RTL will raus aus DVB-T.
RTL will raus aus DVB-T. (Bild: Hama/Golem.de)

Nach RTL-Ankündigung DVB-T droht als TV-Verbreitungsweg wegzubrechen

RTL baut Druck auf DVB-T auf: Die Landesmedienanstalten fürchten, den Verbreitungsweg auch für öffentlich-rechtliche Programme zu verlieren. Mittel- bis langfristig sei ein Zusammenwachsen von Mobilfunk- und Rundfunktechnologie nötig.

Anzeige

Durch die Ausstiegserklärung von RTL droht ein Ende von DVB-T als TV-Verbreitungsweg. Das hat Jürgen Brautmeier, der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, erklärt. Über DVB-T würden seit 2004 die öffentlich-rechtlichen Programme von ARD und ZDF nahezu flächendeckend, die Angebote von RTL, ProSiebenSat1 sowie von weiteren Privatsendern vor allem in den Ballungsgebieten verbreitet, sagte Brautmeier.

Die RTL-Mediengruppe will in München schon ab Juli 2013 und in anderen Gebieten ab dem 31. Dezember 2014 kein DVB-T mehr unterstützen. Das terrestrische Fernsehen sei bei geringen Zuschauerzahlen teuer und die Verfügbarkeit der Frequenzen nach 2020 nicht gesichert, sagte Marc Schröder, Geschäftsführer RTL Interactive zur Begründung. Allein für RTL Deutschland sei für DVB-T2 ein erforderliches Investitionsvolumen im mittleren zweistelligen Millionenbereich nötig.

Brautmeier sagte: "Um der Gefahr zu begegnen, dass die Terrestrik als TV-Verbreitungsweg wegbricht, muss nun mit Nachdruck an einem zukunfts- und marktfähigen System für die terrestrische Fernsehverbreitung gearbeitet werden." Die Medienanstalten seien bereit, ihren Beitrag zu einem Fortbestand der Terrestrik zu leisten, weil sie als Alternative zu Kabel und Satellit für die Verbreitung von Fernsehen in Deutschland insgesamt wichtig ist und beim Zuschauer vor allem bei Zweit- und Drittgeräten sehr gut angenommen sei.

Auf dem Symposium der Technischen Konferenz der Medienanstalten (TKLM) kamen die Redner zu dem Ergebnis, dass es auch künftig einen Bedarf an mobiler Nutzung von Bewegtbildern geben werde. Allerdings müsse dies nicht zwangsläufig über einen klassischen Rundfunkverbreitungsweg wie DVB-T erfolgen. Weder DVB-T noch die aktuellen Mobilfunkstandards seien gegenwärtig in der Lage, den zukünftigen Anforderungen an eine terrestrische Verbreitung von Rundfunk und die Gewährleistung mobiler Kommunikation zu genügen. Mittel- bis langfristig müsse auf ein Zusammenwachsen von Mobilfunk- und Rundfunktechnologien gesetzt werden.

Martin Deitenbeck, Vorsitzender der Technischen Konferenz, sagte, dass mit der RTL-Ankündigung Druck aufgebaut wurde: "Jetzt endlich sind offenbar alle Marktbeteiligten bereit, ihren Beitrag zu einer hybriden und dynamischen Lösung bei der terrestrischen Verbreitung von TV- und Bewegtbildangeboten zu leisten."


smirg0l 21. Jan 2013

Aber nicht im Internet. Die Inet-Router lassen i.d.R. keine Broadcasts durch. Was...

spiderbit 21. Jan 2013

weiß nicht was du damit meinst, hier in nem 200 Leute kaff, hab ich mit nem 15,- Stick...

spiderbit 21. Jan 2013

ja frag mich auch ob das nicht Massenklagen zur Folge hätte, wegen klarem Betrug... ich...

Subsessor 21. Jan 2013

Der größte Teil für die DVB-T verbreitung wird schon jetzt von den ÖR getragen...

M.P. 20. Jan 2013

In meinem PC ist eine DVB-T-Karte installiert, die ich gerne nutze, um Aufzeichnungen zu...

Kommentieren




Anzeige

  1. Web-Anwendungsentwickler (m/w)
    Universität Hamburg, Hamburg
  2. Software Entwickler Energie PHP / MySQL (m/w)
    CHECK24 Services GmbH, München
  3. Senior IT-Systemadministrator/in
    virtual solution AG, München
  4. Technischer Projektleiter (m/w) Automotive
    Siemens AG, Erlangen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Bewegungsprofile

    Dobrindt wegen "Verkehrs-Vorratsdatenspeicherung" kritisiert

  2. Anonymisierung

    Facebook ist im Tor-Netzwerk erreichbar

  3. Spielekonsole

    Neuer 20-nm-Chip für sparsamere Xbox One ist fertig

  4. Günther Oettinger

    EU-Digitalkommissar will Urheberrechtssteuer für alle

  5. Ruhemodus

    Noch ein Bug in Firmware 2.0 der Playstation 4

  6. VDSL2-Nachfolgestandard

    Telekom-Konkurrenten starten G.fast-Praxistest

  7. Ego-Shooter

    Bethesda hat Prey 2 eingestellt

  8. Keine Bußgelder

    Sicherheitslücken bleiben ohne Strafen

  9. Kinox.to

    GVU will Bitshare und Freakshare offline nehmen lassen

  10. Bungie

    Destiny und der Gesundheitsbalken



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



iPad Air 2 im Test: Toll, aber kein Muss
iPad Air 2 im Test
Toll, aber kein Muss
  1. Tablet Apple verdient am iPad Air 2 weniger als am Vorgänger
  2. iFixit iPad Air 2 - wehe, wenn es kaputtgeht
  3. iPad Air 2 Benchmark Apples A8X überrascht mit drei Prozessor-Kernen

Test Civilization Beyond Earth: Die Zukunftsrunde mit der Schuldenfalle
Test Civilization Beyond Earth
Die Zukunftsrunde mit der Schuldenfalle
  1. Civ Beyond Earth Benchmark Schneller, ohne Mikroruckler und geringere Latenz mit Mantle
  2. Take 2 34 Millionen GTA 5 ausgeliefert

Aquabook 3: Das wassergekühlte Gaming-Notebook
Aquabook 3
Das wassergekühlte Gaming-Notebook
  1. Nepton 120XL und 240M Cooler Master macht Wasserkühlungen leiser
  2. DCMM 2014 Wenn PC-Gehäuse zu Kunstwerken werden

    •  / 
    Zum Artikel