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Statt eines USB-Sticks reicht Miraclecast theoretisch auch der eigene Rechner.
Statt eines USB-Sticks reicht Miraclecast theoretisch auch der eigene Rechner. (Bild: Fabian Hamacher/Golem.de)

Miraclecast: Einheitlicher Dienst zum Display-Streaming unter Linux

Mit Miraclecast will David Herrmann seine Erkenntnisse aus der bisherigen Linux-Implementierung von Miracast in einer passenderen Lösung umsetzen. Sie erlaubt theoretisch auch die Verwendung von Chromecast, Airtame und Airplay, allerdings ist das Projekt noch nicht so weit.

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Der Entwickler und Informatikstudent David Herrmann erstellt mit Miraclecast eine neue Implementierung von Miracast, die besser integriert sein soll. Bisher arbeitete er unter dem Namen OpenWFD an einer freien Implementierung von Miracast unter Linux. Dies bereitete Herrmann aber einige Probleme und auf der Fosdem stellte er sein Projekt schließlich mit ein paar Macken als funktionsfähig vor.

Miracled und Miraclectl

Der Hauptbestandteil der Neufassung ist ein Systemdienst mit dem Namen Miracled. Dieser ist unabhängig von Desktopumgebungen oder Datenübertragungen und könnte deshalb auch für die Vielzahl von Konkurrenzprodukten wie Googles Chromecast, Apples Airplay oder für das via Crowdfunding finanzierte Airtame verwendet werden. Das eigentliche Ziel der Software bleibt aber vorerst die Unterstützung von Miracast.

Miraclecast unterscheidet laut dem Entwickler hauptsächlich zwischen zwei Objekten, die Herrmann Links und Peers nennt. Erstere sind "lokale Schnittstellen wie Wifi-Geräte, aber auch virtuelle Links wie das lokale IP-Netzwerk". Die Peers hingegen sind die "entfernten Geräte, die vom Link entdeckt wurden".

Der Dienst "verwaltet die Links, sorgt auf Nachfrage für das Auffinden der Peers und kümmert sich um das Protokoll-Encoding und Parsing". Die Transportart bleibt dabei verborgen, so dass Streaming-Protokolle über verschiedene Verbindungen genutzt werden können. Neben Wifi-P2P, das Miracast einsetzt, sind also auch "Ethernet, Bluetooth sowie AP-basiertes WLAN" denkbar.

Sowohl Sender als auch Empfänger, die sogenannten Sources und Sinks, können sich als lokale Prozesse an Miracled registrieren. Diese "beschreiben die unterstützten Fähigkeiten der Links", das eigentliche Übertragungsprotokoll ist wiederum "hinter einem D-Bus-Interface versteckt", wodurch neben Miracast auch die Konkurrenzprodukte oder etwa auch RTSP genutzt werden kann.

Gesteuert wird Miracled über das Kommandozeilenwerkzeug Miraclectl, das laut Herrmann aber einfach durch ein GUI ersetzt werden kann, da die beiden Komponenten über D-Bus miteinander kommunizieren.

Noch wenig mehr als ein Plan

Bis jetzt befinden sich bereits wenige tausend Zeilen Code in Herrmanns Repository, doch das Projekt ist noch in einem sehr frühen Stadium. Derzeit ist der Dienst lediglich dazu in der Lage, eine Wifi-P2P-Verbindung auf Basis des WPA-Supplicant aufzubauen.

Das Streaming von Daten sei aber noch sehr experimentell. In den kommenden Wochen will Herrmann die Funktionsweise samt Beispielen näher erläutern. Ebenso soll die kurz gehaltene Dokumentation im Wiki erweitert werden. Interessierte können sich an dem Projekt derzeit vor allem dadurch beteiligen, indem sie Wifi-P2P auf so vielen Geräten wie möglich implementieren oder dabei helfen.


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nille02 20. Feb 2014

Oder man freut sich das da was in Arbeit ist, und in 2 Jahren findet man dennoch nur...

SelfEsteem 19. Feb 2014

Zwar etwas am Thema vorbei, aber wo steht Plasma Active eigentlich gerade? Ich versurche...



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