Navvis erkennt  Räume an Bildern.
Navvis erkennt Räume an Bildern. (Bild: Georg Schroth/TUM)

Navigation Navvis bietet Orientierung in Gebäuden

Forscher an der TU München haben ein Navigationssystem entwickelt, mit dem sich Nutzer in Gebäuden zurechtfinden sollen. Sie halten dabei gleichzeitig den Datenbestand aktuell.

Anzeige

Ein System zur Navigation in geschlossenen Räumen haben Forscher der Technischen Universität München (TUM) entwickelt. Gedacht ist es für die Anwendung auf mobilen Geräten: Mit Hilfe einer App kann sich der Nutzer in einem Gebäude orientieren.

  • Die Räume werden mit einem Laser abgetastet und fotografiert. (Bild: Georg Schroth/TUM)
  • Der Nuzer ortet sich, indem er ein Foto im Gebäude macht. Anhand der Fotos erkennt Navvis seinen Standort und zeigt ihm anhand von Pfeilen den Weg. (Bild: Georg Schroth/TUM)
Die Räume werden mit einem Laser abgetastet und fotografiert. (Bild: Georg Schroth/TUM)

Navigation anhand visueller Informationen zur erweiterten Wahrnehmung der Umgebung (Navvis) heißt das System, das, wie der Name verrät, visuell arbeitet: Um zu navigieren, wird das Innere eines Gebäudes fotografiert. Die Fotos werden in einer Datenbank gespeichert. Der Nutzer kann sich im Gebäude orten, indem er dort, wo er sich gerade befindet, ein Foto mit der Kamera des Gerätes macht. Das Bild wird mit der Datenbank abgeglichen und so der Standort bestimmt. Die App blendet dann Pfeile ein, die den Weg zum Ziel weisen. Daneben lassen sich aber auch weitere Inhalte einblenden, etwa Erklärungen zu Exponaten in einem Museum.

Testgelände TUM

Die Entwickler testen ihr System gerade in den eigenen Räumen: "Mit seinen vielen Stockwerken und verwinkelten Korridoren ist das über Jahrzehnte gewachsene Stammgelände ziemlich unübersichtlich", sagt Projektleiter Georg Schroth. "Damit bietet es ein ausgezeichnetes Testszenario."

Dazu haben die Forscher das Gelände zunächst fotografiert; mit einem Wägelchen, auf dem unter anderem zwei Laseraufnahmegeräte, Spiegelreflexkameras und eine 360-Grad-Kamera montiert sind. Mit diesem sogenannten Mapping Trolley sind sie durch das Gebäude gezogen. Dabei haben die Laser die Räume horizontal und vertikal abgetastet und mit Hilfe von dreidimensionalen Punktwolken eine Karte generiert. Eine Software hat dann die Fotos über die Bildpunkte gelegt. Anhand dieser Referenzdaten kann das System erkennen, wo sich der Nutzer befindet.

Orientieren und aktualisieren

Allerdings ändert sich das Innere von Gebäuden auch: Bilder werden auf- oder abgehängt, Möbel ausgestellt oder verrückt. Entsprechend müssen die Daten allerdings aktuell gehalten werden. Das wollen die Forscher per Crowdsourcing erreichen: Wenn die Nutzer eine Aufnahme machen, um ihre Position zu erfassen, gleicht das System das Bild mit dem Datenbestand ab. Hat sich an der entsprechenden Stelle etwas verändert, wird dieser aktualisiert.

Die Münchner wollen ihr System auf der International Conference on Image Processing (ICIP) vorstellen. Die findet vom 30. September bis zum 3. Oktober 2012 in Orlando im US-Bundesstaat Florida statt.


jude 18. Sep 2012

Ne Junge, die 3-D Magnetsensoren von Handys sind schon ganz gut. Neodynium-Magnete mit...

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareintegrator für Systeme im AUTOSAR-Umfeld (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Ingolstadt, Regensburg bei Neutraubling
  2. Inbetriebnehmer / Programmierer (m/w)
    Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH, Goldkronach
  3. IT-Systemadministrator (m/w)
    ADMEDES Schuessler GmbH, Pforzheim
  4. HW Engineer / Expert for Telematics & Connectivity Systems / Hardware Ingenieur (m/w)
    Harman Becker Automotive Systems GmbH, Ulm

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. NEU: Diablo III - Ultimate Evil Edition (PS4)
    32,97€
  2. GRATIS: Simcity 2000 Special Edition
    0,00€
  3. TIPP: Call of Juarez Gunslinger + PCGH-Ausgabe 01/2015
    5,50€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Guardians of Peace

    Sony-Hack wird zum Politikum

  2. Urheberrecht

    Flickr Wall Art nutzt keine CC-Bilder mehr

  3. Rohrpostzug

    Hyperloop entsteht nach Feierabend

  4. IT-Bereich

    China will ausländische Technik durch eigene ersetzen

  5. Chaton

    Samsung schaltet seinen Messenger ab

  6. Lehrreiche Geschenke

    Stille Nacht, Bastelnacht

  7. Samsung NX300

    Unabhängige Firmware verschlüsselt Fotos

  8. Arbeiter in China

    BBC findet schlechte Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferer

  9. Misfortune Cookie

    Sicherheitslücke in Routern angeblich weit verbreitet

  10. Deutscher Entwicklerpreis 2014 Summit

    Das dreifache Balancing für den E-Sport



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Jahresrückblick: Was 2014 bei Golem.de los war
Jahresrückblick
Was 2014 bei Golem.de los war
  1. In eigener Sache Golem.de sucht (Junior) Concepter/-in für Onlinewerbung
  2. In eigener Sache Golem.de offline und unplugged
  3. In eigener Sache Golem.de sucht Videoredakteur/-in

E-Mail-Ausfall in München: Und wieder wars nicht Limux
E-Mail-Ausfall in München
Und wieder wars nicht Limux
  1. Öffentliche Verwaltung Massiver E-Mail-Ausfall bei der Stadt München
  2. Limux Kopf einziehen und über Verschwörung tuscheln
  3. Limux Windows-Rückkehr würde München Millionen kosten

Nexus 6 gegen Moto X: Das Nexus ist tot
Nexus 6 gegen Moto X
Das Nexus ist tot
  1. Teardown Nexus 6 kommt mit wenig Kleber aus
  2. Google Nexus 6 kommt doch erst viel später
  3. Google Nexus 6 erscheint nächste Woche - doch nicht

    •  / 
    Zum Artikel