Auf solchen Aufnahmen des McLaughlin-Kraters fanden die Forscher Hinweise auf einen möglichen Grundwassersee.
Auf solchen Aufnahmen des McLaughlin-Kraters fanden die Forscher Hinweise auf einen möglichen Grundwassersee. (Bild: Nasa/Reuters)

Möglicher Lebensraum Ein Grundwassersee auf dem Mars

Britische Forscher haben Hinweise auf einen Marssee gefunden, der sein Wasser einst aus dem Boden des Roten Planeten erhielt - als Teil eines ausgedehnten Grundwassernetzes, in dem es auch Leben gegeben haben könnte.

Anzeige

Ja, es gibt sie noch - Marsforschung, die nichts mit dem Nasa-Rover Curiosity zu tun hat. Anders als der rollende Medienstar der US-Weltraumbehörde hat die Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) ihre Primärmission bereits seit Jahren abgeschlossen und kreist nur noch als fliegende Kommunikationsplattform um den Roten Planeten.

Die Daten der Sonde, die laut Aussage der Nasa mehr Informationen über den Mars zur Erde funkte als alle anderen Orbiter zusammen, werden aber noch immer von Wissenschaftlern in aller Welt analysiert. Jetzt glauben britische Forscher, anhand der MRO-Daten Hinweise auf frühere Grundwasservorkommen auf dem Mars gefunden zu haben - und damit auch Hinweise auf mögliches frühes Leben auf dem Nachbarplaneten.

Wie sie im Fachmagazin Nature Geoscience berichten, lassen Gesteinsanalysen der Raumsonde erkennen, dass sich in den Tiefen des McLaughlin-Kraters einst ein See befunden haben könnte, der von einem ausgedehnten Grundwassernetz gespeist wurde. Der gut 90 Kilometer breite Krater gehört zu den tiefsten Bassins der Marsoberfläche.

Auf seinem Grund in 2,2 Kilometern Tiefe befinden sich offenbar Tonmineralien, die für die Marsoberfläche sonst untypisch sind. Nach Einschätzung der Forscher um Joseph Michalski vom britischen Naturkundemuseum in London könnten sie entstanden sein, als Grundwasser aus dem Boden in den Krater eindrang. Zudem fanden sich Hinweise auf kleine Rinnen im Kraterrand, welche die Höhe des einstigen Wasserspiegels markieren könnten.

Für die Forschung wäre eine genauere Untersuchung solch tiefer Marskrater lohnend, so die Forscher. Denn die Ablagerungen eines solchen Sees könnten weitere Hinweise enthalten auf ein einstiges Mars-Grundwassernetz - und auf mögliche Formen von Leben in diesem Wasser.

"In tiefen Kratern wie McLaughlin könnte es immer wieder zum Durchbruch von Flüssigkeit aus oberflächennahen Bodenschichten gekommen sein", so Michalski. "Dabei könnten Informationen über einen möglichen unterirdischen Lebensraum an die Oberfläche gelangt sein." Der McLaughlin-Krater sei daher ein lohnendes Ziel für eine künftige Marsmission, so das Fazit des Forschers.


GodsBoss 14. Feb 2013

Kein wahrer Schotte

GodsBoss 22. Jan 2013

Eine Unwahrscheinlichkeit, die mehr als 10000000000000000000000? Was? Das...

DASPRiD 21. Jan 2013

made my day! :D

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Project Manager/-in für SAP shared Service Plattform / SAP Technologie Management
    Daimler AG, Stuttgart
  2. Systemadministrator (m/w)
    Medizinischer Dienst der Krankenversicherung Nord, Hamburg
  3. Consultant (m/w) Qualitätsmanagement
    ComputerKomplett SteinhilberSchwehr GmbH, Rottweil oder Pforzheim
  4. SAP-Inhouseconsultant / Projektleiter (m/w)
    ABLE Management Services GmbH, Gummersbach

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. PlayStation 4 - Konsole Ultimate Player 1TB Edition
    399,00€ - Release 15.07.
  2. NEU: Tom Clancy's Splinter Cell: Blacklist
    7,64€ USK 18
  3. NEU: Spiele von Warner reduziert
    (u. a. Lego Batman 3 PS4 34,99€, Mittelerde GOTY PS4 35,97€, Lego Hobbit PS4 25,97€)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Communicator Bluetooth Headset

    Kommunizieren wie Captain Kirk für 150 US-Dollar

  2. Umfrage

    Fast alle Onlinehändler von Poststreik betroffen

  3. Firefox

    Mozilla will XUL-Oberfläche offiziell abschaffen

  4. Owncloud 8.1 erschienen

    Wenn die Cloud zur App-Plattform wird

  5. Yves Guillemot

    Keine Grafik-Downgrades mehr bei Ubisoft

  6. Sailfish-OS-Lizenzierung

    Jolla spaltet sich auf

  7. Security

    Hacking Team nutzt bislang unbekannte Flash-Lücke aus

  8. Übernahme

    Springer und ProSiebenSat.1 wollen gegen Google fusionieren

  9. Designer Bluetooth Desktop

    Microsoft beginnt Verkauf extraflacher Tastatur

  10. Neues Smartphone Z3

    Samsung gibt Tizen nicht auf



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Pebble Time im Test: Nicht besonders smart, aber watch
Pebble Time im Test
Nicht besonders smart, aber watch
  1. Smartwatch Pebble Time kostet außerhalb von Kickstarter 250 Euro
  2. Smartwatch Apple gibt iOS-App für die Pebble Time frei
  3. Smartwatch Pebbles iOS-App wird von Apple nicht freigegeben

Batman Arkham Knight im Test: Es ist kompliziert ...
Batman Arkham Knight im Test
Es ist kompliziert ...
  1. Arkham Knight Erster PC-Patch für Batman
  2. Technische Probleme Batman Arkham Knight nicht mehr auf Steam erhältlich

Protokoll: DNSSEC ist gescheitert
Protokoll
DNSSEC ist gescheitert
  1. VPN-Schwachstellen PureVPN veröffentlicht Patch für seine Windows-Software
  2. Security Viele VPN-Dienste sind unsicher

  1. Re: Akku winzig, fest, keine SD-Karte, Knox...

    peter.kleibert | 21:38

  2. Re: Die Kunden haben sich beschwert... soweit ok.

    Prinzeumel | 21:38

  3. Re: Nicht nur Pakete

    Prinzeumel | 21:35

  4. Re: Damit haben se Amazon mehr geschadet ...

    Prinzeumel | 21:32

  5. Re: Das verbrennen die Amis Millionen von Dollar

    Technikfreak | 21:30


  1. 17:33

  2. 16:35

  3. 15:47

  4. 14:25

  5. 14:17

  6. 14:11

  7. 13:35

  8. 13:09


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel