Deutsche Telekom zeigt Joyn.
Deutsche Telekom zeigt Joyn. (Bild: Deutsche Telekom)

Mobilfunk Deutsche Telekom nennt Joyn-Preise und startet später

Die Deutsche Telekom wird den neuen Mobilfunkdienst Joyn erst im Herbst 2012 starten. In einer Preistabelle des Mobilfunknetzbetreibers wurden die Preise für die Joyn-Nutzung genannt. Anfangs ist Joyn für alle Telekom-Kunden gratis.

Anzeige

In Deutschland wollte die Deutsche Telekom den neuen Mobilfunkdienst Joyn eigentlich im Sommer 2012 starten. Daraus wird allerdings nichts, derzeit ist der 1. Oktober 2012 als Starttermin anvisiert, wie die PDF-Preisliste des Netzbetreibers enthüllt. Damit wird nun erstmals bekannt, was Kunden für Joyn bezahlen müssen. Bevor Joyn auf dem Mobile World Congress vorgestellt wurde, hieß der Dienst Rich Communication Suite-enhanced (RCS-e) und sollte eigentlich im Frühjahr 2012 in Deutschland starten, davor war ein Marktstart bereits im Jahr 2011 anvisiert worden.

Joyn-Nutzung bei gebuchter Datenflatrate und SMS-Flatrate kostenlos

Sobald Joyn bei der Deutschen Telekom verfügbar ist, wird es den Dienst zunächst bis zum 31. März 2013 pauschal kostenlos geben. Wer beim Netzbetreiber eine Datenflatrate gebucht hat, muss auch ab dem 1. April 2013 nichts für die Joyn-Nutzung bezahlen. Gleiches gilt für alle Kunden, die die SMS-Flatrate allnet gebucht haben - diese benötigen dann keine Datenflatrate, um Joyn gratis zu nutzen, erklärt die Telekom in einem aktuellen Blogbeitrag. Obwohl der neue Dienst eine mobile Datenverbindung benötigt, werden Joyn-Daten nicht vom ungedrosselten Volumen der Datenflatrate abgezogen. Außerdem wird Joyn auch mit voller Bandbreite nutzbar sein, selbst wenn die Datenflatrate bereits gedrosselt ist.

Telekom-Kunden ohne Datenflatrate müssen für die Joyn-Nutzung zahlen. Eine Chatnachricht innerhalb Deutschlands kostet dann 19 Cent und das Versenden einer Datei wird mit 39 Cent berechnet. Damit erinnert die Preisgestaltung an SMS und MMS, allerdings soll Joyn kein Nachfolger für diese Dienste sein, die weiterhin angeboten werden. Joyn erlaubt es, Chatnachrichten, Dateien, Videos und Fotos zu übertragen.

Videotelefonate sind bei gebuchter Telefonflatrate gratis

Bei einem Telefonat kann via Joyn ein Videostream aktiviert werden, um den Gesprächspartner sehen zu können. Diese Funktion ist bei allen Sprachtarifen mit Telefonflatrate im Preis dabei. Ist das nicht der Fall, wird für die Videoübertragung der reguläre Minutenpreis für Telefonate im entsprechenden Tarif verlangt.

Joyn ist ein mobiler Instant Messenger

Joyn unterstützt zudem die Bestimmung des Aufenthaltsorts des Nutzers, damit diese ihre Standortdaten standardisiert übermitteln können. Auch der Verfügbarkeitsstatus anderer Joyn-Nutzer wird wie bei einem Instant-Messaging-Dienst angezeigt. Als weiterer Bestandteil gehört Cloud-Storage zu Joyn. Die Joyn-Nachrichten werden dazu auf Servern im Netz gespeichert.

Bei Joyn handelt es sich um einen Industriestandard, so dass der Dienst auch über Netzgrenzen hinweg funktionieren sollte. Für bereits verkaufte Mobiltelefone und Smartphones soll es eine Joyn-Anwendung zum Nachrüsten geben. Neugeräte werden dann gleich mit einer passenden Joyn-Anwendung auf den Markt kommen. Auf Seiten der Gerätehersteller unterstützen HTC, Huawei, LG, Nokia, RIM, Samsung, Sony und ZTE Joyn.

Mit Joyn wollen die Mobilfunknetzbetreiber verhindern, dass immer mehr Kunden alternative Instant-Messaging-Dienste wie Whatsapp oder Skype nutzen.


hansoschmando 03. Sep 2012

Das ist doch schwachsinn wieso sollte ich Joyn für 19cent nutzen wenn Whats app kostenlos...

cuthbert 14. Jun 2012

Verstehe den Sinn des Ganzen auch nicht. Es gibt Emails, die man nahezu ohne Verzögerung...

awollenh 14. Jun 2012

"Telekom-Kunden ohne Datenflatrate müssen für die Joyn-Nutzung zahlen. " Äh...ich bin...

kendon 14. Jun 2012

dass whatsapp auf jabber basiert ist ebensowenig neu oder ein geheimnis: aus http://en...

mav1 13. Jun 2012

Die Frage ist wie sieht es bei den Prepaid Anbietern wie Fyve (Vodafone), Congstar (T...

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler/-in
    Robert Bosch GmbH, Abstatt
  2. Web-Anwendungsentwickler (m/w)
    Universität Hamburg, Hamburg
  3. SAP-Programmierer (m/w)
    Klingelnberg GmbH, Hückeswagen (Großraum Köln)
  4. Informatiker/in / Ingenieur/in / Fachinformatiker/in
    Bayerisches Landeskriminalamt, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Streaming-Dienst

    Netflix-App für Amazons Fire TV ist da

  2. Pilot tot

    Spaceship Two stürzt in der Mojave-Wüste ab

  3. Bewegungsprofile

    Dobrindt wegen "Verkehrs-Vorratsdatenspeicherung" kritisiert

  4. Anonymisierung

    Facebook ist im Tor-Netzwerk erreichbar

  5. Spielekonsole

    Neuer 20-nm-Chip für sparsamere Xbox One ist fertig

  6. Günther Oettinger

    EU-Digitalkommissar will Urheberrechtssteuer für alle

  7. Ruhemodus

    Noch ein Bug in Firmware 2.0 der Playstation 4

  8. VDSL2-Nachfolgestandard

    Telekom-Konkurrenten starten G.fast-Praxistest

  9. Ego-Shooter

    Bethesda hat Prey 2 eingestellt

  10. Keine Bußgelder

    Sicherheitslücken bleiben ohne Strafen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Legale Streaming-Anbieter im Test: Netflix allein macht auch nicht glücklich
Legale Streaming-Anbieter im Test
Netflix allein macht auch nicht glücklich
  1. Netflix-Statistik Die Schweiz streamt am schnellsten
  2. Deutsche Telekom Entertain ab dem 14. Oktober mit Netflix
  3. HTML5-Videostreaming Netflix bietet volle Linux-Unterstützung

Windows 10 Technical Preview ausprobiert: Die Sonne scheint aufs Startmenü
Windows 10 Technical Preview ausprobiert
Die Sonne scheint aufs Startmenü
  1. Oneget Paketmanager von Microsoft für Windows 10
  2. Build 9860 Windows 10 jetzt mit Info-Center für Benachrichtigungen
  3. Microsoft Neue Fensteranimationen für Windows 10

Data Management: Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten
Data Management
Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten

    •  / 
    Zum Artikel