Abo
  • Services:
Anzeige
Herbert Diess verkündet auf der CES die Partnerschaft mit Mobileye.
Herbert Diess verkündet auf der CES die Partnerschaft mit Mobileye. (Bild: Steve Marcus/Reuters)

Mobileye: Mit diesem Startup will VW in die Zukunft fahren

Herbert Diess verkündet auf der CES die Partnerschaft mit Mobileye.
Herbert Diess verkündet auf der CES die Partnerschaft mit Mobileye. (Bild: Steve Marcus/Reuters)

Autonomes Fahren ist ein großes Thema auf der Technikmesse CES. Volkswagen arbeitet dafür mit Mobileye zusammen. Die Kameratechnologie des Startups aus Israel soll die Unfallzahlen drastisch reduzieren.

Der Zukunftsmarkt autonomes Fahren lockt sie alle, und alle wollen sie gute Geschäfte machen. Und so stellen die klassischen Autohersteller in diesen Tagen einer nach dem anderen ihre Zukunftsvisionen auf der Elektronikmesse CES vor. In Las Vegas ganz besonders beobachtet wurde am Mittwoch der Auftritt von Volkswagen. Die vom Abgasskandal arg erschütterten Wolfsburger setzen dabei auch auf ein Startup aus Israel.

Anzeige

Markenchef Herbert Diess will mit Mobileye aus Jerusalem VWs Zukunft gestalten. Volkswagen ist mit dem Unternehmen eine strategische Partnerschaft eingegangen. Das Startup zählt zu den Technologieführern im Bereich der automatisierten Bildverarbeitung. Mit der Technologie soll die Zahl der Unfälle drastisch reduziert werden.

Auto bremst bei Gefahr

Mobileye verspricht Fahrern, dass ihr Auto bei auftauchenden Gefahren automatisch Bremsmanöver einleitet oder warnt, wenn ein Fahrzeug von der Spur abkommt. Später soll die Technologie das Fahren ohne Führerschein ermöglichen. "New Volkswagen" mache sich auf den Weg in die digitale Zeit, versprach Diess auf der CES-Bühne.

Mobileye arbeitet bereits mit General Motors (GM) zusammen, mit der Opel-Mutter gibt es ebenfalls eine Vereinbarung. Ein Vertrag mit einem dritten globalen Autohersteller werde "in den nächsten Monaten" kommuniziert, sagte Mobileye-Gründer Amnon Shashua. Danach werde ein Drittel aller weltweit hergestellten Autos mit der Technologie des Startups ausgerüstet sein, prognostizierte er in einem Interview mit dem israelischen Armeesender.

Günstiger als Google

Mobileye-Konkurrent Google bietet zwar eine ähnliche Technologie an, aber zu einem weit höheren Preis als die Israelis. Die Geräte und das System, die bei Google bis zu 150.000 Euro kosten, seien bei Mobileye bereits für ein paar Hundert Euro zu haben, heißt es vom Firmensitz in Jerusalem. Statt auf Laser zu setzen, verwendet Mobileye eine günstige Kamera sowie effiziente Software. Das System sei damit nicht nur billiger als die Konkurrenz, sondern auch leistungsfähiger. Die Kamera könne zum Beispiel auch Verkehrsschilder lesen oder Baustellen erkennen - und entsprechende Befehle an den Bordcomputer senden.

Das sei ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr, wirbt Mobileye. In Israel sind rund 40.000 Autos mit Bremsassistenten ausgerüstet, die auf der Mobileye-Technologie beruhen. Die erhöhte Sicherheit habe Folgen auch für den Bau von Autos, sagt Gründer Shashua: Weil Mobileye mehr Sicherheit gewährleiste, könnte die Karosserie von Fahrzeugen künftig leichter gebaut werden.

Die künstliche Intelligenz des Autos und nicht das Material sorge für den Schutz der Insassen. Der Einsatz dieser Technologie reduziere nicht nur menschliches Leid, sondern auch volkswirtschaftliche Kosten. Insbesondere für die KfZ-Versicherer wäre das eine gute Nachricht - wenn denn die Technik hält, was sie verspricht.

Angestrebt werde schließlich das voll automatisierte Auto, so Shashua. Noch sind das zwar Zukunftspläne. Es würde aber zu einem völlig neuen Verhalten führen, sagt der Mobileye-Gründer, der an der Hebrew Universität Professor für Computerwissenschaften ist. Autos könnten in Städten autonom zirkulieren. Statt ein Taxi zu bestellen, könnte man ein Fahrzeug anfordern. Das würde das Parkplatzproblem entschärfen, und es wäre nicht mehr nötig, dass jeder ein eigenes Auto besitzt, um ohne öffentlichen Verkehr mobil zu sein.

Im Mittelpunkt der Kooperation mit VW steht die kamerabasierte Echtzeit-Bildverarbeitung, die in Verbindung mit hochpräzisen digitalen Karten als Schlüssel für das automatisierte Fahren gilt. Neben VW und GM interessiert sich dem Wall Street Journal zufolge auch Toyota, der Elektroautopionier Tesla und Ford für die Technik aus Israel.


eye home zur Startseite
Kleba 08. Jan 2016

Mindestens Ford, Mercedes, BMW, Audi und VW haben auch schon ähnliche Systeme. Ich denke...

Kleba 08. Jan 2016

Ich denke nicht, dass mit "Kamera" eine einfache Digicam-Optik gemeint ist. Vielleicht...

hansblafoo 07. Jan 2016

Mobileye gibt es seit 1999, die machen jährlich 150 Mio US-$ Umsatz, hat über 400...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Berlin, Frankfurt am Main
  2. Energiedienst Holding AG, Rheinfelden (Baden) bei Lörrach
  3. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  4. Neoperl GmbH, Müllheim


Anzeige
Top-Angebote
  1. 69,95€
  2. 44,00€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Ransomware

    Trojaner Fantom gaukelt kritisches Windows-Update vor

  2. Megaupload

    Gericht verhandelt über Dotcoms Auslieferung an die USA

  3. Observatory

    Mozilla bietet Sicherheitscheck für Websites

  4. Teilzeitarbeit

    Amazon probiert 30-Stunden-Woche aus

  5. Archos

    Neues Smartphone mit Fingerabdrucksensor für 150 Euro

  6. Sicherheit

    Operas Server wurden angegriffen

  7. Maru

    Quellcode von Desktop-Android als Open Source verfügbar

  8. Linux

    Kernel-Sicherheitsinitiative wächst "langsam aber stetig"

  9. VR-Handschuh

    Dexta Robotics' Exoskelett für Motion Capturing

  10. Dragonfly 44

    Eine Galaxie fast ganz aus dunkler Materie



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Lernroboter-Test: Besser Technik lernen mit drei Freunden
Lernroboter-Test
Besser Technik lernen mit drei Freunden
  1. Kinderroboter Myon Einauge lernt, Einauge hat Körper
  2. Landwirtschaft 4.0 Swagbot hütet das Vieh
  3. Künstliche Muskeln Skelettroboter klappert mit den Zähnen

Mobilfunk: Eine Woche in Deutschland im Funkloch
Mobilfunk
Eine Woche in Deutschland im Funkloch
  1. Netzwerk Mehrere regionale Mobilfunkausfälle bei Vodafone
  2. Hutchison 3 Google-Mobilfunk Project Fi soll zwanzigmal schneller werden
  3. RWTH Ericsson startet 5G-Machbarkeitsnetz in Aachen

No Man's Sky im Test: Interstellare Emotionen durch schwarze Löcher
No Man's Sky im Test
Interstellare Emotionen durch schwarze Löcher
  1. No Man's Sky für PC Läuft nicht, stottert, nervt
  2. No Man's Sky Onlinedienste wegen Überlastung offline
  3. Hello Games No Man's Sky bekommt Raumstationsbau

  1. Re: ja, leider

    Silberfan | 18:23

  2. Re: Desktop-Android - Clickbait at it's best!

    redbullface | 18:18

  3. Re: WC`ehn müsste Linux mittelfristg (ab 2020)

    Silberfan | 18:11

  4. Re: Handzeichen ist trotzdem Pflicht

    daniel_m | 18:05

  5. Re: er hätte in Deutschland bleiben sollen ...

    caldeum | 18:03


  1. 13:49

  2. 12:46

  3. 11:34

  4. 15:59

  5. 15:18

  6. 13:51

  7. 12:59

  8. 15:33


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel