Microsoft Office 2013 Appstore für Office

Eine der größten Neuerungen, die Microsoft für Office 2013 plant, ist die Möglichkeit, die Office Suite mit Web-Apps zu erweitern. Verteilt werden diese über den neuen Office Store, der ab sofort zur Verfügung steht.

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Office 2013 soll sich leicht um Apps erweitern lassen, die dazu einfach aus dem neuen Office Store installiert werden können. Entwickler können ihre in Office integrierten Apps mit Webtechnik erstellen und über Microsofts neuen Office Store anbieten, der ab sofort in einer Vorabversion zur Verfügung steht. Microsoft lockt dabei mit einer großen Zahl an potenziellen Nutzern, wird Office doch von rund 1 Milliarde Menschen verwendet, die oft große Teile ihres Arbeitsalltags mit der Software verbringen.

Die Apps können sich direkt in Office einklinken und auf die dort vorhandenen Daten zugreifen. Wer eine Paketnummer per E-Mail erhält, soll Outlook nicht verlassen müssen, um Details zum Versandstatus abzufragen oder die auf LinkedIn gespeicherten Daten des Absenders nachzuschlagen. Apps sollen Nutzern helfen, effizienter zu arbeiten, Daten zu visualisieren, Finanzen und Projekte zu verwalten oder Reisen zu buchen.

Die Installation der neuen Erweiterungs-Apps für Office will Microsoft so einfach wie möglich machen. Mit einem Klick kann der Office Store geöffnet und nach neuen Apps durchsucht werden, wobei Microsoft alle Apps vorab prüft. Apps können dann kostenlos oder kostenpflichtig heruntergeladen und installiert werden. Da sie mit Webtechnik umgesetzt werden, gebe es keinen Grund, dass die IT-Abteilung im Unternehmen sie vorinstallieren muss. Dennoch können Administratoren festlegen, wer was und für wie viel Geld im Office Store kaufen darf.

Meldet sich ein Nutzer mit seinem Microsoft-Account an einem neuen Rechner an, findet er dort alle seine Apps wieder vor. Enthält ein Dokument Elemente, die mit einer App erstellt wurden, beispielsweise eine Infografik in einer Excel-Tabelle, wird immer auch ein Verweis auf die jeweilige App weitergegeben, so dass der Empfänger die App ebenfalls nutzen kann.

Ergänzend zum Office Store erhält Sharepoint einen App-Katalog, über den Unternehmen ihre Inhaus-Apps verteilen können. IT-Abteilungen sollen anhand umfassender Telemetriedaten feststellen können, welche Apps letztendlich auch benutzt werden.

Chancen für Entwickler

Microsoft preist das neue Erweiterungskonzept als große Chance für Entwickler. Sie sollen bestehende Lösungen neu verpackt über den Office Store ebenso vertreiben können wie ganz neue Apps. Über das Seller Dashboard können sie Apps einreichen und verfolgen, wie diese genutzt werden. Wird eine App aktualisiert, werden die Nutzer innerhalb der App auf das Update hingewiesen, ein erneuter Download oder eine Installation soll aber nicht notwendig sein. Microsoft spricht dabei von Cloud-Apps.

Apps, die über den Office Store vertrieben werden, können optional ein Lizenz-Framework nutzen, um sicherzustellen, dass Apps nicht unerlaubt weiterverbreitet werden. Entwickler sollen durch diesen optionalen Mechanismus die maximale Kontrolle über ihre Apps haben. Sie legen fest, wie die Testversion einer App eingeschränkt wird oder auf den Kauf der Vollversion hinweist. Apps, die das Framework nutzen, prüfen die Lizenz direkt bei Microsofts Verifikationsservern, wobei Microsoft diese Anfragen auf Missbrauch überwacht.

Werden Apps kostenpflichtig über den Office Store angeboten, verlangt Microsoft eine Provision von 20 Prozent an jeder Transaktion. Microsoft erlaubt es aber auch, dass Entwickler Apps über ihre eigene Website verkaufen. In diesem Fall wird im Office Store ein Link auf die entsprechende Website hinterlegt, auf der Nutzer dann direkt den Kauf abwickeln können.

Informationen zur Entwicklung der neuen Office-Apps gibt es unter dev.office.com.


elgooG 08. Aug 2012

Dachte ich mir auch. Office Makros Reloaded also und Outlook verteilt diese auch wieder...

Himmerlarschund... 07. Aug 2012

Ich bezweifle, dass sich ein Nachfolger des Home sapiens (Homo sapiens sapiens, um genau...

samy 07. Aug 2012

da gibts schon lange eine Website mit Addons.. Okay die heißen nicht Apps und...

LynQ 07. Aug 2012

Schon Marie Antoinette sagte: Die Leute haben keine Apps? Sollen sie doch im App-Store...

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