdaten-Vorratsspeicherung
  2. Right to Know Kommt eine Informationspflicht für personenbezogene Daten?
  3. Datenschutzbestimmungen EU-Datenschützer knöpfen sich Google vor

Engine: Unity-Basis kostenlos mit Mobile-Werkzeugen
Engine
Unity-Basis kostenlos mit Mobile-Werkzeugen

Hobbyentwickler und kleine Studios können mit der Unity-Engine ab sofort kostenlos für Android und iOS produzieren. Etwas später sollen auch die Werkzeuge für Windows 8, Blackberry und weitere mobile Plattformen verfügbar sein.

  1. Eve VR ausprobiert Freie Sicht im Cockpit von Eve Online
  2. Test Ubuntu 13.04 Raring Ringtail geht's langsam an
  3. Unity Hat Adobe das Interesse an Flash verloren?

Telekom: Bundestagspetition gegen Drosselung gestartet
Telekom
Bundestagspetition gegen Drosselung gestartet

Eine Petition auf der Plattform des Bundestages will die DSL-Drosselungspläne der Telekom durch ein Gesetz stoppen. Sie fordert die Gleichbehandlung von Datenpaketen unabhängig von ihrem Inhalt und ihrer Herkunft.

  1. Drosselung Piratenchef fordert Verstaatlichung der Netze der Telekom
  2. Vectoring der Telekom Bundesnetzagentur genehmigt VDSL mit 100 MBit/s
  3. Kündigungsgrund Wenn der Telefon-DSL-Anschluss nicht voll funktioniert

Zum Artikel