Abo
  • Services:
Anzeige
Der GCHQ darf weiterhacken - sagt ein britisches Gericht.
Der GCHQ darf weiterhacken - sagt ein britisches Gericht. (Bild: Eddie Keogh/Reuters)

Nach Beschwerde: Der GCHQ darf erstmal weiterhacken

Der GCHQ darf weiterhacken - sagt ein britisches Gericht.
Der GCHQ darf weiterhacken - sagt ein britisches Gericht. (Bild: Eddie Keogh/Reuters)

Die Spione dürfen weiterhacken: Privacy International und der CCC sind mit einer Beschwerde gegen die Hacking-Praxis des britischen Geheimdienstes gescheitert. Das Investigatory Powers Tribunal möchte die "dringenden Bedürfnisse der Geheimdienste" schützen.

Der britische Geheimdienst GCHQ darf sich auch weiterhin in Smartphones und Computer hacken, um nachrichtliche Aufklärung zu betreiben. Das hat das Investigatory Powers Tribunal in Großbritannien entschieden (Urteil als PDF). Die Organisationen Privacy International und auch der CCC hatten die Beschwerde angestoßen.

Anzeige

Die Organisationen hatten sich über die Hacking-Praxis beschwert, weil sie diese für unvereinbar mit den Menschenrechten halten und weil dadurch die IT-Sicherheit insgesamt verschlechtert werde. Ein wirksamer Schutz der Privatsphäre könne so nicht garantiert werden. Das Investigatory Powers Tribunal sieht das offenbar anders. Weil die britische Regierung mittlerweile Richtlinien vorgelegt habe, die die Hacking-Einsätze des GCHQ begrenzen sollen, sei ein weitgehender Missbrauch der Befugnisse nicht zu befürchten.

Außerdem wolle die Regierung die Befugnisse der Sicherheitsbehörden mit der kommenden Investigatory Powers Bill auf eine neue rechtliche Grundlage stellen und würde so für mehr rechtliche Klarheit sorgen. Das kommende Gesetz ist jedoch unter Menschenrechtlern und Rechtsexperten wegen seiner weitreichenden Befugnisse umstritten, auch die britischen Telekommunikationsanbieter wehren sich gegen die von ihnen verlangte Datenspeicherung.

Beschwerdeführer sind enttäuscht

Die Beschwerdeführer zeigten sich enttäuscht von dem Urteil. Zum Zeitpunkt der Einreichung der Klage habe es keine rechtliche Basis für die Hacking-Praxis gegeben, heißt es in einem Blogpost. Außerdem habe sich das Gericht auf ein Geheimdienstgesetz von 1994 bezogen und nicht ermittelt, inwiefern die Hacking-Praxis mit der Europäischen Menschenrechtskonvention kompatibel sei. Auch habe das Gericht akzeptiert, dass der GCHQ sehr breite Durchsuchungen veranlassen könne, etwa: "höre alle Mobiltelefone im Raum Birmingham ab". Dies sei keine zielgerichtete Überwachung und würde mit jahrhundertealter britischer Tradition brechen.

Das Investigatory Powers Tribunal ist das einzige britische Gericht, das über Klagen gegen die Geheimdienste verhandelt. Seine zehn Mitglieder werden von der britischen Königin für die Dauer von fünf Jahren ernannt.


eye home zur Startseite
Der Held vom... 16. Feb 2016

... nach Selbstbestimmung, Privatsphäre und Datenschutz, um nur einige zu nennen?



Anzeige

Stellenmarkt
  1. S&L Netzwerktechnik GmbH, Mülheim-Kärlich
  2. Universität Passau, Passau
  3. Robert Bosch GmbH, Bühl
  4. über Robert Half Technology, München


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Asus GTX 1070 Strix OC, MSI GTX 1070 Gaming X 8G und Aero 8G OC)
  2. 94,90€ statt 109,90€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Kritische Bereiche der IT-Sicherheit in Unternehmen
  2. Potenzialanalyse für eine effiziente DMS- und ECM-Strategie
  3. Sicherheitskonzeption für das App-getriebene Geschäft


  1. Mojang

    Noch mehr Möglichkeiten mit Addons für Minecraft

  2. App Preview Messaging

    Android soll Messenger-Nachrichten ohne App empfangen können

  3. Amber Mobility

    Elektroauto für 33 Euro pro Woche mieten

  4. Hackerangriff

    Übernahme von Yahoo könnte durch Hack gefährdet sein

  5. Canon vs. Nikon

    Superzoomer für unter 250 Euro

  6. Konkurrenz für Amazon Echo

    Apple baut angeblich Siri-Lautsprecher

  7. Sam Lab Curio

    Modulare ferngesteuerte Rennwagen bauen

  8. Snap Spectacles

    Snapchat stellt Sonnenbrille mit Kamera vor

  9. SMS-Alternative

    Neue Whatsapp-Bedingungen werden Pflicht

  10. Up- und Download

    Breites Bündnis ruft nach flächendeckender Gbit-Versorgung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Osmo Mobile im Test: Hollywood fürs Smartphone
Osmo Mobile im Test
Hollywood fürs Smartphone
  1. Osmo Mobile DJI präsentiert Gimbal fürs Smartphone
  2. Hasselblad DJI hebt mit 50-Megapixel-Luftbildkamera ab
  3. DJI Flugverbotszonen in Drohnensoftware lassen sich ausschalten

Berlin-Wahl: Wo sind all die Piraten-Wähler hin?
Berlin-Wahl
Wo sind all die Piraten-Wähler hin?
  1. Störerhaftung Auf Wiedersehen vor dem EuGH
  2. EuGH zu Störerhaftung Bei Verstößen droht Hotspot-Anbietern Nutzerregistrierung
  3. Europäisches Parlament Netzsperren - Waffe gegen Terror oder Zensur?

Forza Horizon 3 im Test: Autoparadies Australien
Forza Horizon 3 im Test
Autoparadies Australien
  1. Die Woche im Video Schneewittchen und das iPhone 7
  2. Forza Motorsport 6 PC-Rennspiel Apex fährt aus der Beta
  3. Microsoft Play Anywhere gilt für alle Spiele der Microsoft Studios

  1. Re: 132 Euro im Monat, nie im Leben!

    Kondratieff | 10:40

  2. Re: Zwang zur Weiternutzung

    The Insaint | 10:37

  3. Re: Man könnte sich zumindest mal Telegram...

    gaelic | 10:36

  4. Re: Was muss kommen damit Whatsapp Nutzer umsteigen?

    nicoledos | 10:36

  5. Re: Leider wieder ein 30fps Trauerspiel...

    HubertHans | 10:36


  1. 10:42

  2. 10:34

  3. 09:46

  4. 09:03

  5. 08:51

  6. 08:33

  7. 07:55

  8. 07:39


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel