Canon Mixed Reality
Canon Mixed Reality (Bild: Canon)

Mixed Reality Canon mischt Realität und 3D in Lebensgröße

Unter dem Namen Mixed Reality hat Canon ein System für Produktdesigner und Ingenieure vorgestellt, mit dem lebensgroße Modelle mit der realen Umgebung verschmolzen dargestellt werden. Möglich macht das eine Datenbrille und eine der Playstation Move ähnliche Eingabeeinheit.

Anzeige

Die Mixed-Reality-Anwendung von Canon soll zum Beispiel helfen, am Rechner entworfene Produkte in Lebensgröße in ihrer natürlichen Größe und Umgebung zu sehen. Die Position der Datenbrille und damit die des Anwenders wird vom MR-System erfasst. Mit Klebemarkierungen für Räume und Gegenstände können die Projektionen auf ein reales Dummy-Modell gelegt werden. Der Produktdesigner kann dann zum Beispiel die neue Canon-Kamera schon in den Händen halten, bevor sie den Rechner verlassen hat.

Interaktionen mit den Projektionen sind ebenfalls möglich. Dazu hält der Anwender zum Beispiel einen Controller in der Hand, dessen Position ebenfalls bestimmt wird. Am Rechner wird daraus zum Beispiel eine Bewegung eines 3D-Körpers berechnet.

In den Anwendungsbeispielen öffnet ein Fahrzeugdesigner zum Beispiel die Motorhaube eines virtuellen Fahrzeugs, dreht Motorteile und bewegt im Museum das dreidimensionale Modell eines Dinosaurierskeletts.

  • Mit Mixed Reality lassen sich 3D-Modelle auf greifbare Dummys projizieren. (Bild: Canon)
  • Das System hinter Mixed Reality (Bild: Canon)
  • Einheit aus Videokamera, Micro-Display und Optikelementen für Mixed Reality (Bild: Canon)
  • Das System hinter Mixed Reality (Bild: Canon)
  • Das System hinter Mixed Reality (Bild: Canon)
  • Über ein komplexes optisches System wird das Bild des Micro-Displays zum Auge des Benutzers gelenkt. (Bild: Canon)
  • Über ein komplexes optisches System wird das Bild des Micro-Displays zum Auge des Benutzers gelenkt. (Bild: Canon)
Das System hinter Mixed Reality (Bild: Canon)

Die Projektionsbrillen sind mit Kameras ausgerüstet, die in die Blickrichtung des Anwenders filmen. Am Rechner werd Real- und 3D-Bild vermischt und mit der Brille projiziert. Bei der Konstruktion der Brille konnte Canon auf sein Know-how zur Entwicklung der optischen Elemente zurückgreifen.

Um ein möglichst großes und verzerrungsarmes Bild aus dem Mikrodisplay zu gewinnen, wurde ein Prisma entwickelt, das das Bild vergrößert und zum Auge lenkt. Die Displays liegen senkrecht zum Gesicht in der Brille und nicht wie sonst üblich unmittelbar vor den Augen. Das Problem: Die Optik benötigt ausgerechnet den Platz, an dem sich eigentlich auch die Kameras befinden müssten, die das Realbild aufnehmen. Durch eine Umlenkoptik ließ sich die Position der winzigen Kameras an den Rand der Brille verlagern.

Canons MR-System kann nicht nur während des Entwicklungsprozesses, sondern auch bei der Produktionsplanung eingesetzt werden, um beispielsweise Fabriken virtuell zu planen und sie auf Effizienz und Arbeitssicherheit zu trimmen. Dazu wird erst einmal nur ein Computermodell gebaut, das von den Planern durchlaufen und dabei mit den eigenen Augen geprüft werden kann.

Die Gestaltung und Einrichtung von Gebäuden wird ebenfalls in Canons Kaleidoskop der Möglichkeiten erwähnt.

Anwendungen jenseits von Forschung und Lehre hat Canon ebenfalls identifiziert. Im Entertainmentbereich könnte die Verknüpfung zwischen realer und virtueller Welt in Lebensgröße das fortsetzen, was mit Kinect und Playstation Move begann: die Einbettung des Spielers in die Spielewelt.

Zunächst will Canon sein MR-System aber japanischen Designern anbieten. Das Mixed-Reality-System soll auf der 3D & Virtual Reality Expo (IVR) im Tokioter International Exhibition Center gezeigt werden, die vom 20. bis zum 22. Juni 2012 stattfindet.


Hatrantator 20. Jun 2012

Aber ein Dummy kommt mir nicht ins Haus!

hoschi26 19. Jun 2012

das will microsoft also für die nächte XBOX ...

Kommentieren



Anzeige

  1. Applikationsingenieur (m/w) für Mobilfunk-Messungen und Treibersoftware
    ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. KG, München
  2. Mitarbeiter für die Mitgliederbetreuung (m/w)
    DENIC eG, Frankfurt am Main
  3. Projektverantwortlicher (m/w) Diagnose / Service-Funktionen von Lokomotiven
    Siemens AG, Erlangen
  4. Scientific Programmer (m/w)
    CeMM Research Center for Molecular Medicine of the Austrian Academy of Sciences, Vienna (Austria)

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. TOPSELLER: Crysis 3 Origin-Code
    4,99€
  2. Battlefield Hardline
    53,99€ USK 18
  3. The Order: 1886 (uncut) Steelbook - [PlayStation 4]
    64,95€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Apple-Patent

    Smartphone-Kamera mit drei Sensoren

  2. Taxi-Dienst

    Uber plant neuen Dienst für Deutschland

  3. Pilotprojekt

    DHL-Paketkasten kommt in Mehrfamilienhäuser

  4. Technical Preview

    Windows 10 erscheint in Kürze für weitere Smartphones

  5. Freie Bürosoftware

    Libreoffice liegt im Rennen gegen Openoffice weit vorne

  6. Smartwatch

    Pebble sammelt über 20 Millionen US-Dollar

  7. Manfrotto

    Winziges LED-Dauerlicht für Filmer und Fotografen

  8. Test Woolfe

    Rotkäppchen schwingt die Axt

  9. Palinopsia Bug

    Das Gedächtnis der Grafikkarte auslesen

  10. Die Woche im Video

    Galaxy S6 gegen One (M9), selbstbremsende Autos und Bastelei



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Mini-Business-Rechner im Test: Erweiterbar, sparsam und trotzdem schön klein
Mini-Business-Rechner im Test
Erweiterbar, sparsam und trotzdem schön klein
  1. Shuttle DS57U Passiver Mini-PC mit Broadwell und zwei seriellen Com-Ports
  2. Broadwell-Mini-PC Gigabytes Brix ist noch kompakter als Intels NUC
  3. Mouse Box Ein Mini-PC in der Maus

Bloodborne im Test: Das Festival der tausend Tode
Bloodborne im Test
Das Festival der tausend Tode
  1. Bloodborne Patch und PC-Petition
  2. Bloodborne angespielt Angsthase oder Nichtsnutz

Jugendliche und soziale Netzwerke: Geh sterben, Facebook!
Jugendliche und soziale Netzwerke
Geh sterben, Facebook!
  1. 360-Grad-Videos und neuer Messenger Facebook zeigt seinen Nutzern Rundumvideos
  2. Urheberrecht Bild-Fotograf zieht Abmahnung zum Facebook-Button zurück
  3. Urheberrecht Abmahnung wegen Nutzung des Facebook-Buttons bei Bild.de

  1. Re: Und dann ist da noch..

    bstea | 15:29

  2. Re: Aber nicht im Schlandnet (kt)

    backdoor.trojan | 15:28

  3. Re: Von Rechts wegen...

    Jasmin26 | 15:27

  4. OT: Anhänger-Akku ?

    azeu | 15:24

  5. Re: Gar nicht schlecht

    Jasmin26 | 15:23


  1. 15:29

  2. 12:41

  3. 11:51

  4. 09:43

  5. 17:19

  6. 15:57

  7. 15:45

  8. 15:03


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel