Kim Schmitz feiert seine Position 1 in MW 3.
Kim Schmitz feiert seine Position 1 in MW 3. (Bild: Youtube)

Megaupload Kim Schmitz zerpflückt Vorwürfe der Anklageschrift

In einem ausführlichen Interview mit Torrentfreak bezieht Kim Schmitz alias Dotcom zur Anklage der US-Justiz gegen Megaupload Stellung. Punkt für Punkt versucht er, die Vorwürfe zu entkräften. Dabei nennt er auch Zahlen zu den Löschungen durch Medienunternehmen.

Anzeige

Im geplanten Verfahren gegen Megaupload und dessen Gründer Kim Schmitz geht es um mehrere Vorwürfe gegen den gebürtigen Deutschen. Einer davon: Schmitz, der inzwischen den Nachnamen Dotcom führt, habe selbst urheberrechtlich geschütztes Material verbreitet. Die Anklageschrift nennt dabei zwei Songs, einen des US-Rappers 50 Cent und einen von Louis Armstrong.

In einem telefonischen Interview mit Torrentfreak sagte Schmitz, das Stück von 50 Cent habe er zuvor selbst gekauft und nur zum Test einer neuen Funktion auf Megaupload gestellt. Dabei habe er seinem Technikchef automatisch eine Mail geschickt, die Beschreibung des privaten Links sei "test" gewesen. Die Download-URL sei nie veröffentlicht worden. Ähnlich sei das auch mit dem Armstrong-Song gelaufen, der Schmitz von einem anderen Mitarbeiter als privater Link geschickt worden sei.

Ein weiterer Vorwurf der Anklage: Der Zugang zum direkten Löschen für Rechteinhaber - so wie ihn beispielsweise auch Youtube bietet - sei nur eingeschränkt funktional gewesen. Dazu zitieren die US-Staatsanwälte Mails zwischen Schmitz und dem Medienunternehmen Warner. Der Konzern hatte sich nach Darstellung der Ankläger beschwert, dass ihm 5.000 Löschungen pro Tag nicht ausreichten, was Megaupload aber nicht geändert hätte.

Warner löschte knapp 2 Millionen Dateien

Schmitz zufolge verschweigen die Ankläger, dass er Warner einige Tage später 100.000 Löschungen pro Tag zugestanden habe. Insgesamt habe das Unternehmen in der Zeit von Meguploads Existenz fast zwei Millionen Links gelöscht, mehr als jeder andere Rechteinhaber. Auch andere Medienriesen hätten viel weniger Dateien entfernt, Disney beispielsweise nur 127.934, und auch der Musikverband RIAA nur 17.108.

Auch dass Megauploads Technik bei solchen Aktionen nur die Links, nicht aber die gespeicherten Dateien selbst gelöscht hat, sieht Kim Schmitz als rechtlich gedeckt an. Der Megaupload-Gründer vertritt dabei dieselbe Ansicht wie Google, das sich im Prozess gegen Hotfile ähnlich geäußert hat.

Zudem, so Schmitz weiter, hätten die Medienunternehmen - darunter auch Warner - mehrfach nicht nur nach Löschungen, sondern auch nach Kooperationen mit Megaupload angefragt. So sollen unter anderem Disney, Fox und auch Warner dem Sharehoster Angebote zur Zusammenarbeit gemacht haben. Torrentfreak hat einige derartige Mails veröffentlicht, bei denen es sich aber nur um erste Anfragen handelt. In welcher Form, etwa durch ein Zahlungsmodell, die Medienunternehmen ihre Inhalte über Megaupload und den Streamhoster Megvideo anbieten wollten, geht daraus nicht hervor.

Dass gerade sein Unternehmen so aggressiv und mit einer Vielzahl von Anklagepunkten verfolgt wird, führt Schmitz auf eine Verschwörung von Medienunternehmen und Interessenverbänden wie der MPAA und der US-Politik zurück. "Mega ist in der Verbindung des Weißen Hauses und der MPAA zu einem Faustpfand im Wahlkampf geworden. Wenn ich ein republikanischer Präsidentschaftskandidat wäre, würde ich dem nachgehen", sagte Kim Schmitz.


Everesto 16. Jan 2014

den unkomplizierten Konsum zum einen (und da haben die Content-Branchen sicher viel...

sektory 08. Apr 2012

http://www.sektory.com/google-staranwalt-vertritt-jetzt-kim-dotcom-schmitz/ Wellington...

BarryO 01. Apr 2012

Wobei ich persönlich diese "Prämienprogramme" unabhängig von der juristischen Bewertung...

Chevarez 29. Mär 2012

Mindestens! Und FLAC, und Schallplatten und evtl. noch das hier: http://www.amazon.com...

Keridalspidialose 28. Mär 2012

Na wenn Herr Dotcom sich da mal nicht zu wichtig nimmt.

Kommentieren



Anzeige

  1. Spezialistin / Spezialist E-Government und Online-Services
    VBL, Karlsruhe
  2. IT-Projektmitarbeiter (m/w)
    Fachhochschule Südwestfalen, Hagen
  3. Systementwickler Software / Hardware (m/w)
    Preh GmbH, Bad Neustadt a.d. Saale
  4. (Junior) Survey Manager (m/w) Beratung Global Marketing Services
    Siemens AG, Mannheim

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. Alle PCGH-PCs inkl. The Witcher 3
  2. TOPSELLER BEI ALTERNATE: G.Skill DIMM 8 GB DDR3-1600 Kit
    59,90€
  3. Turtle Beach Kopfhörer reduziert

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Freie Bürosoftware

    Libreoffice liegt im Rennen gegen Openoffice weit vorne

  2. Smartwatch

    Pebble sammelt über 20 Millionen US-Dollar ein

  3. Manfrotto

    Winziges LED-Dauerlicht für Filmer und Fotografen

  4. Test Woolfe

    Rotkäppchen schwingt die Axt

  5. Palinopsia Bug

    Das Gedächtnis der Grafikkarte auslesen

  6. Die Woche im Video

    Galaxy S6 gegen One (M9), selbstbremsende Autos und Bastelei

  7. Xbox One

    Firmware-Update bringt Sprachnachrichten auf die Konsole

  8. Elektromobilitätsgesetz

    Bundesrat gibt Elektroautos mehr Freiheiten

  9. 2160p60

    Youtube startet fordernde 60-fps-Videos in scharfem 4K

  10. Nuclide

    Facebook stellt quelloffene IDE vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Mini-Business-Rechner im Test: Erweiterbar, sparsam und trotzdem schön klein
Mini-Business-Rechner im Test
Erweiterbar, sparsam und trotzdem schön klein
  1. Shuttle DS57U Passiver Mini-PC mit Broadwell und zwei seriellen Com-Ports
  2. Broadwell-Mini-PC Gigabytes Brix ist noch kompakter als Intels NUC
  3. Mouse Box Ein Mini-PC in der Maus

Bloodborne im Test: Das Festival der tausend Tode
Bloodborne im Test
Das Festival der tausend Tode
  1. Bloodborne Patch und PC-Petition
  2. Bloodborne angespielt Angsthase oder Nichtsnutz

Jugendliche und soziale Netzwerke: Geh sterben, Facebook!
Jugendliche und soziale Netzwerke
Geh sterben, Facebook!
  1. 360-Grad-Videos und neuer Messenger Facebook zeigt seinen Nutzern Rundumvideos
  2. Urheberrecht Bild-Fotograf zieht Abmahnung zum Facebook-Button zurück
  3. Urheberrecht Abmahnung wegen Nutzung des Facebook-Buttons bei Bild.de

  1. Re: "begann man dann damit, den Code aufzuräumen"

    teenriot* | 22:46

  2. Re: Ich dachte schon, ich wäre der Einzige

    nolonar | 22:41

  3. Re: Schon MSO litt an der Seuche ...

    Seitan-Sushi-Fan | 22:31

  4. Re: Quantitaet anstelle von Qualitaet

    Seitan-Sushi-Fan | 22:13

  5. Kickstarter missbraucht...

    garrisson | 22:09


  1. 17:19

  2. 15:57

  3. 15:45

  4. 15:03

  5. 10:55

  6. 09:02

  7. 17:09

  8. 15:52


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel