Mangelnde Sicherheit bei der Schlüsselerstellung

Anzeige

Für den Zugang zu Mega wird ausschließlich ein Browser genutzt. Die einmalige Erstellung des Master-Schlüssels nutzt die Javascript-Funktion Math.random. Um möglichst zufällige Zahlen zu generieren, werden beispielsweise Eingaben per Maus und Tastatur einbezogen. Diese sollen allerdings in dem Mega-Script fast nicht verwendet werden, weil das Generieren des Schlüssels bereits abgeschlossen ist, wenn der Anwender dazu aufgefordert wird, die Maus zu bewegen. Ohne solche Eingaben sei der erstellte Schlüssel jedoch leichter zu knacken, so die Kritiker.

Auch hier will Mega nachbessern. Der Nutzer soll vor Generierung des Schlüssels aufgefordert werden, die Maus zu bewegen.

Tatsächlich steht die Maus kaum still, solange sich die Hand des Anwenders darauf befindet. Selbst kleinste Bewegungen werden bei der Erstellung eines Schlüssels berücksichtigt.

Andererseits heißt es in einigen Dokumentation zu der Funktion Math.random, dass sie sich nicht für sicherheitsrelevante Techniken nutzen lasse. Erst mit zusätzlichen Funktionen werde die Schlüsselerstellung sicherer.

Schwache Verschlüsselung in Megas SSL-Server

Zwar liege die Hauptseite der Mega-Webseite auf einem Server, der Inhalte über SSL mit 2.048 Bit RSA ausliefere, schreibt der Hacker Marcan in seinem Blog Failoverflow. Weitere Inhalte würden aber über Javascript von zusätzlichen Servern geholt, die die schwächere, aber bislang noch nicht geknackte 1.024-Bit-Verschlüsselung verwendeten. Mega hashe dabei die Inhalte, um zusätzliche Sicherheit zu schaffen.

Damit soll laut Mega ein hoher Sicherheitsstandard geschaffen werden, unabhängig davon, wo sich die zusätzlichen Server geografisch befinden. Außerdem soll damit die CPU der zusätzlichen Server nicht übermäßig beansprucht werden.

Marcan hat nach eigener Aussage jedoch bereits eine andere Schwachstelle in dieser Konstruktion gefunden. Das Hashing geschieht mit CBC-MAC mit einem im Skript festgelegten Schlüssel. Wer Zugriff auf einen Serverschlüssel hat oder einen der Server wie vorgesehen selbst betriebt, kann sich als Man-in-the-Middle in den Datenverkehr einklinken, Daten manipulieren und sogar die persönlichen Schlüssel der Benutzer abgreifen, ohne dass es bemerkt wird. Auf seiner Webseite liefert Marcan auch gleich ein Proof-of-Concept. Sein Vorschlag besteht in der Verwendung von SHA1. Selbst MD5 würde in einem solchen Fall besser funktionieren, schreibt Marcan.

Auch darauf weist Mega in seiner Blog-Antwort hin: "Unsere FAQs bestätigen das. Wer uns nicht vertraut, soll sich nicht bei uns einloggen. Alternativ können Anwender auf Clients von Drittanbietern zurückgreifen und unser Angebot sicher nutzen."

 Mega: Massive Kritik an der VerschlüsselungDeduplizierung verhindert Verschlüsselung 

kabowski 29. Jan 2013

Sich auf WWW Seiten warez zu laden ist sowieso nicht empfehlenswert, für jedermann...

EdRoxter 27. Jan 2013

Oooh, danke für die Erinnerung daran - wie oft hab ich meinen Informatiklehrer seinerzeit...

Husare 25. Jan 2013

Exakt, deswegen schrieb ich ja folgendes: "Wenn aber zwei Freunde zufällig die selbe...

azeu 24. Jan 2013

solange das Warez-Forum online ist und der Beitrag nicht gelöscht wird :) Also, Ball...

Alexbb 24. Jan 2013

seh ich genauso !

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Softwareentwickler (m/w) Java EE
    Faktor Zehn AG, München und Köln
  2. Mitarbeiter/in im Bereich Informationstechnologie/IT Service
    Toho Tenax Europe GmbH, Heinsberg-Oberbruch und Wuppertal
  3. Entwickler (m/w) SAP WM / LES (Warehouse Management)
    PAUL HARTMANN AG, Heidenheim
  4. Entwicklungsingenieur (m/w) Systemarchitektur / Systems Engineering
    Diehl BGT Defence GmbH & Co. KG, Überlingen am Bodensee

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. MPAA und RIAA

    Film- und Musikindustrie nutzte Megaupload intensiv

  2. F-Secure

    David Hasselhoff spricht auf der Re:publica in Berlin

  3. "Leicht zu verdauen"

    SAP bietet Ratenkauf und kündigt vereinfachte GUI an

  4. Test The Elder Scrolls Online

    Skyrim meets Standard-MMORPG

  5. AMD-Vize Lisa Su

    Geringe Chancen für 20-Nanometer-GPUs von AMD für 2014

  6. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen

  7. Taxi-App

    Uber will trotz Verbot in weitere deutsche Städte

  8. First-Person-Walker

    Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

  9. Finanzierungsrunde

    Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert

  10. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Cortana im Test: Gebt Windows Phone eine Stimme
Cortana im Test
Gebt Windows Phone eine Stimme

Mit Windows Phone 8.1 bringt Microsoft nicht nur lange vermisste Funktionen wie die zentrale Benachrichtigungsübersicht auf das Smartphone, sondern auch die Sprachassistentin Cortana. Diese kann den Alltag tatsächlich erleichtern - und singen.

  1. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  2. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone
  3. Microsoft Internet Explorer 11 für Windows Phone

Wolfenstein The New Order: "Als Ein-Mann-Armee gegen eine Übermacht"
Wolfenstein The New Order
"Als Ein-Mann-Armee gegen eine Übermacht"

B. J. Blazkowicz muss demnächst wieder die Welt retten - in einem Wolfenstein aus Schweden. Im Interview hat Golem.de mit Andreas Öjerfors, dem Senior Gameplay Designer, über verbotene Inhalte, die KI und Filmvorbilder von The New Order gesprochen.

  1. The New Order Wolfenstein erscheint ohne inhaltliche Schnitte
  2. Wolfenstein angespielt Agent Blazkowicz in historischer Mission
  3. Bethesda Zugang zur Doom-Beta führt über Wolfenstein

Vorratsdatenspeicherung: Totgesagte speichern länger
Vorratsdatenspeicherung
Totgesagte speichern länger

Die Interpretationen des EuGH-Urteils zur Vorratsdatenspeicherung gehen weit auseinander. Für einen endgültigen Abgesang auf die anlasslose Speicherung von Kommunikationsdaten ist es aber noch zu früh.

  1. Bundesregierung Vorerst kein neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung
  2. Innenministertreffen Keine schnelle Neuregelung zur Vorratsdatenspeicherung
  3. Urteil zu Vorratsdatenspeicherung Regierung uneins über neues Gesetz

    •  / 
    Zum Artikel