Webseite von Gamigo
Webseite von Gamigo (Bild: Gamigo)

Nach Hack Acht Millionen Gamigo-Passwörter veröffentlicht

Rund acht Millionen E-Mail-Adressen mit Passwort des Hamburger Onlinegamesanbieters Gamigo sind im Internet aufgetaucht. Im März 2012 hatte die Tochter des Axel Spinger Verlags bekanntgegeben, dass Hacker sich Zugang zu Nutzerkonten verschafft hatten.

Anzeige

8,243,809 Datensätze mit E-Mail-Adressen und - zumindest ursprünglich - verschlüsselten Passwörtern sind im Internet aufgetaucht, wie Gamigo Golem.de bestätigt hat. Im Juli 2012 wurde ein Link in einem Forum auf eine 478 MByte große Datei mit den Informationen veröffentlicht. Ende Februar 2012 hatten sich ein oder mehrere Hacker mit dem Pseudonym "8in4ry_Munch3r" Zugriff auf Nutzerkonten von Gamigo verschafft, kurze Zeit später informierte das Hamburger Unternehmen seine Kunden über den Einbruch.

Die Datei ist jetzt wieder gelöscht, allerdings hat der Betreiber von Pwnedlist.com sie analysiert. Er bietet eine kostenlose Überprüfung an, ob eine Mail-Adresse in den Daten von Gamigo vorkommt. Zwar waren die Passwörter ursprünglich durch Hashs geschützt, allerdings lässt ein weiterer Beitrag in dem Forum, in dem der Link veröffentlicht wurde, darauf schließen, dass die Kodierung im schlimmsten Fall weitgehend - inzwischen wohl eher vollständig - entschlüsselt ist.

Nach Angaben von Pwnedlist.com befinden sich in dem Datensatz unter anderem rund 2,4 Millionen Nutzerkonten aus Deutschland, darunter allein rund 100.000 von T-Online. Dazu kommen 3 Millionen Accounts, die auf US-Kunden hinweisen, und 1,3 Million offensichtlich aus Frankreich stammende Spieler. Wie nicht anders zu erwarten, befinden sich Adressen von allen großen E-Mail-Anbietern in dem Datensatz, dazu kommen Mitarbeiter von Unternehmen wie IBM, Deutsche Bank und Siemens. Rund 5.000 Adressen sollen sich direkt Gamigo zuordnen lassen.

Die Kunden von Gamigo mussten Anfang März 2012 neue Passwörter anlegen, um auf ihr Nutzerkonto zugreifen zu können. Problematisch ist, wie meist in derartigen Fällen, dass viele Kunden das gleiche Passwort in einer Vielzahl von Accounts verwenden - sie sollten schnellstmöglich geändert werden.

Gamigo sei sich der Probleme bewusst und arbeite an einer weiteren Erklärung und Information für Presse und die betroffenen Kunden, so ein Firmensprecher auf Anfrage von Golem.de.

Nachtrag vom 24. Juli 2012, 10.50 Uhr

Mittlerweile hat sich Gamigo mit einer Stellungnahme zu Wort gemeldet. Nach aktuellem Wissensstand würden die im Netz aufgetauchten Daten "keine neuen Erkenntnisse" bieten. Alle erforderlichen Maßnahmen seien bereits damals umgehend eingeleitet worden. "Dazu gehörten die Information aller betroffenen Nutzer, das Zurücksetzen der Passwörter, die Abschaltung der gehackten Datenbank, eine umfassende IT-Sicherheitsprüfung, das Offline-Stellen von Teilbereichen des Angebots, die Information der zuständigen Behörden sowie die Klärung juristischer Fragen", so Gamigo. Das Unternehmen nehme die jetzige Veröffentlichung zum Anlass, den Vorgang erneut kritisch zu überprüfen.


IrgendeinNutzer 24. Jul 2012

Kannst du den Link bitte mir auch per Nachricht senden? Muss prüfen ob ein kompletter...

