Anzeige
Eine Bühne auf der Re:publica 2013
Eine Bühne auf der Re:publica 2013 (Bild: Steve Haak/Golem.de)

Mensch vs. Maschine: "Wir brauchen den kritischen Geek"

Eine Bühne auf der Re:publica 2013
Eine Bühne auf der Re:publica 2013 (Bild: Steve Haak/Golem.de)

Es ist eine jahrhundertealte Angst der Menschheit: dass Maschinen uns ersetzbar machen. Ein Vortrag auf der Re:publica erklärt, wie wir damit umgehen lernen und neue Technologien immer wieder neu hinterfragen können.

Anfang des 19. Jahrhunderts in Südengland: Die Textilbranche führt Webmaschinen ein und ersetzt die Facharbeiter durch ungelernte Kräfte. Die Bedienung der Geräte kann nun von Laien durchgeführt werden. Die Webmaschine ist nur ein Beispiel für die Mechanisierung im Zuge der industriellen Revolution. Einige Arbeiter protestierten dagegen, sie wurden Maschinenstürmer genannt.

Anzeige

Heute ist die Angst vor der Ersetzbarkeit die gleiche, nur ist es nicht die Industrialisierung, vor der wir Angst haben, sondern wir fürchten uns vor der Technologisierung. Haushaltsroboter machen Reinigungskräfte überflüssig. Algorithmen den Börsenmakler. Drohnen den Soldaten. Roboter den Babysitter. Und Google testet intelligente Autos, die Taxifahrer ersetzen könnten.

Ist die Entwicklung neuer Technologien eine Bedrohung für uns? Der Unternehmensstratege und Experte für digitale Kommunikation, Johannes Kleske, rät auf der Re:publica: "Observe - Orient - Decide - Act" - beobachten, orientieren, entscheiden, handeln. Eine Strategie aus dem Militärbereich, die ständig wiederholt wird. Ein Loop.

Der Mensch als Sklave der Maschinen

Seine Beobachtung: Die Technologisierung schreite mittlerweile zu schnell voran. "Arbeitsplätze fallen weg, aber der Mensch schafft es nicht schnell genug, entgegenzusteuern und neue Arbeitsbereiche zu besetzen."

Wie gehen wir damit um? Die Maschinenstürmer aus dem 19. Jahrhundert nennt Kleske als Extrembeispiel für die Ablehnung des Fortschritts. Der Protest habe zwar wenig gebracht, aber der Denkanstoß, den die Textilarbeiter gegeben hätten, sei wichtig gewesen: "Wollen wir uns bedingungslos diesem Fortschritt hingeben?"

Solche Fragen versuchen Science-Fiction-Autoren zu beantworten. In ihren Romanen beschreiben sie oft ein Szenario, das Dystopie genannt wird. Maschinen werden immer ausgeklügelter, übernehmen die Arbeit der Menschen und schließlich den Menschen selbst. Der ist am Ende nur noch ein Sklave der Maschinen - ihre Arme und Beine. Das macht Angst. Die Reaktion darauf: Ablehnung.

Gefahr Borg Complex 

eye home zur Startseite
LilaEule 18. Jul 2013

... das ist aus meiner Sicht derzeit zwar richtig, aber sehr sehr kurz gedacht und ohne...

Neuro-Chef 25. Mai 2013

Die Arbeitslosigkeit an sich sagt erstmal nichts, z.B. haben wir deutlich über 10...

avon 10. Mai 2013

Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass diese Bewertung relativ ist: Ich bevorzuge auch...

tingelchen 08. Mai 2013

So sehe ich das auch. Maschinen vernichten zwar auf der einen Seite Arbeitsplätze, aber...

honk 08. Mai 2013

Angst? Davor das Maschienen Arbeit übernehmen? Die Roboter können gerne meinen Platz auf...

Kommentieren



Anzeige

  1. Software Architekt/in Embedded Systems - Navigation
    Daimler AG, Sindelfingen
  2. Test Analyst (m/w)
    MaibornWolff GmbH, München, Frankfurt am Main, Berlin
  3. Software-Qualitätsmanager (m/w)
    Automotive Lighting Reutlingen GmbH, Reutlingen
  4. Systembetreuer RBL / Mobile Solutions (m/w)
    Die Länderbahn GmbH DLB, Neumark, Dresden

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       

  1. Gehalt.de

    Was Frauen in IT-Jobs verdienen

  2. Kurzstreckenflüge

    Lufthansa verspricht 15 MBit/s für jeden an Bord

  3. Anonymisierungsprojekt

    Darf ein Ex-Geheimdienstler für Tor arbeiten?

  4. Schalke 04

    Erst League of Legends und nun Fifa

  5. Patentverletzungen

    Qualcomm verklagt Meizu

  6. Deep Learning

    Algorithmus sagt menschliche Verhaltensweisen voraus

  7. Bungie

    Destiny-Karriere auf PS3 und Xbox 360 endet im August 2016

  8. Vive-Headset

    HTC muss sich auf Virtual Reality verlassen

  9. Mobilfunk

    Datenvolumen steigt während EM-Spiel um 25 Prozent

  10. Software Guard Extentions

    Linux-Code kann auf Intel-CPUs besser geschützt werden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Smart City: Der Bürger gestaltet mit
Smart City
Der Bürger gestaltet mit
  1. Vernetztes Fahren Bosch will (fast) alle Parkplatzprobleme lösen

Vorratsdatenspeicherung: Vorgaben übertreffen laut Eco "schlimmste Befürchtungen"
Vorratsdatenspeicherung
Vorgaben übertreffen laut Eco "schlimmste Befürchtungen"
  1. Vorratsdatenspeicherung Alarm im VDS-Tresor
  2. Neue Snowden-Dokumente NSA lobte Deutschlands "wesentliche" Hilfe im Irak-Krieg
  3. Klage Verwaltungsgericht soll Vorratsdatenspeicherung stoppen

Rust: Ist die neue Programmiersprache besser?
Rust
Ist die neue Programmiersprache besser?
  1. Oracle-Anwältin nach Niederlage "Google hat die GPL getötet"
  2. Java-Rechtsstreit Oracle verliert gegen Google
  3. Oracle vs. Google Wie man Geschworene am besten verwirrt

  1. Ja und ?

    wire-less | 22:11

  2. Re: als Social Media Verweigerer

    Niaxa | 22:11

  3. Re: Schöner "sponsored Post" mit klickbait...

    sfe (Golem.de) | 22:10

  4. Re: Es fehlt an Inhalten

    war10ck | 22:09

  5. Re: Fehler im Artikel

    sfe (Golem.de) | 22:09


  1. 18:37

  2. 17:43

  3. 17:29

  4. 16:56

  5. 16:40

  6. 16:18

  7. 16:00

  8. 15:47


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel