Microsofts Patch Day: Acht gefährliche Sicherheitslücken
Fünf Sicherheitslücken im Internet Explorer (Bild: iStock Photo)

Microsofts Patch Day Acht gefährliche Sicherheitslücken

Microsoft hat sechs Sicherheitspatches veröffentlicht, mit denen elf Sicherheitslücken beseitigt werden. Acht dieser Sicherheitslücken gelten als gefährlich, denn Angreifer können darüber beliebigen Code auf einem fremden System ausführen.

Anzeige

Allein fünf Sicherheitslücken hat Microsoft anlässlich des regulären Patch Days in diesem Monat im Internet Explorer beseitigt. Alle fünf Fehler in Microsofts Browser gelten als gefährlich, denn sie können dazu missbraucht werden, Schadsoftware auf einem fremden Rechner auszuführen. Ein Opfer muss lediglich dazu verleitet werden, eine präparierte Webseite mit dem Internet Explorer zu öffnen. Die Fehler wurden für alle unterstützten Versionen des Internet Explorers bestätigt.

Im ActiveX-Control Mscomctl.ocx musste eine gefährliche Sicherheitslücke beseitigt werden, die gleich mehrere unterschiedliche Microsoft-Produkte betrifft: neben diversen Office-Versionen den Microsofts SQL Server, den Biztalk Server, Commerce Server, Visual Foxpro sowie die Visual Basic Runtime. Zur Ausnutzung der Sicherheitslücke muss ein Angreifer sein Opfer lediglich dazu verleiten, eine entsprechend präparierte Webseite aufzurufen.

In allen Windows-Versionen gibt es eine Sicherheitslücke, die zur Einschleusung von Schadcode missbraucht werden kann. Dazu muss das Opfer dazu verleitet werden, eine PE-Datei zu öffnen.

Sicherheitsloch im .Net Framework

Für das .Net Framework hat Microsoft ebenfalls einen Patch veröffentlicht, der ein als gefährlich eingestuftes Sicherheitsleck beseitigt. Der Fehler tritt im Zusammenspiel mit Browsern auf, die XAML-Browser-Anwendungen (XBAPs) ausführen können. Dann genügt der Besuch einer entsprechenden Webseite, um Opfer eines Angriffs zu werden. Das Sicherheitsleck steckt in mehreren Versionen des .Net Frameworks. Lediglich das .Net Framework 3.0 mit Service Pack 2 sowie das .Net Framework 3.5 mit Service Pack 1 sind nicht von dem Fehler betroffen.

Ein weiteres gefährliches Sicherheitsloch wurde in Microsofts Office- und Works-Versionen entdeckt. Mit dem nun erschienenen Patch sollte das Sicherheitsleck beseitigt werden. Der Fehler betrifft Office 2007 mit Service Pack 2 sowie Works 9 und den Dateikonverter von Works 6 bis 9. In allen anderen Office-Versionen wie etwa Office 2007 mit Service Pack 3 tritt das Problem nicht auf. Das Sicherheitsleck macht sich bemerkbar, wenn mit den betroffenen Anwendungen eine Works-Datei geöffnet wird. Dabei wird das Dateiformat nicht korrekt geprüft und Angreifer können so beliebigen Programmcode ausführen.

Zudem hat Microsoft einen Patch für zwei Sicherheitslücken im Forefront Unified Access Gateway (UAG) veröffentlicht. Damit soll verhindert werden, dass Angreifer die Sicherheitslecks unter anderem dazu ausnutzen können, vertrauliche Informationen auszulesen. Microsoft stuft die Sicherheitslücken als weniger gefährlich ein.


Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Ingenieur (m/w) Software-Integration
    e.solutions GmbH, Ulm
  2. Senior Consultant (m/w) SAP SuccessFactors
    metafinanz Informationssysteme GmbH, München
  3. Softwarearchitekt (m/w) - Portale und Internetanwendungen
    Deutscher Genossenschafts-Verlag eG, Wiesbaden
  4. Mobile Developer - Andriod / iOS (m/w)
    PAYBACK GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Verbraucherzentrale

    Auf Schreiben wegen Rundfunkbeitrag reagieren

  2. Filmstreaming

    Erste Preise für Netflix Deutschland sichtbar

  3. Alone in the Dark

    Atari setzt auf doppelten Horror

  4. LMDE

    Linux Mint wechselt zu Debian Stable neben Ubuntu

  5. Preisvergleich

    Ergebnisse in Preissuchmaschinen nicht zuverlässig

  6. Akoya P2213T

    Medion stellt Windows-Convertible für 400 Euro vor

  7. Hacker

    Lizard Squad offenbar verhaftet

  8. Lennart Poettering

    Systemd und Btrfs statt Linux-Distributionen mit Paketen

  9. Dircrypt

    Ransomware liefert Schlüssel mit

  10. Wegen Computerabstürzen

    Nasa will Speicher eines Marsroboters neu formatieren



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Qnap QGenie im Test: Netzwerkspeicher fehlt's an Speicher
Qnap QGenie im Test
Netzwerkspeicher fehlt's an Speicher
  1. Qnap QGenie NAS-System für die Hosentasche
  2. HS-251 Qnap beschleunigt lüfterloses NAS-System
  3. QNAP TS-EC1080 Pro Erweiterbares NAS-System im Tower mit mSATA-Plätzen

Kinkobox angeschaut: E-Mail-Verschlüsselung leicht gemacht
Kinkobox angeschaut
E-Mail-Verschlüsselung leicht gemacht
  1. IT-Sicherheitsgesetz Telekomfirmen müssen Nutzer über Cyberangriffe informieren
  2. IT-Sicherheitsgesetz Unternehmen dürfen ungefährliche Angriffe anonym melden
  3. Cryptophone Telekom mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Smartphones

Neues Instrument Holometer: Ist unser Universum zweidimensional?
Neues Instrument Holometer
Ist unser Universum zweidimensional?
  1. Gehirnforschung Licht programmiert Gedächtnis um
  2. Audio aus Video Gefilmte Topfpflanze verrät Gespräche
  3. Nahrungsmittel Trinken statt Essen

    •  / 
    Zum Artikel