Mozilla: Firefox 18 mit Ionmonkey veröffentlicht
Firefox 18 mit Ionmonkey steht zum Download bereit. (Bild: Mozilla)

Mozilla Firefox 18 mit Ionmonkey veröffentlicht

Mozillas Browser Firefox steht ab sofort in der Version 18 zum Download bereit. Größte Neuerung ist die Integration des JIT-Compilers Ionmonkey, was die Ausführung von Javascript weiter beschleunigen soll.

Anzeige

Die Integration des JIT-Compilers Ionmonkey in die Javascript-Engine von Firefox soll Web-Apps, Spiele und Websites mit viel Javascript deutlich beschleunigen. Die Spidermonkey genannte Javascript-Engine von Firefox verfügt mit Jägermonkey zwar schon länger über einen Just-In-Time-Compiler (JIT-Compiler), Ionmonkey ist unter bestimmten Umständen aber deutlich schneller. Daher ergänzt Ionmonkey die bestehende Technik.

Während Jägermonkey ebenso wie die Tracing-Engine Tracemonkey Javascript direkt in Maschinencode übersetzt, arbeitet Ionmonkey in drei Schritten: Zunächst wird der Javascript-Code in eine Zwischendarstellung (Intermediate Representation, IR) gebracht und anschließend werden auf dieser IR verschiedene Algorithmen zur Optimierung angewandt. Erst dann wird die IR in Maschinencode übersetzt.

Diese neue Architektur ermöglicht es Ionmonkey, den erzeugten Code zu analysieren und zu optimieren. Zudem soll der Ansatz künftige Verbesserungen der Javascript-Engine vereinfachen, denn neue Ideen können in Form von Plugins geschrieben und so leicht in die Optimierung integriert werden, um ihre realen Auswirkungen zu testen.

Da Ionmonkey etwas Zeit benötigt, um den Code zu analysieren und zu optimieren, profitieren vor allem lange laufende Javascript-Applikationen von Ionmonkey. Für kurz laufende Programme wird weiterhin Jägermonkey verwendet. In einem von Mozilla-Entwickler David Anderson im September 2012 veröffentlichten Benchmark war die neue Javascript-Engine bereits deutlich schneller.

Darüber hinaus haben die Firefox-Entwickler nach eigenen Angaben den Wechsel zwischen Tabs beschleunigt. Auch wurde die Behandlung signierter Erweiterungen überarbeitet, was den Start von Firefox beschleunigen soll.

Schärfere Darstellung

Mozilla hat seinen Browser an Apples Retina-Displays angepasst. Auf entsprechenden Macs zeigt sich Firefox schärfer, was auch für das Abspielen von Videos, Spiele und das Surfen im Web gilt.

Darüber hinaus soll ein neuer HTML-Skalierungsalgorithmus für eine bessere Bildqualität sorgen. Auch wird nun die DOM-Eigenschaft "window.devicePixelRatio" unterstützt, mit der Entwickler die Pixeldichte des jeweiligen Displays abfragen können.

Unsichere Inhalte werden blockiert

Sind in eine mit HTTPS übertragene Webseite auch unsichere Inhalte eingebettet, die nicht über HTTPS ausgeliefert werden, kann Firefox diese in der neuen Version blockieren. Die Funktion kann unter about:config aktiviert werden.

Erweiterte HTML5-Unterstützung

Firefox 18 Beta bietet darüber hinaus eine erweiterte Unterstützung von HTML5-Techniken an. Schon seit längerem kann Firefox mit Touch-Ereignissen umgehen, in der neuen Version unterstützt der Browser sie aber auch entsprechend dem W3C-Standard und nicht nur in einer Firefox-spezifischen Variante.

Mozilla hat die Beta auch mit einer vorläufigen WebRTC-Unterstützung versehen.

Firefox 18 steht unter mozilla.org/firefox für Windows, Linux und Mac OS X zum Download bereit.


zZz 31. Jan 2013

es gibt bereiche in denen spidermonkey schneller ist, in anderen liegt v8 vorne. in der...

BlackPhantom 12. Jan 2013

Ich wiederum habe das Problem auch nicht aber benutze Lesezeichen. Also bei mir laggt...

NochEinLeser 09. Jan 2013

Weiß ich, Herr Moralapostel! :)

flasherle 09. Jan 2013

keine ahnugn meine freundin spielt irgendsolche bubble spiele auf facebook...

TmoWizard 09. Jan 2013

Welches Plugin funktioniert bei dir denn da dauernd nicht? Flash, Java, Silverlight...

Kommentieren


Antary / 11. Jan 2013

Neuerungen in Firefox 18

WordPress & Webwork / 10. Jan 2013

"Code-Karte" in Mozilla Firefox 18



Anzeige

  1. Projektingenieur (m/w) Prozessleitsysteme, Schwerpunkt SCADA
    Hydro Aluminium Rolled Products GmbH, Neuss
  2. Softwareentwickler SmartHome - Embedded Systeme (m/w)
    Bosch Thermotechnik GmbH, Lollar
  3. Datenbank-Administrator (m/w) - Schwerpunkt Oracle
    ISD - Industrie Service für Datenverarbeitung GmbH, Ludwigshafen
  4. IT-Systemanalytiker (m/w)
    Schuberth Group, Magdeburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Apple mit Gewinnzuwachs, iPad-Verkauf erneut rückläufig

  2. Quartalsbericht

    Microsoft macht 700 Millionen US-Dollar Verlust mit Nokia

  3. Mayday

    Kindle-Besitzer können auf Knopfdruck Hilfe rufen

  4. Lufthansa Taxibot

    Piloten schleppen ihre Flugzeuge bald selbst zur Startbahn

  5. Geheimdienste

    USA und Deutschland wollen Leitlinien vereinbaren

  6. Geheimdienste

    DE-CIX bei manipulierter Hardware machtlos gegen Spionage

  7. Digitale Agenda

    Bund will finanzielle Breitbandförderung festschreiben

  8. DVB-T2

    HDTV sollte unverschlüsselt über Antenne kommen

  9. Wissenschaft

    Hören wie die Fliegen

  10. iWatch

    Apples Smartwatch könnte aus zwei Teilen bestehen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Defense Grid 2 angespielt: Kerne, Türme, Aliens
Defense Grid 2 angespielt
Kerne, Türme, Aliens
  1. Ex-Stalker Vorwürfe gegen Actionspiel-Projekt Areal
  2. Crowdfunding Kickstarter unterstützt ab Herbst deutsche Projekte
  3. Catlateral Damage 40.000 US-Dollar für Katzen-Chaos

Plasma 5 im Test: Eine frische Brise für den KDE-Desktop
Plasma 5 im Test
Eine frische Brise für den KDE-Desktop
  1. Unix-Desktop KDE SC 4.14 wird 4er-Reihe abschließen
  2. Qt-Addons KDE Frameworks 5.0 endlich erschienen
  3. KDE-Arbeitsfläche Plasma-5-Beta zeigt neues Design

Syncthing im Test: P2P-Synchronisierung leicht gemacht
Syncthing im Test
P2P-Synchronisierung leicht gemacht

    •  / 
    Zum Artikel