Miniduke Trojaner greift unbemerkt über PDF-Lücke an

Der in Assemblersprache geschriebene Backdoor-Trojaner Miniduke greift mit professionell erstellten PDF-Dateien an, die die Adobe-Reader-Versionen 9, 10 und 11 betreffen und deren Sandbox umgehen. Die Malware wehrt Analysewerkzeuge ab.

Anzeige

Der Backdoor-Trojaner Miniduke greift mit PDF-Dateien an. Das gab das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab am 27. Februar 2013 bekannt. Sobald ein System kompromittiert sei, werde ein sehr kleiner Downloader mit 20 KByte auf dem Rechner des Opfers platziert.

Der Downloader sei für jedes System speziell erstellt und enthalte eine Hintertür, die in Assembler geschrieben ist. Die Malware wehrt auch Analysewerkzeuge ab, etwa Wireshark oder Tcpdump. Sobald die Software einen Analyseversuch bemerkt, stellt sie ihre Aktivitäten ein, um keine Möglichkeit der Entschlüsselung zu geben.

Wenn der Rechner als der von den Kriminellen adressierte Zielrechner identifiziert ist, startet die Malware die Suche nach speziellen Tweets von voreingerichteten Twitter-Konten. Die Tweets enthalten besondere Tags zu verschlüsselten URLs. Die Twitter-Konten werden von Command-and-Control-Servern verwendet. Über diese URLs öffne sich die Hintertür zu den C&C-Servern, die dann Befehle und zusätzlichen, verschlüsselten Backdoor-Code über Gif-Bilddateien an den Zielrechner übermitteln.

Wahrscheinlich haben die Autoren von Miniduke ein dynamisches Backup-System zur Sicherung der Daten entwickelt, das ebenfalls unbemerkt von Analysetools agiert, so Kasperky weiter.

Genutzt wird die jüngst entdeckte Sicherheitslücke Exploit CVE-2013-6040 im Adobe-Reader.

Der Miniduke-Backdoor-Trojaner wurde eingesetzt, um in der vergangenen Woche weltweit zahlreiche Regierungsstellen und weitere Organisationen anzugreifen. Kaspersky hat zusammen mit Crysys Lab die Angriffe analysiert. Die Miniduke-Angreifer sind nach wie vor aktiv und haben ihre jüngsten Versionen erst am 20. Februar 2013 erzeugt.

"Das ist ein sehr ungewöhnlicher Cyber-Angriff", erklärte Eugene Kaspersky, Gründer und Chef von Kaspersky Lab. "Ich kenne diesen Stil der Programmierung aus den späten 1990er Jahren und um die Jahrtausendwende. Und ich frage mich, warum diese Malware-Autoren, die gleichsam als Schläfer ein Jahrzehnt inaktiv waren, plötzlich aufgewacht sind und sich einer aktuellen Gruppe von Cyberspionen angeschlossen haben."


bstea 28. Feb 2013

Gegen was soll er denn sonst testen, Brainfuck?

dasfuxx 28. Feb 2013

Wohl war =D Man muss halt manchmal verzichten =D

couchpotato 28. Feb 2013

In Hinsicht auf den Adobe Reader: Es gibt keine Alternativsoftware die annähernd so...

couchpotato 28. Feb 2013

Dafür braucht es kein gut geschrieben Virus. Dafür haben selbst Scriptkiddies hunderte...

SaSi 27. Feb 2013

ist also nur Adobe betroffen oder auch andere reader? Meine damit zb. iOS, Android - auf...

Kommentieren


Jena spart - senken Sie ihre Kosten! / 04. Mär 2013

Vorsicht wenn Microsoft anruft



Anzeige

  1. IT-Spezialist (m/w) für Anwendungsentwicklung
    Versicherungskammer Bayern, München
  2. Mitarbeiter/in im Bereich Informationstechnologie/IT Service
    Toho Tenax Europe GmbH, Heinsberg-Oberbruch und Wuppertal
  3. Softwareentwickler (m/w)
    SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal
  4. Trainee IT (m/w) Schwerpunkt: SAP Applikation
    Unternehmensgruppe Theo Müller, Aretsried

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin

  2. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  3. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  4. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  5. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  6. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen

  7. Cridex-Trojaner

    Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware

  8. Ubuntu 14.04 LTS im Test

    Canonical in der Konvergenz-Falle

  9. Überwachung

    Snowden befragt Putin in Fernsehinterview

  10. Bleichenbacher-Angriff

    TLS-Probleme in Java



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Display Scanout Engine: Xbox, streck das Bild!
Display Scanout Engine
Xbox, streck das Bild!

Die Xbox One berechnet viele Spiele nicht nativ in 1080p. Stattdessen vergrößern ein Hardware-Scaler oder einige Softwareschritte niedrigere Auflösungen. Beide Lösungen bieten Vor- und Nachteile, welche die Bildqualität oder Bildrate beeinflussen.

  1. Xbox One Upgedated und preisgesenkt
  2. Xbox One Microsoft denkt über Xbox-360-Emulation nach
  3. Xbox One Inoffizielle PC-Treiber für Controller erhältlich

Facebook und Oculus Rift: Vier Prognosen zu Faceboculus
Facebook und Oculus Rift
Vier Prognosen zu Faceboculus

Der erste Shitstorm hat sich gelegt. Und Oculus gehört immer noch Facebook. Was ändert das jetzt? Und was bedeutet das für die Zukunft? Wer sich mit Entwicklern und Experten unterhält, der kann einige erste Schlüsse ziehen.

  1. Oculus Rift 25.000 Exemplare der neuen Dev-Kit-Version verkauft
  2. Developer Center Sicherheitslücke bei Oculus VR
  3. Oculus VR "Wir haben nicht so viele Morddrohungen erwartet"

Windows XP ade: Linux ist nicht nur ein Lückenfüller
Windows XP ade
Linux ist nicht nur ein Lückenfüller

Wenn der Support für Windows XP ausläuft, wird es dringend Zeit, nach einer sicheren und vor allem kostenlosen Alternative zu suchen. Linux ist dafür bestens geeignet. Bleibt nur noch die Qual der Wahl.

  1. Open Source Linux 3.15 startet in die Testphase
  2. Linux-Kernel LTO-Patch entfacht Diskussion
  3. Linux-Distribution Opensuse baut um und verschiebt Version 13.2

    •  / 
    Zum Artikel