Nachruf: Joseph Woodland erfand den Barcode am Strand
Norman Joseph Woodland entwickelte den Strichcode. (Bild: IBM)

Nachruf Joseph Woodland erfand den Barcode am Strand

N. Joseph Woodland ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Er gilt als Erfinder des Barcodes und hat die Fahrstuhlmusik verbessert. Den ersten Entwurf der heute allgegenwärtigen Strichcodes malte er in den Sand. Es dauerte fast 25 Jahre, bis ein handlicher Scanner hinzukam.

Anzeige

Norman Joseph Woodland, Erfinder des Strichcodes, ist im Alter von 91 Jahren in seinem Haus in Edgewater im US-Bundesstaat New Jersey gestorben. 2011 wurde er in die National Inventors Hall of Fame aufgenommen, zusammen mit seinem bereits 1963 verstorbenen Kollegen Bernard Silver, mit dem er Ende der 1940er Jahre die Strichcodes ersann. Erst mit der Entwicklung handlicher Laserscanner Anfang der 1970er Jahre kam Woodlands Erfindung im Alltag zum Einsatz.

Im Zweiten Weltkrieg arbeitete Woodland am Manhattan-Projekt in einem Labor im US-Bundesstaat Tennessee. 1947 nahm er sein Studium wieder auf und verbesserte als Student zunächst die Fahrstuhlmusik, indem er 15 verschiedene Musikstücke auf 35-mm-Film bannte. Bis dahin wurde die Musik von Schallplatten oder Tonbändern abgespielt, die damals noch oft mühselig gewechselt werden mussten.

Fahrstuhlmusik von der Mafia

Sein Vater verbot ihm die kommerzielle Weiterentwicklung seiner Idee, wie Woodland 1999 in einem Interview mit dem Smithsonian Magazine erzählte, aus dem die New York Times in ihrem Nachruf zitiert. "Fahrstuhlmusik wird von der Mafia kontrolliert, und mein Sohn wird damit nichts zu tun haben", soll der väterliche Rat damals gelautet haben.

Woodland studierte weiter an der Drexel University in Philadelphia (damals Drexel Institute of Technology). Dort tauchte ein Supermarktmanager auf und bat darum, Produktdaten effizienter zu erfassen und zu verwalten. Sein Kommilitone Silver griff die Idee auf und wandte sich an Woodland. Erste Versuche mit fluoreszierenden Farbstoffen und einer Abtastung mit ultraviolettem Licht scheiterten jedoch.

Striche im Sand 

amp amp nico 16. Dez 2012

Can man daraus schließen, daß dort die "wartungsintensivsten" Produkte verkauft werden?

Andre S 14. Dez 2012

Undzwar von der lieben Content-Mafia namens Gema und co... Da hat der gute Mann garnicht...

Garius 14. Dez 2012

"Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Astronaut aller Zeiten kam nur auf die...

jt (Golem.de) 14. Dez 2012

Örks. Stimmt. Ist korrigiert.

Chrizzl 13. Dez 2012

+1

Kommentieren



Anzeige

  1. EDV-Administrator (m/w)
    Vinzenz von Paul gGmbH Soziale Dienste und Einrichtungen, Göppingen
  2. IT Support Administrator (m/w)
    GENTHERM GmbH, Odelzhausen
  3. Software Tools Betreuer (m/w)
    Continental AG, Villingen
  4. IT-Spezialist Netz- und Systemmanagement (m/w)
    Infokom GmbH, Karlsruhe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Facebook, Google, Twitter

    Branchenweite Interessengruppe zum Open-Source-Einsatz

  2. Typ 007

    Leica Mittelformatkamera S filmt in 4K

  3. Cloud-Computing

    Mathematica Online für den Browser

  4. Taxi-Konkurrent

    Landgericht Frankfurt hebt Verbot von Uber auf

  5. Stadt München

    Zweiter Bürgermeister Münchens lobbyiert gegen Limux

  6. Wettbewerbsverfahren

    Justizminister Maas will an Googles Algorithmus

  7. Test Bernd das Brot

    "Dieses Spiel ist Mist"

  8. Apple

    Vorerst keine NFC-Funktion für deutsche iPhone-Käufer

  9. Sicherheitslücke bei Android

    AOSP-Browser soll über Javascript angreifbar sein

  10. Betriebssystem

    Apple bringt dritte öffentliche Beta von OS X 10.10



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



DDR-Hackerfilm Zwei schräge Vögel: Mit Erotik und Kybernetik ins perfekte Chaos
DDR-Hackerfilm Zwei schräge Vögel
Mit Erotik und Kybernetik ins perfekte Chaos
  1. Miraisens Virtuelle Objekte werden ertastbar
  2. Autodesk Pteromys konstruiert Papiergleiter am Computer

Rezension What If: Ein Highlight der Nerdkultur vom XKCD-Autor
Rezension What If
Ein Highlight der Nerdkultur vom XKCD-Autor
  1. Transistoren Rechnen nach dem Schmetterlingsflügel-Prinzip
  2. MIT-Algorithmus Wie rotiert Schrott in Schwerelosigkeit?
  3. Neues Verfahren Yale-Forscher formt Smartphone-Hüllen aus metallischem Glas

Typ C: Neuer USB-Stecker mit Klick und USB 3.1 ausprobiert
Typ C
Neuer USB-Stecker mit Klick und USB 3.1 ausprobiert
  1. HD Graphics 5300 Broadwell-GPU mit 24 oder 48 EUs, sparsamer und schneller
  2. NUC und Co. Intel will die Mini-PCs halbieren
  3. IMHO USB Typ C lieber heute als morgen

    •  / 
    Zum Artikel