Abo
  • Services:
Anzeige
Appelbaum beim 30. Chaos Communication Congress in Hamburg.
Appelbaum beim 30. Chaos Communication Congress in Hamburg. (Bild: Wikipedia/Tobias Klenze/CC-BY-SA 4.0)

Nach Missbrauchsvorwürfen: Jacob Appelbaum arbeitet nicht mehr für Tor

Appelbaum beim 30. Chaos Communication Congress in Hamburg.
Appelbaum beim 30. Chaos Communication Congress in Hamburg. (Bild: Wikipedia/Tobias Klenze/CC-BY-SA 4.0)

Der bekannte Hacker und Aktivist Jacob Appelbaum ist kein Angestellter des Tor-Projektes mehr. Gegen ihn werden schwere Anschuldigungen erhoben. Das Tor-Projekt hat eine Anwaltskanzlei engagiert, um den Sachverhalt aufzuklären.

Der Programmierer und Aktivist Jacob Appelbaum arbeitet nicht mehr für das Tor-Projekt, wie Tor selbst in einem knappen Statement am Freitagabend mitgeteilt hat. Unmittelbar nach Bekanntgabe der Trennung von Appelbaum wurden zahlreiche Spekulationen über die Gründe laut. Kurz nach Verkündung meldeten sich mehrere Frauen, die angaben, von Appelbaum vergewaltigt und sexuell belästigt worden zu sein. Beweise für diese Vorwürfe gibt es bislang nicht.

Anzeige

Die mutmaßlichen Opfer von Appelbaum haben eine Webseite eingerichtet, auf der mehrere Berichte über sexuelle Vergehen zu lesen sind. Bislang ist nicht bekannt, dass eine der mutmaßlich betroffenen Personen Anzeige erstattet hat. Viele mutmaßliche Opfer sexualisierter Gewalt gehen nicht zur Polizei, weil der langwierige Prozess für sie erneut traumatische Beschwerden auslösen kann.

Nach heftigen Reaktionen innerhalb der Szene hat Tor am Samstagabend deutscher Zeit ein weiteres Statement veröffentlicht, in dem Shari Steele, die seit Dezember Geschäftsführerin von Tor ist, ausführlicher Stellung nimmt. Steele schreibt, die Vorwürfe gegen Appelbaum seien innerhalb der Organisation nicht neu gewesen. Tatsächlich wurde schon länger hinter vorgehaltener Hand über Vergewaltigungsvorwürfe von Frauen gegen Appelbaum gesprochen, auch Golem.de waren die Gerüchte seit längerem bekannt.

Tor ist "zutief verstört"

Steele schreibt, dass die aktuell erhobenen Vorwürfe über das hinausgingen, was in der Organisation bekannt gewesen sei. Man sei "zutief verstört" darüber. Nach ausführlichen Gesprächen mit einigen der mutmaßlich betroffenen Personen und intensiven internen Diskussionen habe Appelbaum seinen Posten bei Tor am 27. Mai 2016 niedergelegt.

Steele betont, dass das Tor-Projekt keine Ermittlungsbehörde sei und begrenzte Kapazitäten zur Ermittlung der Fakten in diesem Fall habe. Daher arbeitet das Projekt jetzt nach eigenen Angaben mit einer Anwaltskanzlei zusammen, die sich auf sexuellen Missbrauch, vor allem im beruflichen Kontext, spezialisiert hat. Eine der Frauen, die die Vorwürfe veröffentlicht hat, ist Angestellte des Tor-Projekts.

Jacob Appelbaum hat mittlerweile in einem Tweet auf die Anschuldigungen reagiert.


eye home zur Startseite
sf (Golem.de) 05. Jun 2016

Liebe Leser, aufgrund der hohen Anzahl von menschenverachtenden Kommentaren über...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. SportScheck GmbH, Unterhaching
  2. Deutsche Telekom Technischer Service GmbH, Bonn
  3. T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen, München
  4. Bizerba SE & Co. KG, Balingen


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Die Unfassbaren, Ghostbusters I & II, Jurassic World, Fast & Furious 7 Extended Version)
  2. (u. a. Django, Elysium, The Equalizer, White House Down, Ghostbusters 2)
  3. (u. a. Die Goonies, John Mick, Auf der Flucht, Last Man Standing)

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Potenzialanalyse für eine effiziente DMS- und ECM-Strategie
  2. Kritische Bereiche der IT-Sicherheit in Unternehmen
  3. Praxiseinsatz, Nutzen und Grenzen von Hadoop und Data Lakes


  1. Agent 47

    Der Hitman unterstützt bald HDR

  2. Mietwochen

    Media Markt vermietet Elektrogeräte ab einem Monat Laufzeit

  3. Nintendo

    Vorerst keine Videostreaming-Apps auf Switch

  4. Illegales Streaming

    Kinox.to nutzt gleichen Google-Trick wie Porno-Hoster

  5. DACBerry One

    Soundkarte für Raspberry Pi liefert Töne digital und analog

  6. Samsungs Bixby

    Galaxy S8 kann sehen und erkennen

  7. Schweizer Polizei

    Drohnenabwehr beim Weltwirtschaftsforum in Davos

  8. Crashuntersuchung

    Teslas Autopilot reduziert Unfallquote um 40 Prozent

  9. Delid Die Mate 2

    Prozessoren köpfen leichter gemacht

  10. Rückzieher

    Assange will nun doch nicht in die USA



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nintendo Switch im Hands on: Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
Nintendo Switch im Hands on
Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
  1. Arms angespielt Besser boxen ohne echte Arme
  2. Nintendo Switch Eltern bekommen totale Kontrolle per App
  3. Nintendo Switch erscheint am 3. März

Autonomes Fahren: Laserscanner für den Massenmarkt kommen
Autonomes Fahren
Laserscanner für den Massenmarkt kommen
  1. BMW Autonome Autos sollen mehr miteinander quatschen
  2. Nissan Leaf Autonome Elektroautos rollen ab Februar auf Londons Straßen
  3. Autonomes Fahren Neodriven fährt autonom wie Geohot

Reverse Engineering: Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button
Reverse Engineering
Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button

  1. Re: Welche aktuellen Wärmeleitpasten sind den gut?

    tschick | 10:40

  2. Re: Muss Kim (Dotcom) Schmitz jetzt mit Google...

    thecrew | 10:40

  3. Re: was für einen Unterschied macht es für ihn...

    quineloe | 10:40

  4. Re: Na und?

    Moe479 | 10:40

  5. Re: Tolles Teil

    patrickrocker83 | 10:39


  1. 10:41

  2. 10:26

  3. 09:57

  4. 09:29

  5. 08:50

  6. 08:33

  7. 07:34

  8. 07:18


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel