Abo
  • Services:
Anzeige
Dyn möglicherweise nur Opfer von Skript-Kiddies
Dyn möglicherweise nur Opfer von Skript-Kiddies (Bild: Dyn.com)

Mirai-Botnetz: DDoS-Angriff auf Dyn nur Arbeit von Amateuren?

Dyn möglicherweise nur Opfer von Skript-Kiddies
Dyn möglicherweise nur Opfer von Skript-Kiddies (Bild: Dyn.com)

Nach den verheerenden DDoS-Angriffen gegen Dyn am 21. Oktober spekulierten viele Analysten, es handle sich um einen möglicherweise durch Russland finanzierten Cyberangriff. Die Sicherheitsfirma Flashpoint hat nun eine ganz andere Theorie entwickelt.

Nicht Russland oder China stecke hinter dem großangelegten Denial-of-Service-Angriff gegen den Internetdienstleister Dyn am vergangenen Freitag, sondern einfache Skript-Kiddies. Diese These hat nun die an der Analyse der Attacke beteiligte Beratungsfirma Flashpoint in einem Bericht aufgestellt.

Anzeige

Das Unternehmen sei dabei mit "moderater Sicherheit" davon überzeugt, dass die in der Dyn-Attacke genutzten Command-and-Control-Server nicht die gleichen waren wie diejenigen, die zuvor gegen die französische Internetfirma OVH und den Security-Blogger Brian Krebs verwendet wurden.

Keine Indizien für staatliche Akteure

Laut Flashpoint sei bei der Analyse aufgefallen, dass die gleiche Infrastruktur, die für den Dyn-Angriff verwendet wurde, auch bei einer Attacke gegen einen bekannten Computerspiele-Hersteller im Einsatz war. Ein solches Ziel sei "kaum ein Indikator für Hacktivisten, staatliche Akteure oder soziale Bewegungen", schreibt Flashpoint.

Stattdessen sei die Dyn-Attacke laut Flashpoint mit dem englischsprachigen Hackerforum "hackforums[.]net" verknüpft, dessen Nutzer und Leser bekannt dafür seien, "kommerzielle DDoS-Tools wie Boosters und Stressers zu bauen und zu nutzen." Einer der Nicknamen hinter dem Angriff auf Dyn sei zudem vor allem in Gamer-Foren aktiv.

Manche Analysten hatten zuvor geäußert, hinter der Dyn-Attacke könnten möglicherweise durch Russland finanzierte Hacker stecken. Die Hackergruppe New World behauptete dagegen, der Angriff sei ihr eigener und in Wirklichkeit gegen Russland gerichtet.

Diese Spekulationen nannte Flashpoint nun "dubios" und "wahrscheinlich falsch". Für staatlich unterstützte Täter gebe es kein Motiv. Die ausgewählten Ziele - unter anderem waren Amazon, Twitter, Paypal, Reddit, Github, Netflix und Spotify betroffen - seien zu unspezifisch und breit. Politisch motiviertes Hacking dagegen folge normalerweise klaren finanziellen, politischen oder strategischen Zielen.

Schneier: keine Verbindung mit eigenen Vermutungen

Ähnlich hatte sich zuvor der Sicherheitsexperte Bruce Schneier in seinem Blog geäußert. "Wenn ich raten müsste, glaube ich nicht, dass es China war. Ich glaube [der Angriff auf Dyn] ist eher mit der Attacke gegen Brian Krebs verwandt als mit den Testangriffen gegen die Internetinfrastruktur, auch wenn mein früheres Essay gerade besonders einschlägig wirkt", schrieb Schneier einen Tag nach der Dyn-Attacke.

In einem erst kürzlich erschienenen Artikel hatte Schneier die steigende Anzahl und Intensität von Denial-of-Service-Attacken gegen kritische Internetinfrastruktur mit Testangriffen in einem möglichen Cyberkrieg zwischen den USA, China und Russland in Verbindung gebracht.


eye home zur Startseite
Mavy 28. Okt 2016

"Die Russen sollten beten, dass Clinton Präsidentin wird. Trump geiert doch schon nach...

Mavy 28. Okt 2016

ich sehe es so: das Problem ist dass heutzutage jeder erfolgreiche angriff gleich einem...

Niaxa 27. Okt 2016

Ich lese bisher nur von Vermutungen.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Endress+Hauser Conducta GmbH+Co. KG, Gerlingen
  2. Vodafone GmbH, Düsseldorf, Eschborn
  3. adesso AG, verschiedene Standorte
  4. Daimler AG, Leinfelden-Echterdingen


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-23%) 61,99€
  2. 69,99€ (Release 31.03.)
  3. (-75%) 4,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Raumfahrt

    Chang'e 5 fliegt zum Mond und wieder zurück

  2. Android 7.0

    Sony stoppt Nougat-Update für bestimmte Xperia-Geräte

  3. Dark Souls 3 The Ringed City

    Mit gigantischem Drachenschild ans Ende der Welt

  4. HTTPS

    Weiterhin rund 200.000 Systeme für Heartbleed anfällig

  5. Verkehrsexperten

    Smartphone-Nutzung am Steuer soll strenger geahndet werden

  6. Oracle

    Java entzieht MD5 und SHA-1 das Vertrauen

  7. Internetzensur

    China macht VPN genehmigungspflichtig

  8. Hawkeye

    ZTE will bei mediokrem Community-Smartphone nachbessern

  9. Valve

    Steam erhält Funktion, um Spiele zu verschieben

  10. Anet A6 im Test

    Wenn ein 3D-Drucker so viel wie seine Teile kostet



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Halo Wars 2 angespielt: Mit dem Warthog an die Strategiespielfront
Halo Wars 2 angespielt
Mit dem Warthog an die Strategiespielfront

Reverse Engineering: Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button
Reverse Engineering
Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button
  1. Online-Einkauf Amazon startet virtuelle Dash-Buttons

Glasfaser: Nun hängt die Kabel doch endlich auf!
Glasfaser
Nun hängt die Kabel doch endlich auf!
  1. US-Präsident Zuck it, Trump!
  2. Fake News Für Facebook wird es hässlich
  3. Nach Angriff auf Telekom Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so

  1. Re: Der Herkunft aus den USA geschuldet...

    nexusbs | 04:05

  2. Re: 15 min? Dann aber mit 60 Bildern die Sekunde..

    ManMashine | 04:03

  3. Re: Gefährlich, wenn sich Dein Auto plötzlich...

    nexusbs | 03:45

  4. ganz einfach

    nexusbs | 03:35

  5. Re: Na und?

    nachgefragt | 02:52


  1. 18:19

  2. 17:28

  3. 17:07

  4. 16:55

  5. 16:49

  6. 16:15

  7. 15:52

  8. 15:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel