Nanoscribe: Schnelles 3D-Drucken im Nanomaßstab
Raumschiff im Mikrometerbereich: schneller drucken mit beweglichen Spiegeln (Bild: Nanoscribe)

Nanoscribe Schnelles 3D-Drucken im Nanomaßstab

Eine Verbesserung bei einem 3D-Druck-Verfahren ermöglicht es, in Minuten Objekte im Mikro- und Nanobereich aufzubauen. Bei dem Verfahren wird ein Lack mit einem Laser belichtet.

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Das Karlsruher Unternehmen Nanoscribe hat ein 3D-Druckverfahren für den Mikrokosmos entwickelt. Nanoscribe, eine Ausgründung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), stellt die Methode auf der Photonics West vor. Die Messe findet derzeit in San Francisco statt.

Das Verfahren beruht auf der Laserlithographie. Neu ist die Geschwindigkeit, mit der dreidimensionale Strukturen hergestellt werden können. Die Methode sei fast hundertmal schneller, erklären die Forscher. Objekte, die früher Stunden brauchten, würden in wenigen Minuten gedruckt. Ein wenige Mikrometer großes Raumschiff werde in weniger als einer Minute aufgebaut.

Lack mit Laser belichten

Bei der Laserlithographie werden Gegenstände aus einem lichtempfindlichen Lack aufgebaut, der mit Laserblitzen beschossen wird und dadurch zu einem Polymer aushärtet. Anschließend kommt das Werkstück in ein Entwicklerbad, in dem das überschüssige Material ausgewaschen wird. Je nach Art des Lacks bleibt das belichtete oder das unbelichtete Material stehen.

Beschleunigt wird der Druck durch die Verwendung eines Galvo-Spiegelsystems. Die Spiegel, die den Laser reflektieren, sind drehbar gelagert. Dadurch lasse sich der Laserfokus schnell und präzise ausrichten, erklärt das Unternehmen. Die Technik ist nicht neu - solche Spiegel werden unter anderem bei CD- und DVD-Abspielgeräten oder Lasershows eingesetzt.

Nanoobjekte für die Forschung

Mit dem 3D-Druck per Laserlithographie werden Mikro- und Nanostrukturen hergestellt, die in der Forschung benötigt werden: So konstruieren beispielsweise Biowissenschaftler auf diese Weise Gerüste, in denen Zellen wachsen.

Nanoscribe wurde 2008 gegründet - das Unternehmen ist die erste KIT-Ausgründung. Es stellt Laserlithographie-Drucker her, die optische Datenleiter auf Polymerbasis produzieren. Diese ermöglichen es, Daten mit einer Geschwindigkeit von über 5 Terabit pro Sekunde zu übertragen.


Neuro-Chef 08. Feb 2013

echt scharf! :p

Emulex 07. Feb 2013

Kenn ich, aber bin irgendwie nicht warm geworden damit. Hätte erstmal wieder einen...

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