Anzeige
Ciscos Telefone eignen sich für Spionageangriffe.
Ciscos Telefone eignen sich für Spionageangriffe. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Sicherheitslücken und Designfehler ermöglichen den Angriff

Dass das überhaupt geht, liegt an zahlreichen Sicherheitslücken und konzeptionellen Schwächen. Cui und Costello zollen Cisco aber durchaus Respekt. Das Cisco Native Unix bietet nur wenig Angriffsfläche, da nur das Nötigste überhaupt aktiv ist. Außerdem benutzt Cisco signierte Firmware und sichert alle wichtigen Dateien über eine Checksumme ab. Wer an dem System herumspielt, sorgt dafür, dass das Telefon nicht mehr arbeitet.

Anzeige

Allerdings kann das Telefon über Sicherheitslücken zum Absturz gebracht werden. Zudem ist es den Hackern gelungen, ein Root-Standardpasswort in Cisco-Telefonen auszumachen. Diese Lücke soll für alle Telefone gelten. Insgesamt haben die Hacker 60 Syscalls entdeckt, die zu Kernel Panics führen. Sie haben nur wenige daraufhin untersucht, ob sie sich für Angriffe eignen.

ROM der Telefone ist beschreibbarer Speicher

Der nächste Schritt ist das Absetzen eines Rootkits im ROM, der eigentlich ein Flash-Speicher ist. Laut den Hackern ist es sogar möglich, den Flash-Speicher danach so zu sperren, dass das Rootkit nicht mehr per Patch entfernt werden kann, also wirklich zu einem ROM wird. Nur ein Austausch des Flash-Chips bringt dann nach Cuis Angaben die Sicherheit zurück. Die Funktion des Telefons, zumindest aus reiner Nutzersicht, wird durch den Angriff nicht beeinträchtigt. Es ist also weiterhin möglich, Telefongespräche zu führen. Der Hacker kann aber die Telefongespräche abhören oder auch andere Telefone im Netzwerk zu Abhörstationen umkonfigurieren.

Um ein Telefongespräch abzuhören, muss lediglich das Mikrofon aktiviert werden. Cisco hat jedoch an diesen Fall gedacht. Das Mikrofon der Freisprechanlage wir nur aktiviert, wenn sichergestellt wurde, dass die Mikrofon-LED aktiviert wurde. Die Hacker haben keinen Weg gefunden, diese LED zu deaktivieren. Das Abhören würde also schnell auffallen.

Doch Cisco hat nicht daran gedacht, dass ihre Telefone ein zweites Mikrofon enthalten, nämlich das im Telefonhörer, das nur über den digitalen Offhook-Switch abgesichert wird, einem Gabelumschalter. Dieser Schalter aber lässt sich hacken. Dem Telefon wird signalisiert, dass der Hörer abgenommen worden wäre, so dass es das Mikrofon aktiviert. Für die Aufnahmequalität ist das kein Problem, auch wenn das Mikrofon nicht ideal positioniert ist. Zudem gehen die Hacker davon aus, dass der Draht zur Ohrmuschel sich als Antenne oder auch als Funtenna, wie Cui sie nennt, missbrauchen lässt. Funktion und Reichweite der Antenne müssen aber erst noch erforscht werden. Im Moment können die beiden Hacker diese Antenne nicht nutzen.

 Nach dem HP-Drucker-Hack: Abhören und Übernehmen von Ciscos IP-TelefonenFirmware-Upgrades per TFTP 

eye home zur Startseite
SirFledermaus 02. Jan 2013

Laut dem Vortrag sind sogar diese 60 (oder die Meisten davon) SysCalls vulnerable...

SirFledermaus 02. Jan 2013

Über den AUX-Port baut das Ding ne Console-Session über RS232 auf. Darüber wird dann das...

SaSi 29. Dez 2012

weis zwar nicht ob das geht, wäre doch aber vorstellbar mit hp und tk?

Valentinouno 29. Dez 2012

Danke vielmals, ich bin auch neu hier.... :)

Kommentieren



Anzeige

  1. Software Entwickler Java (m/w)
    team24x7 Gesellschaft für Lösungen in der Datenverarbeitung mbH, Bonn
  2. Architect Microsoft Exchange / WebMail (m/w)
    T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen, München, Hamburg, Bremen, Bonn
  3. Frontend-Entwickler (m/w) E-Commerce
    LIDL Stiftung & Co. KG, Neckarsulm oder Berlin
  4. Ingenieur, Informatiker, Mathematiker (m/w)
    DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Neustrelitz

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Battlefield 1 angespielt

    Zeppeline, Sperrfeuer und die Wiedergeburts-Spritze

  2. Förderung

    Telekom räumt ein, dass Fiber-To-The-Home billiger sein kann

  3. Procter & Gamble

    Windel meldet dem Smartphone, wenn sie voll ist

  4. AVM

    Routerfreiheit bringt Kabel-TV per WLAN auf mobile Geräte

  5. Oculus App

    Vive-Besitzer können wieder Rift-exklusive Titel spielen

  6. Elektroauto

    Supersportwagen BMW i8 soll 400 km rein elektrisch fahren

  7. Keine externen Monitore mehr

    Apple schafft Thunderbolt-Display ersatzlos ab

  8. Browser

    Safari 10 soll auch auf älteren OS-X-Versionen laufen

  9. Dota

    Athleten müssen im E-Sport mehr als nur gut spielen

  10. Die Woche im Video

    Superschnelle Rechner, smarte Zähler und sicherer Spam



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Moto GP 2016 im Test: Motorradrennen mit Valentino Rossi
Moto GP 2016 im Test
Motorradrennen mit Valentino Rossi
  1. GTA 5 Online Sechs Spezialfähigkeiten und ein Supersportwagen
  2. Gran Turismo Sport Ein Bündnis mit der Realität
  3. Playsports Games Motorsport Manager rast auf PC-Plattformen

Android Wear 2.0 im Hands on: Googles Aufholjagd mit Komplikationen
Android Wear 2.0 im Hands on
Googles Aufholjagd mit Komplikationen
  1. Android Wear 2.0 Google etabliert Fragmentierung bei Smartwatches
  2. Microsoft Outlook-Watch-Face für Android-Smartwatches
  3. Samsung Keine neuen Smartwatches mit Android Wear geplant

Wireless-HDMI im Test: Achtung Signalstörung!
Wireless-HDMI im Test
Achtung Signalstörung!
  1. Die Woche im Video E3, Oneplus Three und Apple ohne X

  1. Re: Endlich...

    azeu | 20:50

  2. Re: Amazing, Tesla Roadster Äquivalent 8 Jahre zu...

    Berner Rösti | 20:46

  3. Re: Glückwunsch an die Briten

    neocron | 20:44

  4. Re: Wie wird Telefon verfügbar gemacht?

    triplekiller | 20:43

  5. Re: War klar

    rabatz | 20:42


  1. 15:00

  2. 10:36

  3. 09:50

  4. 09:15

  5. 09:01

  6. 14:45

  7. 13:59

  8. 13:32


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel