Narus: Wer die Prism-Technologie herstellt
Narus stellt seine Überwachungstechnik vor. (Bild: Narus)

Narus Wer die Prism-Technologie herstellt

Der weltgrößte Hersteller von Überwachungstechnik, Narus, soll die Technik für das NSA-Programm Prism produzieren. Der Auslandsgeheimdienst BND hat sie laut einem Medienbericht gekauft und setzt sie seit Jahren selbst ein.

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Der Bundesnachrichtendienst (BND) nutzt seit Jahren selbst die US-Überwachungstechnik Prism. Das berichtet das ARD-Magazin Fakt. Der Auslandsgeheimdienst habe Komponenten der Technik vom Hersteller Narus erworben, einer Tochter des US-amerikanischen Rüstungs- und Flugzeugherstellers Boeing. Narus sei der weltweit größte Hersteller von Überwachungstechnik. Vermittelt habe die Technik ein Unternehmen aus Frankfurt am Main mit dem Namen Gesellschaft für technische Sonderlösungen (GTS).

Laut Fakt könnte GTS eine Firma im BND-Auftrag gewesen sein, was deren Geschäftsführer Felix Juhl allerdings bestreitet. Kurz nach der Firmengründung 2007 war GTS bereits exklusiver Vertriebspartner von Narus. Juhl erklärte, im "deutschsprachigen Raum" an "rechtsstaatliche Organisationen" geliefert zu haben. Laut Fakt gibt Juhl zu, dass Narus-Technik an den BND ging. Der Geheimdienst soll 2008 die Technik gekauft haben. Im Jahr 2010 stellt sein Unternehmen die Geschäftstätigkeit ein.

Zur Analyse der enormen Menge der abgefangenen Prism-Daten nutzt der BND die Analysesoftware Polygon eines kleinen, bayerischen Unternehmens.

"Gemeinsam ergeben diese Komponenten ein deutsches Gegenstück zur amerikanischen Prism-Technik, mit der sich die Kommunikation ganzer Länder analysieren und auswerten lässt", berichtet Fakt.

Die NSA zapft seit Jahren direkt weltweit die Glasfaserkabel an, der Datenstrom wird wie durch ein Prisma umgeleitet und in Echtzeit kopiert, wie es im Sendemanuskript von Fakt heißt. Die Daten werden gefiltert und bei Auffälligkeiten von Agenten der NSA ausgewertet. Der NSA-Whistleblower Edward Snowden hatte auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo Vertretern von Menschenrechtsgruppen am 12. Juli 2013 erklärt: "Ich hatte auch die Möglichkeit, ohne jeden Durchsuchungsbefehl Ihre Kommunikationsdaten zu durchsuchen, zu beschlagnahmen und zu lesen. Eines jeden Kommunikation und zu jeder Zeit."

Andreas Müller-Maguhn vom Chaos Computer Club sagte Fakt, Narus biete Überwachungslösungen für komplette Telekommunikationsnetze bis hin zu ganzen Ländern an.


burzum 18. Jul 2013

IT interessiert viele gar nicht, Datenschutz erst recht nicht da viel zu abstrakt. Ich...

Deiner 17. Jul 2013

http://winfuture.de/news,51531.html

Paykz0r 17. Jul 2013

Naja Troll ist schon wahr. Die frage die er stellte dient dem Thema/Gespräch halt nicht...

RedCap1976 17. Jul 2013

PRISM wird wohl auf ewig bleiben. So langsam sollte man sich mit dem Gedanken anfreunden...

Paykz0r 17. Jul 2013

Teils teils. Ich sehe die Leute die so was in Auftrag geben als viel schlimmer an als...

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