Microsoft-Studie PCs von großen Marken sind zuverlässiger

Microsoft hat die von Windows gesammelten Fehlerberichte von privat genutzten PCs ausgewertet. Die Ergebnisse widersprechen vielen Mythen von PC-Bastlern, so sind unter anderem Notebooks zuverlässiger als Desktop-PCs, und die Rechner großer Hersteller stürzen seltener ab.

Anzeige

Microsoft hat die Daten der automatisch übermittelten Fehlerberichte von rund einer Million privater PCs ausgewertet. Die Daten sind nach Angaben des Unternehmens die bisher umfangreichste Studie (PDF) zu hardwarebedingten Abstürzen von privat genutzten Computern.

Die Autoren von Microsoft Research kommen dabei zu für eingefleischte Technikfans zum Teil überraschenden Ergebnissen. So haben sie festgestellt, dass PCs von Markenherstellern seltener von Prozessor, Hauptspeicher oder Massenspeicher bedingte Abstürze aufweisen.

Als Messwert dient dabei, wie bei allen Angaben der Untersuchung, die "total accumulated CPU time", kurz: Tact. Sie gibt an, wie lange ein Rechner insgesamt lief, bevor es zu einem Fehler kam. Dabei sehen die PCs von 20 Markenherstellern gegenüber dem restlichen Feld, als White-Box bezeichnet, recht gut aus.

  • Je schneller, desto fehleranfällig (Tabelle: Microsoft)
  • Von März bis Juni stürzte dieser PC nicht mehr ab (gelbe Ausrufezeichen) (Bild: Golem.de)
  • Marken-PC sind stabiler, und Notebooks ebenso (Tabelle: Microsoft)
Marken-PC sind stabiler, und Notebooks ebenso (Tabelle: Microsoft)

Die Wahrscheinlichkeit für einen CPU-bedingten Absturz in den ersten 30 Tagen Tact liegt bei den Marken-PCs bei 1:120, bei den White-Boxes bei 1:93. Bei den durch SSDs oder Festplatten bedingten Fehlern liegen die beiden Gruppen gleichauf, beim Hauptspeicher ist der Unterschied aber dramatisch. 1:2.700 ist die Absturzwahrscheinlichkeit bei Markenrechnern, bei den White-Boxes liegt sie bei 1:950. Die Studie macht dabei keine Unterscheidung zwischen selbst gebauten PCs und denen von kleineren Marken, eben den White-Boxes, wie sie in Deutschland vor allem von lokalen Anbietern und Versendern unter eigenen Markennamen angeboten werden.

Die Namen von Hardwareherstellern nennt die Studie im Übrigen nicht, was auch für die Zuverlässigkeit eines übertakteten Prozessors gilt. Hier sprechen die Autoren zwar von zwei CPU-Herstellern - womit nur AMD und Intel gemeint sein können -, geben aber einen deutlichen Unterschied an. Die CPUs des einen Anbieters stürzen 20-mal so häufig ab, wenn sie übertaktet sind. Dabei wurde aber Benutzerverschulden wie zu aggressive Einstellungen im Bios nicht berücksichtigt, das können die Windows-Fehlerberichte nicht auswerten.

Notebooks sind stabiler als Desktop-PCs 

nuklearfire2010 03. Jul 2012

Also bin momentan nebenbei im Handel und haben zwei PCs von wohl dem größten Namhaften...

StefanKehrer 02. Jul 2012

Bei Notebooks ist meist nichts mehr zu retten, wenn was kaputt ist. Oder nur mit einem...

elgooG 02. Jul 2012

Also ich finde es völlig unsinnig, sämtliche "Bastel"-PCs auf die selbe Stufe zu...

nie (Golem.de) 01. Jul 2012

Die MCEs werden von der CPU aufgefangen und an das OS gemeldet, und durch Hardwarefehler...

redmord 29. Jun 2012

... trotzdem deplatziert.

Kommentieren



Anzeige

  1. Trainee IT (m/w) Schwerpunkt: SAP Applikation
    Unternehmensgruppe Theo Müller, Aretsried
  2. Mitarbeiter/in im Bereich Informationstechnologie/IT Service
    Toho Tenax Europe GmbH, Heinsberg-Oberbruch und Wuppertal
  3. Manager (m/w) Wechselprozesse in SAP IS-U
    über InterSearch Personalberatung GmbH & Co. KG, Norddeutschland
  4. Social Media Manager (m/w)
    Hubert Burda Media, Offenburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. CSA-Verträge

    Microsoft senkt Preise für Support von Windows XP

  2. Test Wyse Cloud Connect

    Dells mobiles Büro

  3. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung

    AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte

  4. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  5. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen

  6. Cridex-Trojaner

    Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware

  7. Ubuntu 14.04 LTS im Test

    Canonical in der Konvergenz-Falle

  8. Überwachung

    Snowden befragt Putin in Fernsehinterview

  9. Bleichenbacher-Angriff

    TLS-Probleme in Java

  10. Cyanogenmod-Smartphone

    Oneplus One kann nur auf Einladung bestellt werden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014: Unkomplizierter Kick ins WM-Finale
Test Fifa Fußball-WM Brasilien 2014
Unkomplizierter Kick ins WM-Finale

Am 8. Juni 2014 bezieht die deutsche Nationalmannschaft ihr Trainingslager "Campo Bahia" in Brasilien, um einen Anlauf auf den Gewinn des WM-Pokals zu nehmen. Wer sichergehen will, dass es diesmal mit dem Titel klappt, kann zu Fifa Fußball-WM Brasilien 2014 greifen.

  1. Fifa WM 2014 Brasilien angespielt Mit Schweini & Co. nach Südamerika
  2. EA Sports Fifa kickt in Brasilien 2014

OpenSSL: Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed
OpenSSL
Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed

Der Heartbleed-Bug in OpenSSL dürfte wohl als eine der gravierendsten Sicherheitslücken aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.

  1. OpenSSL OpenBSD mistet Code aus
  2. OpenSSL-Lücke Programmierer bezeichnet Heartbleed als Versehen
  3. OpenSSL-Bug Spuren von Heartbleed schon im November 2013

A Maze 2014: Tanzen mit der Perfect Woman
A Maze 2014
Tanzen mit der Perfect Woman

Viele Spiele auf dem Indiegames-Festival A Maze 2014 wirkten auf den ersten Blick abwegig. Doch die kuriosen Konzepte ergeben Sinn. Denn hinter Storydruckern, Schlafsäcken und virtuellen Fingerfallen versteckten sich erstaunlich plausible Spielideen.

  1. Festival A Maze Ist das noch Indie?
  2. Test Cut The Rope 2 für Android Grün, knuddlig und hungrig nach Geld
  3. Indie-Game NaissanceE Wenn der Ton das Spiel macht

    •  / 
    Zum Artikel