IrgendeinNutzer 24. Jul 2012

8 Millionen Datensätze... das ist Wahnsinn! Wo ich den Artikel gelesen habe dachte ich...

madMatt 24. Jul 2012

Toller drecksverein. Mein Account wurde auch geleaked. Es gibt überhaupt keinen Grund...

matok 24. Jul 2012

Und wer betreibt den Hashgenerator? ;)

M. C. 24. Jul 2012

Das ist schon richtig, Du möchtest ja auch wissen, ob Deine Mail drinne ist, oder nicht...

Kommentieren


Browsergame Magazin / 24. Jul 2012

Gamigo-Passwörter kurz veröffentlicht



Anzeige

  1. Informatiker (m/w)
    Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
  2. Projektverantwortlicher (m/w) Diagnose / Service-Funktionen von Lokomotiven
    Siemens AG, Erlangen
  3. IT Account Manager (m/w)
    European Space Agency (ESA), Noordwijk (Netherlands)
  4. Architect Cloud Platform / IaaS (m/w)
    Microsoft Deutschland GmbH, verschiedene Standorte

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. ARCTIC Freezer 13 CO (mit 92mm PWM-Lüfter, für AMD u. Intel)
    26,19€ inkl. Versand
  2. Turtle Beach Kopfhörer reduziert
  3. VORBESTELL-AKTION: Microsoft Lumia 640 vorbestellen und 32GB-Speicherkarte gratis dazu erhalten
    (159,00€/179,00€/219,00€ 3G/LTE/XL)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Qualitätsprobleme

    Withings Activité Pop mit Glasbruch und Verletzungsgefahr

  2. Apple-Patent

    Smartphone-Kamera mit drei Sensoren

  3. Taxi-Dienst

    Uber plant neuen Dienst für Deutschland

  4. Pilotprojekt

    DHL-Paketkasten kommt in Mehrfamilienhäuser

  5. Technical Preview

    Windows 10 erscheint in Kürze für weitere Smartphones

  6. Freie Bürosoftware

    Libreoffice liegt im Rennen gegen Openoffice weit vorne

  7. Smartwatch

    Pebble sammelt über 20 Millionen US-Dollar

  8. Manfrotto

    Winziges LED-Dauerlicht für Filmer und Fotografen

  9. Test Woolfe

    Rotkäppchen schwingt die Axt

  10. Palinopsia Bug

    Das Gedächtnis der Grafikkarte auslesen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Raspberry Pi 2: Die Feierabend-Maschine
Raspberry Pi 2
Die Feierabend-Maschine
  1. GCHQ Bastelnde Spione bauen Raspberry-Pi-Cluster
  2. Raspberry Pi 2 Fotografieren nur ohne Blitz
  3. Internet der Dinge Windows 10 läuft kostenlos auf dem Raspberry Pi 2

Gnome 3.16 angesehen: "Tod der Nachrichtenleiste"
Gnome 3.16 angesehen
"Tod der Nachrichtenleiste"
  1. Server-Technik Gnome erstellt App-Sandboxes
  2. Display-Server Volle Wayland-Unterstützung für Gnome noch dieses Jahr
  3. Linux Gnome-Werkzeug soll für bessere Akkulaufzeiten sorgen

Openstack: Viele brauchen es, keiner versteht es - wir erklären es
Openstack
Viele brauchen es, keiner versteht es - wir erklären es
  1. Cebit 2015 Das Open Source Forum debattiert über Limux

  1. Re: Anzahl der Versionen im Jahr hat keine Aussage

    bremse | 18:03

  2. sorry, das ist eindeutig tltr

    Benutzername123 | 17:54

  3. Re: Aktionen der Verzweiflung

    robinx999 | 17:49

  4. Panasonic verwendet also ein Apple-Patent?

    katonk | 17:44

  5. Re: Streaming-Ruckler...

    b1n0ry | 17:41


  1. 16:09

  2. 15:29

  3. 12:41

  4. 11:51

  5. 09:43

  6. 17:19

  7. 15:57

  8. 15:45


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel