Nach dem HP-Drucker-Hack Abhören und Übernehmen von Ciscos IP-Telefonen

In vielen großen Firmen gibt es Installationen von Cisco-Telefonen. Hacker haben nun einen Weg gefunden, in alle diese eigentlich sicheren Telefone einzubrechen.

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Wer in eine Firma einbrechen möchte, ist nicht unbedingt nur auf Daten aus. Es kann auch darum gehen, Gespräche abzuhören und eine Basis für weitere Angriffe zu haben. Ang Cui, der im vergangenen Jahr mit seinem HP-Drucker-Hack Aufsehen erregt hat, und Michael Costello ist mit Cisco-IP-Telefonen beides gelungen: Laut ihrem Bericht können sie Gespräche abhören und zugleich von einem Telefon zum anderen springen.

Zwei realistische Angriffsszenarien sehen Cui und Costello. Zum einen den Weg über einen ohnehin schon übernommenen HP-Drucker. Solche Drucker finden sich häufig in großen Firmen. Allerdings gibt Cui zu, dass HP mittlerweile die Sicherheitsprobleme seiner Drucker, die sich mit einem einfachen Druckauftrag übernehmen ließen, beseitigt hat. Bei Firmen, die das Update vergessen haben oder nicht kennen, reicht es, einem Mitarbeiter der Firma ein Dokument zu schicken, das dieser ausdruckt. Mit ein wenig Social Engineering dürfte das nicht schwer sein. Einen VLAN-Schutz - Cisco-Telefone befinden sich in der Regel in einem eigenen VLAN - sieht Cui nicht als Hürde, nennt aber auch keine Details.

Angriff über die Lobby

Das zweite Szenario überwindet kein VLAN. Hierbei ist ein physischer Zugriff auf die Hardware notwendig. In das Büro und an das Telefon eines Firmenchefs wird der Hacker kaum kommen angesichts der Sicherheitsvorkehrungen größerer Firmen. Der Angreifer braucht aber nur ein Telefon des Netzwerks, das als Einstiegspunkt dienen kann. Realistisch ist den beiden Hackern zufolge ein Angriff über den Empfang über ein leicht zugängliches Telefon im Eingangsbereich. Details zur eigentlich dem Social Engineering zugehörigen Komponente des Angriffs nennen die Hacker nicht, da sie sich auf den Hardwareteil konzentrieren.

Vorstellbar ist etwa, dass der Angreifer sich als Servicemitarbeiter ausgibt oder auch einfach die Person am Empfang ablenkt. Es gibt auch Situationen, in denen der Empfang schlicht unbesetzt ist. Mit einem selbstgebastelten sogenannten "Thingp3wn3er", der per RJ11 in den Aux-Port gesteckt wird und 900 Bytes sendet, ist dann das Telefon übernommen, mit dem das eigentliche Zieltelefon angegriffen wird. Die kleine selbstgebastelte Box wird dabei per Bluetooth angesprochen, um Kommandos im Netzwerk zu verteilen.

Sicherheitslücken und Designfehler ermöglichen den Angriff 

SirFledermaus 02. Jan 2013

Laut dem Vortrag sind sogar diese 60 (oder die Meisten davon) SysCalls vulnerable...

SirFledermaus 02. Jan 2013

Über den AUX-Port baut das Ding ne Console-Session über RS232 auf. Darüber wird dann das...

SaSi 29. Dez 2012

weis zwar nicht ob das geht, wäre doch aber vorstellbar mit hp und tk?

Valentinouno 29. Dez 2012

Danke vielmals, ich bin auch neu hier.... :)

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