Abo
  • Services:
Anzeige
Nach Messkampagne: Provider müssen beworbene Datenraten auch einhalten
(Bild: Kacper Pempel/Reuters)

Nach Messkampagne Provider müssen beworbene Datenraten auch einhalten

Internet Provider sollen die beworbenen Datenraten auch wirklich bieten, oder sie müssen die Werbesprüche anpassen. Angeblich will das Bundeswirtschaftsministerium dies nun über die Bundesnetzagentur durchsetzen. Laut einer Studie erreicht nicht einmal jeder fünfte Nutzer die "Bis zu"-Datenrate.

Anzeige

Das Bundeswirtschaftsministerium will sich dafür einsetzen, dass Internet Provider die zugesagten Datenübertragungsraten auch einhalten oder die Werbeaussagen anpassen. Das geht aus einer Antwort (PDF) des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage hervor, die Netzpolitik.org bei der Plattform FragDenStaat.de gestellt hat. Die Bundesnetzagentur hatte im April 2013 die Ergebnisse einer Studie zur tatsächlichen Geschwindigkeit von Internetanschlüssen veröffentlicht.

"Die Unternehmen stehen nun in der Pflicht, die Versorgung ihrer Kunden ihren vertraglichen Zusagen entsprechend zu verbessern oder zumindest im Vertrag deutlich zu machen, welche Bandbreiten tatsächlich erreicht werden können", antwortete das Ministerium. Falls erforderlich, könne die Bundesnetzagentur wie im Telekommunikationsgesetz vorgesehen "Mindestanforderungen an die Dienstequalität auch verbindlich festlegen. Das Bundeswirtschaftsministerium wird sich für den effizienten Einsatz dieser Mittel starkmachen."

In der bundesweiten Messkampagne konnten Internetnutzer über initiative-netzqualitaet.de die Geschwindigkeit ihres Anschlusses messen. Der Studie liege mit knapp einer viertel Million ausgewerteter Messungen eine äußerst umfangreiche Datenbasis zugrunde, so der Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann.

Nicht einmal jeder fünfte Internetnutzer (19,5 Prozent) hat danach die vertraglich vereinbarte "Bis zu"-Bandbreite auch tatsächlich gemessen. Knapp 69,2 Prozent erreichten nur die Hälfte der versprochenen Obergrenze.

Von den LTE-Anschlüssen mit 2 bis 8 MBit/s erhielten 67,5 Prozent die halbe und 33,1 Prozent die volle Datenübertragungsrate. In der Klasse 25 bis 50 MBit/s bekamen nur 1,6 Prozent die volle und 23,3 Prozent der Kunden die halbe Übertragungsrate.

"Erste kritische Stellungnahmen von Unternehmen an der Messmethodik sind unberechtigt", so das Ministerium. "Die geäußerten Vorbehalte, die unterschiedlichen Fallgestaltungen - Mobilfunk als 'Shared Medium', deshalb Abhängigkeit der Bandbreite von der Anzahl der Nutzer - und die Situationen vor Ort - Abhängigkeit der Bandbreite von Entfernung des Teilnehmeranschlusses vom Kabelverzweiger - seien nicht ausreichend berücksichtigt worden, sind unbegründet." Der methodische Ansatz der Messstudie ist repräsentativ.


eye home zur Startseite
tingelchen 28. Jun 2013

Dann hast du Glück gehabt. Hatte immer mal nachgefragt. Und nie eine konkrete Aussage...

Elgareth 28. Jun 2013

Und dennoch... Ich bin umgezogen, in ein Haus ohne Kabelanschluss, daher Inet über O2...

keböb 28. Jun 2013

Ja das sehe ich auch so. In der Schweiz liefern die Provider i.d.R. eigentlich sehr brav...

hw75 27. Jun 2013

kwt

HerbertStinkmeaner 27. Jun 2013

Das alles soll sich auf Privatanschlüsse beziehen. Bei gewerblichem Internet kommt da...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  2. Daimler AG, Sindelfingen
  3. DATAGROUP Köln GmbH, Köln (Home-Office)
  4. ING-DiBa AG, Nürnberg


Anzeige
Top-Angebote
  1. 198,00€
  2. 21,50€ (ohne Prime bzw. unter 29€-Einkauf zzgl. 3€ Versand)

Folgen Sie uns
       


  1. Delid Die Mate 2

    Prozessoren köpfen leichter gemacht

  2. Rückzieher

    Assange will nun doch nicht in die USA

  3. Oracle

    Critical-Patch-Update schließt 270 Sicherheitslücken

  4. Android 7.0

    Samsung verteilt Nougat-Update für S7-Modelle

  5. Forcepoint

    Carbanak nutzt Google-Dienste für Malware-Hosting

  6. Fabric

    Google kauft Twitters App-Werkzeuge mit Milliarden Nutzern

  7. D-Link

    Büro-Switch mit PoE-Passthrough - aber wenig Anschlüssen

  8. Flash und Reader

    Adobe liefert XSS-Lücke als Sicherheitsupdate

  9. GW4 und Mont-Blanc-Projekt

    In Europa entstehen zwei ARM-Supercomputer

  10. Kabelnetz

    Vodafone stellt Bayern auf 1 GBit/s um



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Glasfaser: Nun hängt die Kabel doch endlich auf!
Glasfaser
Nun hängt die Kabel doch endlich auf!
  1. Fake News Für Facebook wird es hässlich
  2. Nach Angriff auf Telekom Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
  3. Soziales Netzwerk Facebook wird auch Instagram kaputt machen

Western Digital Pidrive im Test: Festplatte am Raspberry Pi leicht gemacht
Western Digital Pidrive im Test
Festplatte am Raspberry Pi leicht gemacht
  1. Sopine A64 Weiterer Bastelrechner im Speicherriegel-Format erscheint
  2. Bootcode Freie Firmware für Raspberry Pi startet Linux-Kernel
  3. Raspberry Pi Compute Module 3 ist verfügbar

Autonomes Fahren: Wenn die Strecke dem Zug ein Telegramm schickt
Autonomes Fahren
Wenn die Strecke dem Zug ein Telegramm schickt
  1. Fahrgastverband "WLAN im Zug funktioniert ordentlich"
  2. Deutsche Bahn WLAN im ICE wird kostenlos
  3. Mobilfunk Telekom baut LTE an Regionalbahnstrecken aus

  1. Re: Adobe - Die Fabrik der Sicherheitslücken

    DetlevCM | 06:33

  2. Re: Golem.de emails in den BND Leaks

    Eheran | 06:29

  3. Re: Intel...

    LeCaNo | 06:27

  4. Re: "Wer unbedingt LTE nutzen möchte"

    eXXogene | 06:04

  5. Re: "Wir bauen mehr Glasfaser als jeder andere...

    NaruHina | 05:55


  1. 18:28

  2. 18:07

  3. 17:51

  4. 16:55

  5. 16:19

  6. 15:57

  7. 15:31

  8. 15:21


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel