Messaging: IDGard will Whatsapp mit versiegeltem Chat ersetzen
(Bild: Uniscon)

Messaging IDGard will Whatsapp mit versiegeltem Chat ersetzen

Der Sealed-Cloud-Betreiber Uniscon hat sein Hochsicherheitssystem nun auch mit einem Chat ausgestattet. Sender und Empfänger benötigen einen IDGard Account.

Anzeige

IDGard, Anbieter der Sealed Cloud, bietet einen gegen Abhören gesicherten Chat als Alternative zu ungenügend geschützten Diensten wie Skype oder Whatsapp. Das gab das Betreiberunternehmen Uniscon am 19. August 2013 bekannt. Nutzer greifen über die Web-Oberfläche von IDGard oder eine der Apps für Smartphones und Tablets auf die Sealed Cloud zu. Darin gibt es den Chat als zusätzliche Funktion, wobei auch die Metadaten geschützt sein sollen.

Chats können zwischen zwei Nutzern oder innerhalb einer Gruppe stattfinden.

Der Sender lädt Dateien über Outlook oder seinen Browser in Speicherbereiche der Sealed Cloud in die Privacy Boxen. Der Empfänger hat über seinen Browser und Outlook Zugriff auf die für ihn bereitgestellten Dateien in der entsprechenden Privacy Box. Sender und Empfänger benötigen dafür einen IDGard-Account. Zusätzlich erhält der Nutzer eine Benachrichtigung per Klingelton, wenn eine Chat-Nachricht oder ein neues Dokument in einer Privacy Box eingetroffen sind.

Bei Uniscons Sealed Cloud Data Center gilt das Prinzip: "Nur der Eigentümer der Daten kontrolliert den Zugriff zu seinen Daten." Der Betreiber des Data Centers und seine Mitarbeiter werden mit technischen Mitteln vom Zugriff ausgeschlossen.

Das Messaging erfolgt ebenfalls über Privacy Boxes, jede Box ist nun gleichzeitig als Chat Room nutzbar. Die Daten sollen dabei beim Transport zum und vom Data Center, im Storage-System und in der Datenbank und während der Verarbeitung geschützt sein. Der Schutz beim Transport wird per Verschlüsselung über die TLS-Protokolle TLS_RSA_WITH_RC4_128_MD5 (0x4) und TLS_RSA_WITH_RC4_128_SHA (0x5) realisiert.

Gängige technische Lösungen verschlüsselten die Daten in der Datenbank beziehungsweise im Storage System auf Block-Ebene mit einem oder einer geringen Zahl systemweit gültiger Schlüssel. Der oder die Schlüssel werden dann in Schlüsselspeichern aufbewahrt.

In der Sealed Cloud wird ein Nutzer-Schlüssel aus den Login-Informationen während des Anmeldevorgangs mit einem Algorithmus generiert. Mit diesem Schlüssel werden die Anwendungsdaten gefunden, entschlüsselt und in den Hauptspeicher geladen. Nach dem Abmelden werden die Daten wieder verschlüsselt und gespeichert. Der Nutzerschlüssel werde anschließend zerstört. In der Datenbank für n Nutzer existieren somit n verschiedene Nutzerdatensätze, die jeweils individuell nach AES256 verschlüsselt (AES/CBC/PCKCS5) seien.

"Ein Angreifer müsste den AES256 knacken und dies jeweils separat für jeden Nutzerdatensatz. Das Login ist durch SMS-TAN oder die IDGard-Login Card über einen zweiten Faktor gesichert", so der Betreiber.

Der Schlüsselaustausch unter den Chat-Teilnehmern findet über eine interne PKI-Infrastruktur mit RSA-2048 asymmetrischer Verschlüsselung (RSA/EC3/PKCS1) statt. Damit bleibt der Hauptspeicher der Server als potentielles Ziel für Insider-Angriffe, denn die Daten sind während einer aktiven Session dort in Klarschrift vorhanden. Hier sei sichergestellt, dass Verarbeitung und Entschlüsselung nur im versiegelten volatilen Speicher stattfinden.

Alle Applikationsserver befänden sich zudem in technisch versiegelten Rack-Systemen. Die Server beinhalten nur flüchtige Speicher, die sich nach Stromabschaltung wieder im Lieferzustand befänden. Das verwendete Betriebssystem sei zusätzlich gehärtet und sperre externe Zugänge.

Ein Unternehmen zahlt pro IDGard-Arbeitsplatz und 20 GByte Online-Speicher 6 bis 8 Euro monatlich.


mnementh 20. Aug 2013

Super. Die hat inzwischen auch WhatsApp. Für alles andere müssen wir dem Anbieter...

Felix_Keyway 19. Aug 2013

Lol :D

freddypad 19. Aug 2013

Ich nutze selber Jabber+OTR und bin voll und ganz zufrieden. Ich finde aber, dass es...

Kommentieren



Anzeige

  1. Professional Services Engineer (m/w)
    NetApp Deutschland GmbH, Neu-Isenburg
  2. Entwicklungsingenieur Funktionsentwicklung (m/w) für elektrifizierte Fahrzeuge
    TKI Automotive GmbH, Ingolstadt, Gaimersheim
  3. SAP Specialist (m/w)
    SoftwareONE Deutschland GmbH, Heilbronn
  4. Mitarbeiter/in Beauftragtenwesen / Informations­sicherheits­bea- uftragte/r
    PSD Bank Karlsruhe-Neustadt eG, Karlsruhe

 

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. The Elder Scrolls V: Skyrim Legendary Edition [PC Code - Steam]
    12,95€
  2. The Witcher 3: Wild Hunt
    44,99€ USK 18
  3. Games-Downloads Angebote
    (u. a. Bioshock Infinite 7,49€, Xcom Enemy Unknown 4,99€, Boderlands 2 7,49€)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Apple Music

    iCloud verpasst der eigenen Musik einen Kopierschutz

  2. Ex-Minister Pofalla

    NSA-Affäre war doch nicht beendet

  3. Grüne

    Rechtsanspruch auf Breitband soll 12 Milliarden Euro kosten

  4. Überwachung

    BND-Akten zeigen die Sorglosigkeit deutscher Diplomaten

  5. Management

    Intel-Präsidentin tritt zurück und Mobile-Chef muss gehen

  6. Digital

    Paypal-Käuferschutz auch für Downloads

  7. UI-Framework

    Qt 5.5 vereinfacht 3D-Darstellungen

  8. Security

    Viele VPN-Dienste sind unsicher

  9. Anna's Quest im Test

    Mit Telekinese gegen die böse Hexe

  10. Österreich

    Provider müssen illegale Filmportale sperren



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



IMHO: DNSSEC ist gescheitert
IMHO
DNSSEC ist gescheitert

Pebble Time im Test: Nicht besonders smart, aber watch
Pebble Time im Test
Nicht besonders smart, aber watch
  1. Smartwatch Pebble Time kostet außerhalb von Kickstarter 250 Euro
  2. Smartwatch Apple gibt iOS-App für die Pebble Time frei
  3. Smartwatch Pebbles iOS-App wird von Apple nicht freigegeben

Radeon R9 Fury X im Test: AMDs Wasserzwerg schlägt Nvidias Titan in 4K
Radeon R9 Fury X im Test
AMDs Wasserzwerg schlägt Nvidias Titan in 4K
  1. Radeon R9 390 im Test AMDs neue alte Grafikkarten bekommen einen Nitro-Boost
  2. Grafikkarte AMDs neue R7- und R9-Modelle sind beschleunigte Vorgänger
  3. Grafikkarte AMD kündigt Radeon R9 Fury X und R9 Nano an

  1. Re: Mit Linux wär das nicht passiert

    DerVorhangZuUnd... | 04:32

  2. Re: Wie sollen IP Sperren funktionieren?

    Wallbreaker | 04:29

  3. Re: Was ist denn jetzt?

    Lii_Leq | 04:20

  4. Re: Sorry aber ...

    gollumm | 04:10

  5. Re: Geistige Behinderung

    Sharra | 03:55


  1. 00:09

  2. 23:14

  3. 18:34

  4. 17:58

  5. 16:50

  6. 15:30

  7. 15:24

  8. 15:18


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel