Mike Morhaime "Wir wissen auch, dass Diablo 3 nicht perfekt ist"

Always-Online-Zwang, "Fehler 37" und andere technische Probleme, langweilige legendäre Gegenstände: Nach teils massiver Kritik an Diablo 3 äußert sich jetzt Blizzard-Chef Mike Morhaime in einem offenen Brief an die Community, in dem er auch auf die Zukunft des Titels eingeht.

Anzeige

Mit Diablo 3 ist Blizzard aus kommerzieller Sicht ein Erfolg geglückt - nach Angaben des Unternehmens hat das Programm den besten Verkaufsstart eines PC-Spiels aller Zeiten hingelegt. Trotzdem gab es Kritik, und zu der hat sich jetzt Firmenchef Mike Morhaime in den Foren mit einem offenen Brief an die Fangemeinde geäußert. Er schreibt, sein Studio sei noch nie mit einem völlig neuen Titel "innerhalb weniger Tage von null auf mehr als sechs Millionen Spieler auf mehreren Kontinenten gesprungen. Für Diablo 3 haben wir uns die Verkaufszahlen älterer Blizzard-Spiele und anderer PC-Topseller sowie die Anzahl der Vorbestellungen angesehen. Danach setzten wir unsere Schätzungen sogar noch hoch, um für ausreichende Kapazitäten zu sorgen". Morhaime räumt ein, dass die Kapazitäten trotzdem nicht gereicht haben; seit einigen Wochen laufe aber alles "im Großen und Ganzen reibungslos".

Wichtig ist Morhaime angeblich vor allem, dass die Szene lange Freude an dem Spiel hat. "Das Diablo-3-Team hat euch ein episches, unterhaltsames und ansprechendes Spielerlebnis geliefert. Wir wissen jedoch auch, dass es nicht perfekt ist. Unsere Teams arbeiten mit aller Kraft daran, die Spielbalance zu verbessern, das Design zu erweitern und die Kommentare der Spieler zu berücksichtigen, um im Ergebnis das bestmögliche Spiel zu erhalten."

Für Patch 1.0.4 kündigt er deshalb Änderungen bei der Balance der Klassen an, "die das von uns angestrebte Ziel vielfältiger Fertigkeiten-Zusammenstellungen" weiter voranbringen, indem "selten genutzte und zu schwache Klassenfertigkeiten verstärkt werden". Morhaime geht auch auf die Kritik ein, dass die legendären Gegenstände teils weniger wirkungsvoll seien als eigentlich niedrigstufige Items: "Da stimmen wir zu. Patch 1.0.4 enthält deswegen auch neue und verbesserte legendäre Gegenstände, die auf unerwartete Weise interessanter, mächtiger und epischer als je zuvor sein werden".

Darüber hinaus arbeitet das Team laut Morhaime an mehreren Updates der Benutzeroberfläche, darunter Verbesserungen im Bereich der Interaktion mit anderen Spielern. Damit soll es möglich sein, einfacher auf die Erfolge von Freunden zuzugreifen, Spielen schneller beizutreten und effektiver miteinander zu kommunizieren. Zusätzlich wird es Änderungen am Auktionshaus geben, etwa Tooltipps und eine optimierte Suche.

Neben der Arbeit an Patch 1.1, der unter anderem das schon länger angekündigte PvP-Update enthalten wird, entsteht laut Mike Morhaime derzeit ein System, das Spielern mit starken Charakteren der höchsten Stufe neue Ziele als Alternative zur Jagd nach Gegenständen bieten wird. Einzelheiten dazu hat er noch nicht bekanntgegeben.

Der Blizzard-Chef äußert sich auch zu dem Vorwurf, "die Online-Pflicht sei nichts weiter als ein unwirksamer und sowieso schon gecrackter Kopierschutz." Morhaime ist aber der Auffassung, dass sein Studio viele der Probleme durch Cheats und Cracks dadurch besser bekämpfen kann. "Und bisher sind uns noch keine wirklich funktionierenden Cracks zu Gesicht gekommen", so Morhaime.

Er könne den Wunsch, offline zu spielen, nachvollziehen. "Diablo 3 wurde jedoch von Beginn an als Online-Titel konzipiert, den ihr gemeinsam mit Freunden spielen könnt, und die Online-Pflicht bietet uns die beste Möglichkeit, dieses Konzept voranzubringen. Die Effektivität der Online-Elemente - darunter die Freundesliste und spielübergreifende Kommunikation, Co-op-Matchmaking, Charaktere, die ihr selbst, mit anderen und für PvP nutzen könnt, sowie Kundendienst- und Sicherheitskomponenten - ist in direkter Weise mit der Online-Konzeption des Spiels verbunden", so Morhaime.


Hotwheels 27. Jul 2012

Kann ich nur voll und ganz unterstützen. Im Prinzip beginnt D3 mit Lvl60 und Inferno...

lottikarotti 26. Jul 2012

1. sollte Inferno auch eine Herausforderung werden, deshalb kann nicht jeder einfach mal...

IrgendeinNutzer 21. Jul 2012

Für die Starteredition braucht man einen Key? Haha ich komme ehrlich nicht mehr aus dem...

DerKleineHorst 21. Jul 2012

Von jemanden, der meint ein Spiel würde mehr Spielspaß erzeugen weil es keine...

mochiman 21. Jul 2012

Sage ich da nur. Zwar bunter und comichafter, aber bei weitem sehr vielversprechender als...

Kommentieren



Anzeige

  1. SAP Inhouse Berater BI (m/w)
    SCHOTT AG, Mainz
  2. DB2 Senior Consultant (m/w)
    ORDIX AG, Wiesbaden, Köln oder Neu-Ulm
  3. BW/BI Anwendungsbetreuer (m/w)
    Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg
  4. JAVA, JEE Entwickler (m/w)
    IT FRANKFURT GmbH, Frankfurt am Main

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Vic Gundotra

    Chef von Google Plus verlässt das Unternehmen

  2. Quartalsbericht

    Amazon weiter mit hohem Umsatz und etwas Gewinn

  3. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  4. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  5. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  6. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  7. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  8. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  9. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  10. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test Hitman Go: Auftragskiller to go
Test Hitman Go
Auftragskiller to go

Knobeln statt knebeln: In Hitman Go verrichtet Agent 47 sein ebenso lautloses wie blutiges Handwerk auf ungewohnte Art und Weise: Statt Schleich-Action ist Denksport angesagt. Der Titel bleibt dem Kern der Hitman-Reihe trotzdem treu - und macht schnell süchtig.

  1. Square Enix Kernzielgruppe statt globales Massenpublikum

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


Windows 8.1 Update 1 im Test: Ein lohnenswertes Miniupdate
Windows 8.1 Update 1 im Test
Ein lohnenswertes Miniupdate

Microsoft geht wieder einen Schritt zurück in die Zukunft. Mit dem Update 1 baut der Konzern erneut Funktionen ein, die vor allem für Mausschubser gedacht sind. Wir haben uns das Miniupdate für Windows 8.1 pünktlich zur Veröffentlichung angesehen.

  1. Microsoft Installationsprobleme beim Windows 8.1 Update 1
  2. Windows 8.1 Update 1 Wieder mehr minimieren und schließen
  3. Microsoft Windows 8.1 Update 1 vorab verfügbar

    •  / 
    Zum Artikel