MemSQL: MySQL-kompatibel, aber 30-mal schneller
Datenbank wandelt SQL in C++ um. (Bild: MemSQL)

MemSQL MySQL-kompatibel, aber 30-mal schneller

Die beiden ehemaligen Facebook-Entwickler Eric Frenkiel und Nikita Shamgunov wollen mit MemSQL eine schnelle In-Memory-Alternative zu MySQL anbieten. MemSQL wandelt SQL-Anfragen in C++-Code um, was die Datenbank schneller machen soll als andere In-Memory-Lösungen.

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MemSQL ist vollständig kompatibel mit MySQL und kann die freie Datenbank somit direkt ersetzen. Dabei soll MemSQL aber rund 30-mal schneller sein als MySQL, wenn dieses auf die Platte schreibt. Um die hohen Geschwindigkeiten zu erreichen, kombiniert MemSQL lockfreie Datenstrukturen mit einer Code-Übersetzung, um die Daten so effizient im Speicher verwalten zu können.

SQL-Anfragen wandelt MemSQL in C++-Code um, der dann über die im Speicher gehaltenen Daten läuft. Dazu werden im ersten Schritt alle Konstanten aus der Query entfernt und die nun mit Parametern versehene Query in ein C++-Programm umgewandelt und anschließend in ein Shared-Object kompiliert. Dieses wird dann für alle weiteren Anfragen des gleichen Type verwendet. Während das Abarbeiten der erste Anfrage dadurch länger dauert, sollen alle weiteren Anfragen sehr schnell beantwortet werden können, was zusätzliche Caches überflüssig macht, versprechen die MemSQL-Macher.

MemSQL soll es zudem erlauben, große Datenmengen zu analysieren, während fortlaufend neue Daten hinzugefügt werden.

So soll MemSQL letztendlich in der Lage sein, Anfragen verlässlich und ohne größere Schwankungen bei der Antwortzeit in weniger als einer Millisekunde zu beantworten, was eine schnelle Analyse großer Datenmengen erlaubt, auch auf Standardhardware.

MemSQL kann auf mehrere Server verteilt werden, wobei auch ein Mischbetrieb mit MySQL-Servern möglich ist. Das bietet sich an, wenn auf bestimmte Daten in Echtzeit zugegriffen werden soll, während andere eher als Langzeitarchiv dienen. Dabei skaliert MemSQL auch mit der Zahl der Kerne auf einem Server, verspricht das Unternehmen.

Zwar hält MemSQL alle Daten im Speicher, schreibt diese aber bei Abschluss jeder Transaktion auch auf die Festplatte oder SSD. Durch eine Kombination aus Write-Ahead-Logging und Snapshotting soll sichergestellt werden, dass keine Daten verloren gehen.

Laut MemSQL lässt sich die gleichnamige Datenbank innerhalb von 30 Sekunden installieren. Sie steht unter memsql.com für die Linux-Distribution CentOS, Fedora, Debian, Ubuntu und Opensuse sowie als Amazon-Image zum Download bereit. Mit der kostenlosen Version können Entwickler und kleine Unternehmen Datenmengen von bis zu 10 GByte verwalten. Wer MemSQL mit großen Datenmengen ausprobieren will, kann eine auf 30 Tage beschränkte Trial-Version anfordern. Einige Zusatzwerkzeuge finden sich unter github.com/memsql.

Finanziert wurde das 2011 gegründete Unternehmen MemSQL bisher mit 5 Millionen US-Dollar durch verschiedene Risikokapitalgeber und Business-Angels, darunter First Round Capital, IA Ventures, NEA, SV Angel, Y Combinator, Paul Buchheit, Ashton Kutcher, Max Levchin und Aaron Levie.


Lala Satalin... 20. Jun 2012

Da steht ja im Vorpost auch "kompiliert"!

LH 19. Jun 2012

Auch normale Queries können sicher sein, wenn sie entsprechend formuliert sind. Die...

ahja 19. Jun 2012

Ich glaube (ohne es sicher wissen zu können), dass diese 30x mal schneller auf "normales...

fratze123 19. Jun 2012

und doublespace verdoppelt die festplattenkapazität... :D

der-dicky 19. Jun 2012

ne Datenbank-Datei auf ner Ramdisk stellt sich mir grade als sehr ineffiziente RAM...

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Confluence: Romasanta, Francisco Villar / 06. Jul 2012

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