Microsoft Skype für Windows 8 ausprobiert

Microsoft liefert Windows 8 in dieser Woche inklusive Skype aus. Die auf die Metro-GUI angepasste VoIP- und Instant-Messaging-Software kann uns aber noch nicht überzeugen.

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Windows 8 wird am 26. Oktober 2012 mit vorinstalliertem Skype ausgeliefert werden, zumindest auf Geräten von Acer, Asus, Dell, Fujitsu, HP, Lenovo, LG, MSI, Samsung, Sony und Toshiba. Bei eigenen Windows-8-Installationen lässt sich Skype dann zudem über den Windows Store nachinstallieren.

Microsofts Tochterunternehmen Skype gewährte Golem.de bereits einen ersten Blick auf die Software. Skype für Windows 8 zeigte sich dabei auf der Metro-Bedienoberfläche aufgeräumt und reduziert.

Bereits bei der Anmeldung ergibt sich ein Unterschied zum normalen Skype für Windows: Erst muss sich der Nutzer mit einem Live-Account anmelden und diesen dann mit seinem Skype-Zugang verknüpfen oder einen neuen anlegen. Die Anmeldung über einen bestehenden Account gelang problemlos.

Skype für Windows 8 sieht gänzlich anders aus als der normale Windows-Client. Auf der Startseite der App werden nebeneinander die letzten Instant-Messaging-Konversationen, Favoriten sowie ein paar Kontakte gezeigt. Die Favoritenspalte ist für wichtige Kontakte gedacht, nach denen nicht erst gesucht werden soll.

Beim Ausprobieren auf einem Samsung Slate 7 funktionierten das Texten und Telefonieren problemlos. Videochats konnten wir zwar starten, unser Gegenüber bekam aber kein Kamerabild von uns zu sehen. Laut Skype hätte das eigentlich funktionieren müssen.

Anrufe können angenommen werden, ohne dass die App geöffnet ist. Dazu bekommt der Nutzer auch außerhalb der App eine Auswahlbox zum Annehmen und Ablehnen des Gesprächs gezeigt.

Skype-Textnachrichten werden ebenfalls außerhalb der App kurz auf der Windows-8-Startseite und über den Windows-Desktop in Form einer nur wenige Sekunden sichtbaren Infobox eingeblendet. Sie lässt sich antippen und öffnet dann die App.

Die Livekachel für Metro funktionierte bei uns nicht, obwohl die entsprechenden Optionen aktiviert waren. So zeigte das Skype-Icon auf dem Windows-8-Startbildschirm bei uns keine Informationen an. Hier sollten eigentlich verpasste Nachrichten zu sehen sein, so Skype.

Wie ein Bruch im Bedienkonzept erscheint es, dass Neuigkeiten und Erklärungen zu Skype nicht etwa in der App angezeigt werden, sondern im dazu extra aufgerufenen Internet Explorer. Wer auf dem Startbildschirm von Skype das Angebot annimmt, durch einen Klick noch mehr über Skype zu erfahren, hat die App auch schon wieder verlassen.

Vor allem Nutzern des normalen Windows-Clients von Skype wird schnell auffallen, dass gewohnte Funktionen fehlen. Am meisten vermisst haben wir die Möglichkeit der Dateiübertragung mit anderen Skype-Nutzern.

Versucht uns jemand eine Datei zu schicken, kommt die Meldung, dieser "möchte Ihnen eine Datei senden. Diese Version unterstützt dies noch nicht." Das Gegenüber bekommt diesen Hinweis nicht - und wartet vergeblich. Selbst die Smartphone-Apps von Skype können da schon mehr, auch wenn die Dateiübertragung unter iOS auf Fotos beschränkt sein mag.

Selbst wenn der Funktionsumfang von Skype unter Windows 8 noch erweitert werden soll: Die Chance, mit Skype zum Windows-8-Start neue Maßstäbe zu setzen, wurde versäumt.

Nachtrag vom 23. Oktober 2012, 15:06 Uhr

Skype hat uns vorab die korrigierte Build 1.1.24 von Skype für Windows 8 zukommen lassen. Sie wird voraussichtlich die am 26. Oktober 2012 veröffentlichte offizielle Version sein. Laut Piero Sierra, Director of Programm Management bei Skype, wurde durch die Nachfrage von Golem.de ein Lokalisierungsfehler gefunden, der die Kameranutzung verhinderte - was nun beseitigt wurde.

Auch die Live-Kacheln funktionieren beim Ausprobieren der neuen Version und informieren beispielsweise über Nachrichten, die sich in der Zwischenzeit angesammelt haben. Gestern funktionierte das zeitweise wegen Wartungsarbeiten oder Serverupdates nicht. Wer nicht will, dass andere diese Hinweise sehen, kann die Live-Kachel-Funktion deaktivieren oder den Bildschirm sperren.

Nun arbeite man sehr hart daran, von den Nutzern vermisste Funktionen hinzuzufügen. Es seien häufige Updates geplant. Dennoch sollen nicht alle Funktionen der Desktopversion übernommen werden. Definitiv übernommen werden soll laut Sierra aber die Möglichkeit des Dateitransfers zwischen Skype-Nutzern.

Mit Skype für Windows 8 und dem für die nächsten Tage erwarteten Desktopclient Skype 6.0 fängt Microsoft offiziell an, die Nutzerkonten für Live und Skype zusammenzulegen. Wer noch keinen Skype-Account hat, muss nicht extra einen anlegen. Ein bestehender Windows-Live-Account reicht, um den VoIP-Dienst zu nutzen.

Für bestehende Skype-Nutzer ist es nur einmal nötig, den Live- und Skype-Account zu verbinden, um mit Skype für Windows 8 online zu gehen. Passend zum Vereinheitlichen der Accounts reicht bei Skype 6.0 für Windows auch das Einloggen mit dem Live-Account, die alten Skype-Zugangsdaten werden dann nicht mehr benötigt. Sie sollen aber noch funktionieren.


stuempel 23. Okt 2012

Sorry Troll, aber wenn eine offizielle Präsentation nicht als Diskussionsgrundlage taugt...

SkaveRat 23. Okt 2012

http://i.imgur.com/5HM5c.png öhm...

Thaodan 23. Okt 2012

Du bist Terrorist: http://www.youtube.com/watch?v=SGD2q2vewzQ

j4rted 23. Okt 2012

Finale Version heißt ja das an dem Betriebssystem fertig ist, es sagt aber nicht...

Himmerlarschund... 23. Okt 2012

Und wieder einer, der denkt, bei MS gäbe es nur ein Zimmer mit nem Schild...

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