Microsoft: Fehlende Browserwahl war "technischer Fehler"
Der umstrittene BCS (Bild: Screenshot Golem.de)

Microsoft Fehlende Browserwahl war "technischer Fehler"

Microsoft hat zum neuen Kartellverfahren der EU wegen der fehlenden Browserwahl in Windows 7 umfassend Stellung genommen. Das Unternehmen spricht dabei von einem bereits behobenen Fehler seinerseits und bietet an, die Frist für die Browserwahl zu verlängern.

Anzeige

Das ging schnell: Innerhalb einer Stunde nach der Bekanntgabe eines neuen Kartellverfahrens der EU hat Microsoft eine ausführliche Stellungnahme abgegeben. Demnach hat das Unternehmen erst "kürzlich bemerkt", dass es den "Browser Choice Screen" (BCS) bei Windows 7 mit Service Pack 1 nicht mehr gibt. Das SP1 für die noch aktuelle Windowsversion wurde im Februar 2011 veröffentlicht.

Am 2. Juli 2012 habe Microsoft den BCS, der nur auf manchen PCs nicht dargestellt worden sein soll, dann über einen Patch nachgereicht, schreibt das Unternehmen. Auf rund 28 Millionen PCs soll die Funktion gefehlt haben. "Wir bedauern zutiefst, dass dieser Fehler geschehen ist und bitten dafür um Entschuldigung", schreibt Microsoft.

Seit der BCS Anfang 2010 ausgeliefert wurde, soll das System zuverlässig funktioniert haben. Es arbeitet laut Microsoft mit einer Überprüfung darauf, ob der Internet Explorer der Standardbrowser ist. Wenn das der Fall ist, erscheint der Bildschirm BCS zur Auswahl eines Browsers. Dieser Mechanismus soll aber seit der Veröffentlichung des Service Pack 1 nicht mehr funktioniert haben, was das zuständige Entwicklungsteam bei Microsoft übersehen haben soll. Seitdem sollen neue PCs, die mit Windows 7 SP1 ausgeliefert wurden, den BCS nicht mehr angezeigt haben.

Die Europäische Kommission hatte in ihrer Ankündigung des förmlichen Kartellverfahrens darauf hingewiesen, dass die Berichte von Microsoft zur Browserwahl fehlerhaft gewesen seien. Laut Microsoft war das Unternehmen bis zum Dezember 2011, als der letzte Bericht vorgelegt wurde der Meinung, die Unterlagen seien korrekt gewesen.

Bereits im Vorfeld des Kartellverfahrens hat Microsoft seinen Angaben nach mit der EU-Kommission zusammengearbeitet. Dabei hat das Unternehmen auch angeboten, die Frist für das Vorhandensein der Browserwahl um 15 Monate zu verlängern. Bisher galt sie bis zum Jahr 2014, fünf Jahre nach der Einigung mit der EU.

Außerdem hat Microsoft bereits externe Berater beauftragt, um den Vorgang zu untersuchen. Diese sollen bereits Mitarbeiter befragt haben und arbeiten derzeit an einer Auswertung von Unterlagen. Wenn die Untersuchung abgeschlossen ist, sollen die Ergebnisse der EU-Kommission zur Verfügung gestellt werden.


lisgoem8 18. Jul 2012

Du verstehst einfach nicht worum es mir geht: Um die absichtliche ständige Veränderung...

Thaodan 18. Jul 2012

Dann hätten sie es eben selbst mitgebracht, wie es jetzt schon viele tun DDO und Lotro...

VRzzz 18. Jul 2012

Apple hat auch Monopol im OSX Markt? Genauso wie im AppleTV Markt? BMW im 3er BMW Markt...

M 18. Jul 2012

Darauf ein volles /sign samt +1!

klarnamenzwang 17. Jul 2012

Sie hat aber keine 90% also kein Monopol... das wäre dann quasi ein Ein-Parteien-Staat...

Kommentieren


Datenhirn / 17. Jul 2012

Microsoft und die Browserwahl



Anzeige

  1. Systemadministrator/-in Lokale Netzwerke und LAN-Design
    Dataport, Hamburg
  2. Sachgebietsleiter (m/w) Controlling und kaufmännische EDV
    STWB Stadtwerke Bamberg GmbH, Bamberg
  3. Integration Developer / Architect (m/w)
    evosoft GmbH, Nürnberg
  4. SAP-Experte/-in (SD/MM) Mitarbeit Projektleitung mit Perspektive
    J. Bauer GmbH & Co. KG, Wasserburg/Inn

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Optinvent Ora-X

    300-Dollar-Datenbrille läuft ohne Smartphone

  2. The Last of Us

    Remastered-Version schafft die Million

  3. Hybridantrieb im Motorsport

    Wer bremst, gewinnt (Energie)

  4. Gesetzentwurf

    Bundesdatenschützerin will endlich gegen Firmen durchgreifen

  5. Cinavia-Hersteller

    Digitale Wasserzeichen auch für schon verschlüsselte Filme

  6. Gestohlene Zugangsdaten

    Erhöhte Zugriffe auf Domainverwalter registriert

  7. Südafrikanische App-Enwicklerin

    "Man findet ein Problem und überlegt sich eine App"

  8. Offener Brief

    Spielentwickler gegen Hass

  9. U3415W

    Gebogener 34-Zoll-Monitor von Dell zum Spielen

  10. Promi-Hack JLaw

    Apple will Fotodiebstahl untersuchen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Windows on Devices: Großes Betriebssystem auf kleinem Rechner
Windows on Devices
Großes Betriebssystem auf kleinem Rechner
  1. Entwicklerboard Microsoft verteilt kostenloses Windows für Intels Galileo
  2. Intel Galileo Generation 2 im August
  3. Intel Galileo Gen 2 Verbesserte Version für die Maker-Szene

Test Bioshock für iOS: Unterwasserstadt für die Hosentasche
Test Bioshock für iOS
Unterwasserstadt für die Hosentasche
  1. Unter Wasser Bioshock auf iOS-Geräten

Überschall-U-Boot: Von Schanghai nach San Francisco in 100 Minuten
Überschall-U-Boot
Von Schanghai nach San Francisco in 100 Minuten

    •  / 
    Zum Artikel