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Sicherheitslücke im Internet Explorer und in Office bleibt offen.
Sicherheitslücke im Internet Explorer und in Office bleibt offen. (Bild: iStock Photo)

Microsofts Patchday: 27 geschlossene Sicherheitslücken und eine offene

Sicherheitslücke im Internet Explorer und in Office bleibt offen.
Sicherheitslücke im Internet Explorer und in Office bleibt offen. (Bild: iStock Photo)

Microsoft beseitigt anders als angekündigt sogar 27 Sicherheitslücken in seinen Softwareprodukten. Allein der Patch für den Internet Explorer stopft neun gefährliche Sicherheitslöcher. Ein gefährliches Windows-Sicherheitsloch betrifft RDP und für ein Sicherheitsloch im Internet Explorer und in Office gibt es noch keinen Patch.

Microsoft hat einen Patch für alle Versionen des Internet Explorer veröffentlicht, der insgesamt 13 Sicherheitslücken im Browser schließen soll. Davon können neun zur Ausführung von Schadcode missbraucht werden und Microsoft stuft die Gefahr als hoch ein, die von den Sicherheitslücken ausgeht. Es genügt, mit dem Internet Explorer eine entsprechend präparierte Webseite zu öffnen, um Opfer eines Angriffs zu werden. Der Angreifer kann dann die Kontrolle über den Computer übernehmen.

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Nach Auskunft von Microsoft wurde bisher keine der neun Sicherheitslücken aktiv ausgenutzt. Dennoch empfiehlt Microsoft, den Patch möglichst zügig einzuspielen, um vor künftigen Attacken geschützt zu sein. Der Internet-Explorer-Patch schließt außerdem vier weniger gefährliche Sicherheitslücken. Diese können zum Ausspähen von Informationen verwendet werden.

RDP-Sicherheitsleck in Windows

Besonders warnt Microsoft außerdem vor einem Sicherheitsleck im Remote-Desktop-Protokoll (RDP) aller Windows-Versionen, obwohl die RDP-Funktion standardmäßig nicht aktiviert ist. Aber wenn RDP aktiv ist, kann ein Angreifer einen anderen Rechner mittels manipulierter RDP-Pakete attackieren. Das Opfer muss dazu nichts weiter tun und wird von einer solchen Attacke auch nichts bemerken. Bisher gibt es noch keine Hinweise darauf, dass das Sicherheitsloch aktiv ausgenutzt wird, erklärte Microsoft.

Drei ebenfalls als gefährlich klassifizierte Sicherheitslücken wurden in Microsofts Communicator 2007 R2 und in Lync 2010 entdeckt. Lync ist ein Instant-Messaging-Client für den Unternehmenseinsatz, der sich mit Exchange nutzen lässt. Zwei der drei Sicherheitslecks werden durch eine fehlerhafte Verarbeitung von True-Type-Schriftartdateien verursacht. Angreifer müssen das Opfer dazu verleiten, entsprechende Dateien zu öffnen, dann ist eine Ausführung von Schadcode möglich. Der Patch beseitigt eine vierte Sicherheitslücke, die zum Ausspähen von Daten missbraucht werden kann.

In Microsofts .Net Framework 2.0 mit Service Pack 2, dem .Net Framework 3.5.1 sowie dem .Net Framework 4 wurde ein Sicherheitsleck mit einem Patch bedacht, das zur Ausführung beliebigen Programmcodes verwendet werden kann.

Zwei weitere Windows-Patches beseitigen insgesamt sieben Sicherheitslücken, die von Angreifern zur Rechteausweitung benutzt werden können. Einen weiteren Patch gibt es für Dynamics AX 2012, um das Ausspähen von Daten zu verhindern.

Mehr geschlossene Sicherheitslücken als angekündigt

In der Ankündigung zum Juni-Patchday hatte Microsoft sieben Patches für insgesamt 25 Sicherheitslücken in Aussicht gestellt. Bei den sieben Patches ist es geblieben, aber diese sollen nun insgesamt 27 Sicherheitslücken beseitigen.

Warnung vor offenem Sicherheitsloch

Parallel zum Patchday hat Microsoft eine Sicherheitswarnung sowie einen sogenannten Fixit für eine Sicherheitslücke im Internet Explorer und in der Office-Software veröffentlicht. Das Sicherheitsloch steckt in den XML Core Services 3.0, 4.0, 5.0 und 6.0 und kann von Angreifern zur Ausführung von Schadcode verwendet werden. Das Sicherheitsleck wurde von Google entdeckt und nach dessen Angaben am 30. Mai 2012 an Microsoft gemeldet. Der Fehler soll bereits aktiv durch manipulierte Webseiten und präparierte Office-Dokumente ausgenutzt werden.


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