Micky Epic 2 Warren Spector über Donald Duck und Deus Ex

Wing Commander, Ultima, Thief, Deus Ex und Micky Epic: Warren Spector hat viele Klassiker mitproduziert. Golem.de erzählt er im Videointerview, warum die Kamera für Micky Epic 2 etwas völlig Neues ist und wer seinen Ruf als Pedant ruinierte.

Anzeige

"Es geht um Wahlmöglichkeiten, um Entscheidungen. In all meinen Spielen", sagt Warren Spector Golem.de. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere Spieler noch an Stellen in Titeln von Spector, an denen man tatsächlich eine Wahl treffen musste. Er hat es damit sogar fast auf eine deutsche Bühne geschafft: Das Staatstheater Kassel hatte eine Umsetzung von Deus Ex geplant, in der das Publikum an Schlüsselstellen bestimmen sollte, wie die Handlung weitergeht. Daraus wurde nur deshalb nichts, weil Eidos die Verwertungsrechte für eine Verfilmung freihalten wollte.

Spector kann wohl damit leben, obwohl er das Konzept der Handlungsfreiheit noch mehr Menschen näherbringen möchte. Statt des Theaterbesuchers in Kassel hat er es zuletzt bei dem Ende 2010 für Wii veröffentlichten Micky Epic probiert. Allerdings sei das "Publikum damit überfordert gewesen, wir haben das bei Tests herausgefunden und es etwas runtergeschraubt", sagt Spector. In Teil 2, der wohl im Herbst 2012 auch für Xbox 360, Playstation 3 und Windows-PC erscheint, will er in dem Punkt deutlich weitergehen.

  • Micky Epic 2
  • Micky Epic 2
  • Micky Epic 2
  • Micky Epic 2
  • Micky Epic 2
  • Micky Epic 2
  • Micky Epic 2
  • Micky Epic 2
  • Micky Epic 2
  • Micky Epic 2
  • Micky Epic 2
  • Micky Epic 2
  • Micky Epic 2
  • Micky Epic 2
  • Micky Epic 2
  • Micky Epic 2
Micky Epic 2

"Das sind manchmal scheinbar kleine Sachen, die dann große Auswirkungen haben", erzählt er über Epic Micky 2. Zum Beispiel wenn der Spieler wählen kann, ob er einen Upgrade-Gegenstand - etwa eine bessere Rüstung oder Waffe - nimmt, oder einer Figur hilft, die in einer Falle steckt. "Ist es wichtiger, sich selbst zu helfen - und zwar dabei, eine Welt zu retten", fragt Spector, "oder ist es vielleicht doch besser, Freunde zu haben?"

Einen virtuellen Freund wird der Spieler in jedem Fall haben, wenn er als Disneys Mäuserich durch Micky Epic 2 zieht: Oswald den lustigen Hasen - historisch betrachtet die erste bekannte Figur, die Walt Disney geschaffen hat. Wenn man auf eigene Faust mit Micky durch die Cartoonwelt streift, dann steuert der Computer seinen Begleiter Oswald. Wenn ein Mitstreiter Lust auf eine Runde Koop-Modus hat und sich einen zweiten Controller nimmt, dann wird das Bild in der Mitte geteilt und jeder steuert eine der Figuren. Und zwar solange, bis Spieler 2 keine Lust oder Zeit mehr hat - dann soll nahtlos wieder der Computer übernehmen können. Online soll das nicht funktionieren, so Spector - dem es am liebsten wäre, wenn einfach zwei Menschen auf dem Sofa vor seinem Spiel sitzen und miteinander über ihre Aktionen sprechen.

Kamera mit Perspektive

Deutlich besser als im Vorgänger soll die Kamera funktionieren. Wir konnten das in einer Alphaversion auf der Xbox 360 sogar selbst ausprobieren - und waren im ersten Moment sogar eher irritiert, weil das aus anderen Spielen gewohnte Rühren am rechten Stick den Blickwinkel tatsächlich verschlechtert hatte. In dem spielbaren Abschnitt hat das System nahezu perfekt funktioniert, während wir mit Micky durch Gänge gelaufen, über Abgründe gesprungen sind und mit Farbpinsel und Verdünner fleißig Wände und andere Gegenstände herbeibeschworen und sie wieder weggezaubert haben.

Eher als Experiment sieht Warren Spector ein anderes neues Element von Micky Epic 2: In einigen Zwischenszenen wird es Lieder geben. "Die ersten Reaktionen waren geradezu panisch - da hieß es 'Warren macht ein Musical'", erzählt Spector. Bei der Präsentation konnten wir in einer gerenderten Sequenz einen unbeschwert-fröhlichen Mitwipp-Song hören. Wer mag, kann ihn laut Spector abbrechen, ohne allzu viel an Information zu verpassen. Uns hat die Stelle an frühe Erlebnisse im Kino erinnert. Wenn da in Disney-Filmen gesungen und getanzt wurde, war da erst so ein gewisses Fremdschäm-Element - aber irgendwie war's dann doch ganz gut.


Registrierungsz... 04. Apr 2012

Bin ich der einzige, der Spaß an sowas hätte? Ein Dagobert Duck-Adventure nach den...

Trollfeeder 03. Apr 2012

Lass mich raten. Du bist nicht wirklich glücklich in deiner Firma? Oder wie ensteht...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Trainee (m/w)
    Allianz Deutschland AG, München
  2. SPS-Programmierer Steuerungen / Automatisierungslösungen (m/w)
    über CAPERA Consulting, Nordhessen
  3. Leiter/in des Universitätsrechenzentrums
    Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Eichstätt-Ingolstadt
  4. Applikationsspezialist / Applikationssupport (m/w)
    medavis GmbH, Karlsruhe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Facebook macht erneut Rekordgewinn

  2. Quartalszahlen

    Apple kann Gewinn und Umsatz wieder steigern

  3. IBM Power8

    Mit 96 Threads pro Sockel gegen Intels Übermacht

  4. Printoo

    Arduino kannste jetzt knicken

  5. Cloud-Dienste

    Streem verspricht unbegrenzten Speicherplatz

  6. Streaming

    HBO-Serien für US-Kunden von Amazon Prime

  7. Theo de Raadt

    OpenSSL ist nicht reparierbar

  8. Xplore XC6 DMSR

    Blendend hell und hart im Nehmen

  9. Programmiersprache

    Go 1.3 kommt für Solaris, Plan 9 und NaCL

  10. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test The Elder Scrolls Online: Skyrim meets Standard-MMORPG
Test The Elder Scrolls Online
Skyrim meets Standard-MMORPG

Es ist so groß wie mehrere Rollenspiele zusammen und bietet auch Soloabenteurern Unterhaltung für Wochen und Monate. Vieles in The Elder Scrolls Online erinnert an Skyrim - und leider noch mehr an das altbekannte Strickmuster gängiger MMORPGs.

  1. The Elder Scrolls Online Zenimax deaktiviert umstrittene Bezahlmethoden
  2. Abopflicht Verbraucherschützer mahnen The Elder Scrolls Online ab
  3. Zenimax Online The Elder Scrolls Online ohne Server-Schlangen gestartet

Test Hitman Go: Auftragskiller to go
Test Hitman Go
Auftragskiller to go

Knobeln statt knebeln: In Hitman Go verrichtet Agent 47 sein ebenso lautloses wie blutiges Handwerk auf ungewohnte Art und Weise: Statt Schleich-Action ist Denksport angesagt. Der Titel bleibt dem Kern der Hitman-Reihe trotzdem treu - und macht schnell süchtig.

  1. Square Enix Kernzielgruppe statt globales Massenpublikum

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


    •  / 
    Zum Artikel